Die ersten Trolle waren aus Felsgestein erschaffene Nachahmungen der Ents. Sie waren sehr unvollkommen, denn im Sonnenlicht wurden sie wieder zu dem Material, aus dem sie gemacht waren, weshalb sie nur in der Nacht aktiv waren. Gegen Ende der Altvorderenzeit waren Trolle unintelligent und stumpfsinnig. Sie sprachen nur sehr wenig, da sie über keine eigene Sprache verfügten, sondern nur wenige Worte von den Orks übernahmen.
Deshalb konnten wir auch die Geräusche, die der flüchtende Troll von sich gab, nicht verstehen. Wir vermuten, dass es wilde Flüche waren, weil er sich in der aufgehenden Sonne zu verändern begann. Das graue Aussehen verdunkelte sich zusehends und der Troll stieß immer öfter Laute aus, die wir als schmerzerfülltes Brüllen deuteten. Er warf sich dabei hin- und her und krümmte immer wieder seinen riesigen Leib. Uns wurde Angst und Bange. Wir blieben zurück und versteckten uns im Gebüsch, bis wir ihn weder sehen noch hören konnten. Eher zögerlich und sehr vorsichtig verfolgten wir die Spur des Trolls im Kalbecker Busch. Dort fanden wir schließlich etwas, von dem wir vermuten, dass es dem von uns verfolgten Troll gehörte - einen großen versteinerten Zeh.
Den Trollzeh - es handelt sich hierbei vermutlich um den kleinen Zeh - haben wir sicher im Wald versteckt und zeigen ihn euch gerne, wenn ihr starke Nerven habt. Ihr braucht dazu festes Schuhwerk, mit dem ihr über einen Baum steigen könnt, den der Troll vermutlich während seiner Umwandlung ausgerissen hatte und solltet auch gegen knie hohe Brennnesseln gerüstet sein. Ihr gelangt dann zu märchenhaften Bäumen, die in früheren Zeiten Ents gewesen sein mögen. Sie bewachen den zu Stein gewordenen Trollzeh. Trolle selbst haben wir dort seitdem nicht mehr gesehen.
Aber wer weiß, vielleicht haben sie ja nur auf euch gewartet...