Die Geschichte:
Da Derental eher landwirtschaftlich geprägt war und nur wenige Industriebetriebe aufzuweisen hatte, profitierte es in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts kaum vom aufkommenden Wirtschaftswunder. Um den Tourismus als weiteres wirtschaftliches Standbein zu etablieren und die Region weltweit bekannt zu machen, beschloss der Ortsrat damals, das Derental sich für die Olympischen Winterspiele 1956 bewerben sollte.
Da Derental bereits bei der Bewerbung punkten und sich gegen die recht starke Konkurrenz durchsetzen wollte, wurde mit Hilfe der ortsansässigen Forstleute und Maurer in Eigenleistung eine Rennrodelbahn im Wald nach Fürstenberg errichtet. Im Winter 1954/1955 wurde die fertige Bahn dann von Abgesandten des Olympischen Komitees begutachtet. Diese lobten zwar die solide Ausführung und schöne Streckenführung, kritisierten aber gleichzeitig die fehlende Infrastruktur. So standen für die erwarteten 120000 Gäste, Sportler und Funktionäre lediglich zwölf Hotelbetten zur Verfügung. Auch der eingerichtete Shuttle-Service zum damals noch aktiven Meinbrexer Bahnhof wurde als nicht ausreichend bemängelt, zumal neben den Personen auch noch zahlreiche Milchkannen auf dem Gespann transportiert wurden. Aufgrund dieser angeblichen Mängel erhielt Derental damals nicht die Zusage für die Olympischen Winterspiele.
Die Rennrodelbahn wurde danach noch einige Jahre von Kindern zum Schlittenfahren benutzt. Mitte der siebziger Jahre benutzten Derentaler Schwarzbrenner die Bahn, um selbstgebrannten Kartoffelschnaps schnell und abseits der kontrollierten Straßen ins Tal zu bringen. Um dies zu unterbinden, wurde 1978 fast die gesamte Strecke auf Anweisung des Zollamtes gesprengt.
Heute ist nur noch der erste, inzwischen schwer zugängliche Streckenabschnitt vorhanden. Auch das Gebäude am Anfang der Strecke steht noch. Obwohl es nie mehr als ein Rohbau wurde, ist es mit seinem Turm immer noch ein imposanter Anblick.
Die Aufgabe:
Folge den Resten der Rodelbahn bergauf, bis Du zu einem Felsen kommst.
Peile von diesem 34 Meter in Richtung 112°.
Das Final befindet sich im Inneren des Turms.
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