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Zechstein im oberen Kahlgrund EarthCache

Hidden : 4/27/2014
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   not chosen (not chosen)

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Geocache Description:


Dieser Earthcache führt euch in die Gemeine Kleinkahl im oberen Kahlgrund, eine vom Tal des Flusses Kahl geprägte Landschaft im nordwestlichen Spessart. Der Spessart ist eines der niedrigsten deutschen Mittelgebirge, dafür aber geologisch sehr interessant: Auf dem aus Glimmerschiefer, Quarziten und Gneis bestehenden und etwa 500 bis 700 Millionen Jahre alten Grundgebirge liegen das Rotliegend und der Zechsteins aus dem Perm, sowie daran anschließend der Buntsandstein, dessen Auftreten bereits den Beginn der Trias markiert.

Wir möchten uns hier vor allem mit der Zechstein-Formation befassen. Dabei handelt es sich um Ablagerungen eines sehr flachen Meeres, das vor etwa 258 Millionen Jahren von Norden her in diese Region vorzudringen begann.

Am Beginn der Zechstein-Formation findet sich an vielen Orten eine markante Schicht von Ablagerungen, der sogenannte Kupferschiefer.

Die relativ leichte Zugänglichkeit und der Metallreichtum dieser Schicht führte in Kleinkahl zu bergbaulichen Aktivitäten (insbesondere zur Gewinnung von Kupfer und Blei), die ab 1454 historisch belegt sind und mit Unterbrechungen bis in die ersten Jahre des 20. Jahrhunderts andauerten. Der Ortsteil Großkahl war durch die Grube „Hilfe Gottes“ am Habersberg und als Sitz des Königlichen Bergamtes Kahl überregional bekannt. Ein (heute verschlossenes und überwachsenes) Stollenmundloch der Grube liegt in der Nähe des Earthcaches bei N 50° 06.804‘ / E 009° 16.963‘. Bei Interesse könnt ihr euch dort selbst ein Bild machen und auf Infotafeln noch weiter zum Großkahler Kupferschiefer-Bergbau informieren.

In Kleinkahl ist es darüber hinaus auch möglich, anhand eines sehr interessanten Aufschlusses die Geologie knapp oberhalb des Kupferschiefers zu studieren: An den Koordinaten des Earthcaches findet ihr einen Felsen aus Zechstein-Dolomit. Wie der Name bereits sagt, besteht der Felsen aus massigem Dolomitgestein.

Wie auch beim Kupferschiefer, handelt es sich beim Zechstein-Dolomit um Ablagerungen des Zechstein-Meeres. Im Unterschied zu Ersterem wurden diese Schichten aber später duch hydrothermale Lösungen mit Barium in Form von Baryt angereichert, den man auch im hier gezeigten Felsen vor allem in Klüften und Störungen bei genauer Betrachtung anhand seiner weißen Farbe erspähen kann. Die Hohlräume selbst sind ebenfalls ein Produkt dieser Prozesse, denn die Umwandlung der Sedimente zu Dolomit (also der Austausch von Calcium durch Magnesium) führt zu einer Abnahme des Gesteinsvolumens. Durch die Wasserzirkulation aus dem Kupferschiefer weiter unten ausgespülte Metalle wiederum lagerten sich häufig in den hier sichtbaren etwas höher liegenden Schichten ab, was teilweise zur Färbung der Gesteine beiträgt.

An vielen Stellen des Felsens sieht man auch starke Verwitterungserscheinungen, die ebenfalls zur intensiven und kleinräumig wechselnden Farbgebung beitragen. Insgesamt liegt hier ein einmaliges Fenster in die Geologie des Zechsteins im oberen Kahlgrund vor.

