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Salla Marmor EarthCache

Hidden : 4/29/2014
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:

Dieser Earthcache führt euch zum Abbaugebiet des "Salla Marmor"


DER SALLA MARMOR




Eine aus dem Erdboden wachsende, massive Hand aus Beton hebt einen Marmorblock empor und verweist so auf den seit der Zeit der Römer bekannten und vielseitig verwendeten Salla-Marmor. Geschaffen durch den Künstler Nicolaus Trnka-Strasnitzky. Den Brunnen findest du bei:
N 47°06.509 / E: 014°58.405



LOGBEDINGUNGEN



Ihr müsst folgende Fragen beantworten, um den Cache loggen zu dürfen:

1. FRAGE [HEADER] Bei den Header Koordianten steht ihr vor einem Bauwerk welches vollständig aus Salla Marmor errichtet wurde. Ihr könnt hier den Salla Marmor rundherum näher in Augenschein nehmen. Welcher Unterschied gegenüber Travertin ist an den Marmor Blöcken sehr klar erkennbar?

[STAGE 1] führt euch zu einem Bruch wo Salla Marmor gewonnen wird, man kommt am besten mit dem Chachemobil zu Stage 1. Bitte beachtet die Parkmöglichkeiten (Wegpunkt Parking Stage1) und parkt vor dem Bruch im Bereich vor der Brücke auf der Waldseite. Es ist absolut niemanden gestattet auf dem Areal des Bruchs zu parken und diesen zu betreten! Für die Beantwortung der Frage ist es nicht nötig den Bruch zu betreten!

An den angegebenen Koordinaten stehst du vor dem Brusa Bruch (Positioniert euch auf der Bachseite), hier habt ihr einen guten Überblick auf das Steinbruch-Areal.
2. FRAGE. Welche verschiedene Farben des Marmors kannst du an dieser Location erkennen?

3. FRAGE Ist der Salla-Marmor deiner Meinung nach fein-, mittel- oder grobkristallin?

4. FRAGE In welcher tektonischen Serie oder welchem Komplex sind die "Salla Marmore" beinhaltet?

5. FRAGE In welcher erdgeschichtlichen Periode ist der Salla-Marmor entstanden?


Ihr könnt den Earthcache vor Ort gleich loggen, die Antworten bitte via meiner Email Funktion am Profil senden. Sollte etwas nicht korrekt sein, melde ich mich. Ich behalte mir das Recht vor, Logs ohne Beantwortung der Fragestellungen zu löschen.
Fotos wären nett, stellen aber keine Logbedingung dar! Bitte in den Logs keine Antworten und/oder Spoilerfotos posten!



MARMOR ALLGEMEIN



Marmor als Überbegriff beschreibt ein glänzendes Gestein, das sich aus den beständigen Mineralen wie Calcit, Aragonit oder Dolomit zusammensetzt. Grundsätzlich ist Marmor also als Carbonatgestein zu bezeichnen. Marmor wird auch als metamorphe Gesteinsart bezeichnet,

Was bedeutet "metamorphe" Gesteinsart?

der Begriff Metamorphose kommt aus dem Griechischen und bedeutet frei übersetzt "Gastaltsumwandlung". Als Gesteinsmetamorphose wird die Gesamtheit der Prozesse bezeichnet, welche zu Veränderungen einer mineralogischen Zusammensetzung und/oder des Gefüges von Gesteinen im festen Zustand führen. Die Ursache für eine Gesteinsmetamorphose sind die Aussetzung eines Carbonat-Ausgansgesteins durch massive Hitze und Druck im Erdinneren und anschließender anschließend Rekristallisierung. Diesen Vorgang nennt man auch einen geologisch/tektonischen Prozess. Marmore können sich ab einem bestimmten Druck- und Temperaturniveau auch "duktil"verformen, das heißt Sie können Falten und Fließgefüge aufzeigen.

Zusammenfassend, Marmor entsteht durch eine Umwandlung (Metamorphose) von Kalkgesteinen- oder anderen Gesteinen, die eine hohe Menge an Karbonat enthalten. Marmore kommen weltweit und in verschiedensten Farben vor wie z.B. schwarzgestreift über gelb, grün, rosa, weiß, rote, teilweise braun, bläulich und graublaue. Grund dafür sind verschiedene, färbende Substanzen wie z.B. Eisen, Mangan oder Chrom. Kalkstein und auch Marmor lässt sich leicht bestimmen, weil er in verdünnter Salzsäure löslich ist.

Marmor ist nicht immer gleich Marmor

Warum? Vielerorts und vor Allem umgangssprachlich wird das Gestein Travertin oft fälschlicherweise als "Marmor" bezeichnet. Travertin gehört wie Marmor ebenfalls zur Familie der Kalksteine, wird aber vor allem um heiße (z.B. Thermalquellen) und kalte Quellen gebildet. Voraussetzung für die Bildung des Gesteins bildet saures Wasser, das über die Kohlensäureverwitterung Calcium aus dem Ursprungsgestein löst. Das bedeutet, dass Marmor und auch Kalksteinvorkommen für die Bildung Travertin als Carbonatlieferant die Grundlage bilden. Travertine sind in den meisten Fällen sehr junge und poröse Gesteine, die im Quartär gebildet wurden. Travertin ist im Gegensatz zu Marmor kein metamorphes Gestein.

Wie unterscheiden sich Marmor, Kalkstein/Travertine?

Der entscheidende Unterschied zwischen Marmor und Kalkstein sie die Härte und Dichte des Gesteins, bei Marmor sind beide Werte wesentlich höher obwohl beide Gesteine chemisch gleich aufgebaut sind.

