Station eins
An dieser Stelle stand in Etwa die Herberge Schwan. Hier lebte Mathias Weber mit seiner Räuberbande zwischenzeitlich, wenn es ihn wieder einmal nach Neuss verschlug. Von hier aus wurden Überfälle und Diebstähle geplant und begangen.
An einem Tag im Mai 1798 wurde Gertrud in Köln misstrauisch. Sie hatte Mathias seit Längerer Zeit nicht mehr gesehen und gehört, dass er sich mit einer Dirne in Neuss vergnügen sollte. Und das, obwohl sie ihm ein Kind geboren hatte. Wütend beschloss sie auf die Neusser Furth zu fahren um ihn zur Rede zu stellen. Dort angekommen traf sie Christina an, die sich als die Nebenbuhlerin herausstellte. Dieses Zusammentreffen führte zu einer wilden Schlägerei, aus der beide lädiert heraus gingen.
Der Fetzer erfuhr davon und beschloss, sich seiner Frau zu entledigen um so mit Christina, ohne behelligt zu werden, zusammen sein zu können.
Hier befindet sich zwar nicht mehr die Herberge jedoch hat ein anderes Gebäude seinen Platz eingenommen. Auf der Linken Seite befinden sich wie viele vergitterte Kellerfenster?
Anzahl = a
Station zwei
N 51° 12.61a E 006° 3a.463
Sie schmiedeten den Plan, Gertrud in einen abgelegenen Hof zu locken und dort einen Schlussstrich unter das Ganze zu setzen. Unter dem Vorwand, Christina würde das Feld räumen und Gertrud wieder den Platz an Mathias´ Seite einnehmen können ließ sie sich auf eine Versöhnungsfeier in dem Besagten Hof ein. Mathias befahl zwei weitern Gefährten mit zu kommen, die dieser Anordnung nachkamen.
Zu der Zeit wurde das linke Rheinland durch die Napoleonischen Truppen besetzt und der Nordkanal errichtet. Die Gruppe überqeurte ihn und ging richtung Morgensternsheide. Gleichfarbige Stelen sollen den Nordkanal symbolisieren welche Farbe haben sie?
türkis = 8 / schwarz = 6 / orange = 4
Antwort = b
Station drei
N 51° 11.ab6 E 006° 3b.b1b
Sie wanderten bis zu dem einsam gelegenen Haus des Sebastian Trotzenberg. Es lag weitab von der Straße nach Büttgen mitten in den Kappesfeldern. Der Bauer Trotzenberg war ein Freund der Räuber und ließ sie mit Branntwein versorgen und in seiner Scheune schlafen. Gertrud und die beiden Männer wurden immer betrunkener, bis die Junge Frau einschlief. Christina forderte die Beiden auf sich die junge Frau zu Eigen zu machen. Der Fetzer willigte ein.
Bevor sie Trotzenberg erreichten, kamen sie an einem Hof vorbei. Dieser wurde schon im 13. Jahrhundert zur Versorgung des Klosters St. Quirin genutzt. An der Südseite sahen sie große, grüne, unbefestigte Tore, die für die nächste Plünderung sicher kein Hindernis darstellten. Wie viele Tore sind es?
Anzahl = c
Final
N 51° 11.ca7 E 006° 3b.5cb
Am nächsten morgen wurde Mathias durch einen Tritt in die Magengrube aus dem Schlaf gerissen. Es war Gertrud, die wutentbrannt und mit zerrissenen Kleidern vor ihm stand und ihn beschimpfte. Von dem Lärm aufgeschreckt schrie Christina, er solle sie totschlagen und reichte ihm einen kurzen Knüppel. Gertrud schrie weiter seine Tochter sei genau so ein Krüppel wie er und dass sie sie erstechen würde. Er nahm den Knüppel und nach dem zweiten Schlag war sie still, aber er schlug immer weiter auf ihren Schädel ein. Dann blickte er auf die tote Frau, die langsam an ihm heruntersank und zu seinen Füßen liegen blieb.
Er zwang den Bauern unter vorgehaltener Pistole ein tiefes Loch zu graben und Gertrud hinein zu legen. Nachdem der Leichnam verscharrt war trampelten die Männer die Erde fest und Trotzenberg musste Kohlpflanzen auf die Stelle setzen.
Da es meines Wissens nach keine genaue Ortsangabe für den Hof gibt, wurde ein Tatort gewählt, welcher der Beschreibung am nächsten kommt
Die Story richtet sich nach dem Buch "Der Fetzer" von Tilman Röhrig. Die Erzählungen beruhen auf festgehaltene Zeitzeugenaussagen und Niederschriften aus Gerichtsakten