Der Steinsfurter Fluchtversuch am 5. August 1730
Im Leben dieses bedeutenden Preußenkönigs
bildete der Steinsfurter Fachwerkbauernhof eine markante Stelle.

Hier schlug in den frühen Morgenstunden des 5. August 1730 sein Fluchtversuch fehl,
mit dem er sich dem Wirkungsbereich seines strengen Vaters,
König Friedrich Wilhelm I. von Preußen, entziehen wollte.
Zusammen mit ihm und rund 40 mitreisenden Personen war die
preußische Gruppe im Sommer 1730 auf einer Reise durch Süddeutschland.
Da die Reiseroute sich ziemlich dem Rhein nähern sollte,
wollte der damals 18-jährige Kronprinz, diese Gelegenheit nutzen,
um durch eine Flucht ins Ausland den seit 1728 andauernden
und stetig heftiger werdenden Konflikten mit seinem Vater ein Ende zu bereiten.
Die Fluchtvorbereitungen mit seinen Freunden um Hans Hermann von Katte
konnten jedoch nicht geheim gehalten werden.
Aufmerksame Offiziere bemerkten den Fluchtversuch und vereitelten ihn.
Friedrichs Vater reagierte mit der Einberufung eines Kriegsgerichts
und warf ihm und seinen Fluchthelfern Landesverrat und Dessertation vor.
Die Hinrichtung von Hans Hermann von Katte in der Festung Küstrin,
die er auf ausdrückliche Anweisung seines Vaters verfolgen musste,
bildete zusammen mit dem Steinsfurter Fluchtversuch
einen entscheidenden Lebenseinschnitt des 1740 zum König von Preußen gekrönten Friedrichs.

Quellen : friedrich-der-grosse-museum.de und lerchennest-museum.de
- Hier findet man auch weitere Informationen zum Thema und zum Museum
Fotos : Gandalfdb


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