Ein typisches Kennzeichen des Marmors ist das Fehlen von Fossilien, diese würden bei einer Metamorphose des Gesteins zerstört werden. Bei Travertinen können deutlich sichtbare Fossilien wie Ammoniten, Muscheln, Belemiten vorkommen.

Marmor hat außerdem eine ausgeprägte, kristalline Struktur. Travertine hingegen, haben eine dichte aber auch unregelmäßig und ausgebildete Kalksteinstruktur.



Enstehung, Merkmale und Fakten des SALLA MARMOR



Das Vorkommen des Salla Marmors gehört zu den Marmoren der Almhausserie, des Stub-/Gleinalmkristallin (Ostalpin - Grundgebirgssegment), wird ebenso in der tektonischen Serie der "Glimmerschieferserie" bzw. des "Glimmerschieferkomplex" eingestuft und kann enstehungsgeschichtlich ins Devon eingereiht werden. Das Alter wird daher aud rund 380MJ Jahre angegeben. Der Marmorstrang hat eine Größe von rund 10 bis 50 Mio. m³, getrennt durch Paragneise (=sedimentäre Gesteine) und schwarze Schieferlagen. Entstanden ist der Salla Marmor, wie oben erklärt durch eine Gesteinsmetamorphose in Tiefen von bis zu 15 Kilometern unter großem Druck und Temperaturen von 250 bis 700°C.

Im Bereich um Salla lagert Marmor in verschiedenen Färbungen. Salla Marmor hat eine ausgeprägte Bankung (unter Bankung versteht man ein deutlich sichtbares, meist horizontal abgelagertes Schichtgefüge) und Bänderung, vorwiegend durch Glimmerlagen. Weitere Eigenschaften des Salla-Marmor sind Hohe Primärhärte, hohes Reflexionsvermögen, Frostbeständigkeit, Salzbeständigkeit insbesondere Meersalzbeständigkeit. Die Abbaugebiete von Salla Marmor befinden sind südlich der Ortschaft Salla (Klammgraben), erstrecken sich aber von Salla aus auch im Schrott- und Oswaldgraben bis nach Gallmansegg. In diesen Gebieten gibt es aktuell noch einige aktive Abbaue.



Was den SALLA MARMOR so besonders macht...



ist vor allem seine weiße (= Farblosigkeit in Verbindung mit Helligkeit) und geochemische Reinheit. Sicher gibt es auch Marmore mit besseren Weißqualitäten, diese haben aber meist eine geringere chemische Reinheit. Liegt der Calciumcarbonatgehalt (CaCO3) zwischen 95 bis < 98% so spricht man von "reinem", liegt er bei 98-99% von "hochreinem" und >99% von "reinsten Kalk". Nach diesem Kriterium beurteilt ist Salla Marmor an vordester Stelle zu nennen.

Der Marmor wird vor allem zu Sanden und Steinmehl verschiedener Körnung verarbeitet. Als ultrafeines Calciumcarbonat (GCC) weiterverarbeitet, ist der höchstwertige Salla Marmor, bei der Industrie als Füllstoff für die Papier-, Kunststoff-, Farben und Lackherstellung sowie auch als Weißputz und -zemente gefragt. Potentiell gibt es auch vielseitige Einsatzmöglichkeiten in der Eisen- und Stahlindustrie, der chemischen Industrie und in den Umweltbereichen, in welchen Salla Marmor z. B. zur Entschwefelung der Rauchgase des Dampfkraftwerkes Voitsberg III der ÖDK genutzt wurde. Auch hochwertiger grauer bzw. gebänderter Salla Marmor findet Verwendung für Splitte und Dekorsteine. Salla Marmor tritt in wirtschaftlich interessanten Mengen auf und die Vorkommen sollten noch für Generationen gesichert sein. Durch sich immer erneuernde Abbautechniken bleibt auch der Salla Marmor für den Normalverbraucher leistbar.



Geschichte über den Marmorbruch rund um Salla



Das Vorkommen von Marmor im Gebiet um Salla ist seit dem Mittelalter bekannt, so sind z. B. in der Pfarrkirche Salla gotische Werkstücke aus heimischem Marmor eingebaut. Wiederentdeckt wurde das Vorkommen dann im 19. Jahrhundert, und weite Verbreitung fand der Salla-Marmor durch den „K.R. Hofsteinmetzmeister“ Grein. Viele Bauten wurden mit Salla-Marmor ausgestattet, und verschiedene bedeutende Bildhauer (z. B. Hockstock, F. J. Unterholzer, Gustinus Ambrosi) arbeiteten mit Salla-Marmor. Die Marmorblöcke für die Bildhauer und Steinmetze wurden zumeist händisch gewonnen. Im Klammgraben bestanden zwei Marmorbrüche: der "Klammbruch" und der "Gregerbauerbruch". Sie waren bis in die 60iger Jahre unseres Jahrhunderts in Betrieb. Nächst der sogenannten "Almbrücke" und unterhalb der Burgruine Klingenstein betrieb der Köflacher Steinmetzmeister Blöschl Marmorbrüche.

Unübersehbar ist die Zahl der aus Marmor hergestellten Altartische. In vielen Kirchen (Stadtpfarrkirche in Leibnitz, Herz-Jesu- und Leonhardkirche in Graz usw.) ist der Unterbau aller oder einzelner Altäre aus diesem Marmor. In wirtschaftlicher und kultureller Blütezeit diente der Sallamarmor bei zahllosen Stiegen (z.B. Technische Hochschule Graz) nicht nur als Ausdruck der Wohlhabenheit, sondern auch als Mittel prunkvoller Architektur. Auf den steirischen Friedhöfen finden sich Tausende von Steinen aus Salla-Marmor.



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