Nach der Wende wurde die "Hundeschule" in "Schule für Diensthundwesen" Pretzsch umbenannt. Die Polizisten und Zivilbeschäftigten wurden in ein befristetes Dienst- bzw. Arbeitsverhältnis mit dem BMI übernommen.
Der Freistaat Thüringen nutzt bis heute die Einrichtung für die Ausbildung seiner Diensthundführer mit Diensthund. Ab 1993 wird die Bezeichnung "Diensthundführerschule des Landes Sachsen-Anhalt" geführt und dem Regierungspräsidium Dessau nachgeordnet.
Die Ausbildung erfolgt als Sprengstoffspürhundführer und Rauchgiftspürhundführer. In der Aus- und Fortbildungsstätte im Landkreis Wittenberg werden Fährten-, Sprengstoff-, Rauschgift, Leichen-, Brandmittel- und seit 2008 auch Graffitispürhunde ausgebildet.
Im Jahr 2000 waren insgesamt 41 Bedienstete, davon 22 Polizeivollzugsbeamte, 2 Verwaltungsbeamte, 17 Angestellte und Arbeiter beschäftigt. Das Gelände wurde von 57 ha auf 17 verringert.
In der Schule wurden in den vergangenen 60 Jahren rund 25 000 Polizisten mit ihren Hunden ausgebildet.
In Sachsen-Anhalt gibt es derzeit 104 Polizeihunde.
Quelle: Pretzsch / Elbe "Geschichte - Menschen - Bilder" Stand: 2006 & MZ