Um diesen Earthcache zu loggen, beantwortet bitte die folgenden Fragen mittels Nachricht über unser Profil. Ihr könnt sofort nach Abschicken der Nachricht loggen – wenn etwas nicht stimmt melden wir uns bei euch. Die Straße entlang des Aufschlusses ist zwar asphaltiert und somit prinzipiell für Rollstuhlfahrer geeignet, hat allerdings eine leichte Steigung. Die Fragen können allerdings auch aus dem Auto heraus beantwortet werden. Referenz, sowie weitere Informationen: Archäologisches Spessartprojekt e.V. (http://www.spessartprojekt.de/)

1. Begib Dich zu den Listingkoordinaten und betrachte den Felsen. Kannst Du dort Baryt anhand seiner Farbe identifizieren? Wenn ja, wie sind die Barytfüllungen im Verhältnis zu den Gesteinsschichten orientiert, und woran könnte das liegen?
2. Welche Struktur und Beschaffenheit hat das Gestein hier? Bitte nicht am Felsen graben oder kratzen, genaue Beobachtung reicht!
3. Geht auf dem kleinen asphaltierten Weg bergauf und studiert dabei den aufgeschlossenen Bereich. Welche Gesteinsfarben begegnen euch?

Falls ihr mögt, fügt eurem Log gerne (spoilerfreie) Fotos bei. Ist aber kein Muss.



This Earthcache is located in the village of Kleinkahl in the upper Kahl valley. This valley owes its name to the small river Kahl, and is situated in the northwestern part of the Spessart, which is a low mountain range reaching only moderate heights. However, this lack in absolute summit elevations in compensated by a fascinating geology. On top of a 500 to 700 million years old bedrock composed of mica, quartzite and gneiss, we find the Rotliegend and the Zechstein from the Permian. Above these the early Triassic Buntsandstein.

This Earthcache is mainly dedicated to the Zechstein in the Kahlgrund. These rocks were deposited as sediments of a very shallow sea which began to transgress to this region of Germany from the north about 258 million years ago.

At the base of the Zechstein formation, we often find a distinct layer called „Kupferschiefer“.

The relatively good accessibility and richness in metals lead to significant efforts to exploit the Kupferschiefer also in Kleinkahl, mainly for mining copper and lead. Historically, mining activities can be traced back to 1454 AD and continued with some interruptions until the first years of the 20th century. Großkahl, a part of Kleinkahl, was at that time well known for the mine called „Hilfe Gottes“ at the Habersberg hill, and also due to hosting a subdivision of the Royal Bavarian mining office. A locked and vegetation-covered entrance to the mine can be seen at the nearby coordinates N 50° 06.804‘ / E 009° 16.963‘. At this location, you can also get additional information about mining in Großkahl from information panels.

Especially interesting about Kleinkahl is that it is possible to learn not only about mining in the Kupferschiefer, but to also study the geology of the Zechstein directly above it: At the listing coordinates of this Earthcache, you will find a spectacular outcrop of Zechstein-Dolomit. As the name suggests, these rocks are mainly composed of dolomite.

As is the case with the Kupferschiefer, also the Zechstein-Dolomit was deposited by the shallow Zechstein-Sea. However, it was later on modified by hydrothermal solutions rich in barium. In the form of white barite, it can be clearly identified in some crevices in this outcrop. Also the crevices themselves are a product of these processes, since the transformation of the rock to dolomite (which is the exchange of calcium for magnesium) goes along with a reduction in rock volume. Metals which where rinsed from the Kupferschiefer below by the circulating water have often been deposited in this layers, contributing to the rich color spectrum of the rocks.

In many places there are also clear signs of strong erosion, further contributing to the color-richness of the rocks. All in all, this outcrop presents a unique window to the geology of the Zechstein in the upper Kahl valley.

To log this Earthcache as a find, please send a message from our profile with the answers to the following questions. You can log your visit as soons as you have sent the message. If you missed something, we will contact you with helpful information. The road along the outcrop is paved and thus in principle suited for wheelchairs, it is however somewhat steep. The questions can nevertheless also be answered from within a car. Reference and further information: Archäologisches Spessartprojekt e.V. (http://www.spessartprojekt.de/)

1. Go to the listing coordinates and study the rock. Are you able to spot barite by it's white color? If yes, how is the orientation of the barite-fillings in relation to the rock layers? What might be the reason for this?.
2. Describe the structure of the rock. Please do not scratch or dig into the rock, a visual inspection will suffice!
3. Follow the small bitumized road uphill and closely study the outcrop. Which rock colors do you encounter?

If you like, please feel free to add non-spoiler pictures to your log.

Additional Hints (No hints available.)