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Steinbruch in der Streitsdöll EarthCache

Hidden : 4/30/2014
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:

-Der "Steinbruch in der Streitsdöll" ist ein Geopunkt des Geo-Naturparks Bergstrasse Odenwald-

Streitsdöll

Quer über dem Höhenrücken der Tromm erstreckt sich ein Areal, in dem das Gestein aus gefärbtem Granit besteht. Am westlichen Ende des Areals in der Gemeinde Zotzenbach baute man den Granit bereits Ende des 19. Jahrhunderts ab. In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts begann der Abbau am östlichen Ende, hier am Hang der Streitsdöll. Der Steinbruch wurde von Steinmetzbetrieben aus der Region betrieben. Sie nutzten die Eigenheit des Gesteins am Streitsdöll-Hang, das wesentlich feinkörniger ist als beim gegenüber liegenden Borstein. Gewonnen wurden grob gehauene Granitblöcke verschiedener Größen. Die Arbeiten begannen an einer Felsgruppe die heute als Grottenloch bekannt ist. Da die Qualität des Gesteins den hohen Anforderungen nicht genügte, welches es erfüllen sollte, wurden die Arbeiten 70 m weiter nordöstlich fortgesetzt. Diese Felsengruppe nannte man „Hoher Stein“. Hier entstand durch den Abbau im Laufe der Jahre eine Felswand von 30 m und im Zenit 15 m Höhe. Für den Abtransport des Gesteins stand ein Schienensystem mit Loren zur Verfügung, die den Abraum auf eine Halde und die gewonnen Quader an eine Rampe am unteren Hang brachten. Von dort aus wurden sie mit LKW oder Pferdefuhrwerken zum Bahnhof transportiert. An diesem Steinbruch waren rund 10 Arbeiter beschäftigt. Einige von ihnen nur halbtags, weil sie darüber hinaus noch in der Landwirtschaft uns als Handwerker beschäftigt waren. Die Hälfte von Ihnen stammten aus Scharbach und sind Namentlich bekannt. Die Arbeiten kamen kriegsbedingt um 1943 zum erliegen.

Der Trommgranit in dem Steinbruch Streitsdöll setzt sich aus Feldspat, Quarz und Glimmer zusammen. Das Gefüge entstand, als das Gestein in einer Tiefe von 10 bis 15 km Tiefe aus einer Schmelze auskristallisierte. Während sich das Gestein in Tiefen über 10 km bei hohen Temperaturen ganz langsam plastisch verformte, entstanden in geringeren Tiefen Brüche. Im Laufe der Erdgeschichte gelangte das Gestein aus geringeren Tiefen an die Oberfläche. Dabei entstanden Spannungen, welche letztendlich zu Bruchbildungen führten. Es entstanden große Klüfte und Störungen. Diese durchziehen den Trommgranit im gesamten Steinbruch. Wasser mit gelösten Säuren konnte immer wieder in das Gestein eindringen. Dadurch wurde Feldspat und Glimmer zu Ton umgewandelt. Das Gestein verwitterte ausgehend von den Klüften und Störungen zu Grus. Während das Gestein am Wandfuß kaum verwittert ist, wurde der Grus um die Klüfte an der Oberkante ausgewaschen. Für die Steinhauer waren die Klüfte und Störungen Fluch und Segen zugleich. Das Gestein konnte entlang der Brüche leichter gewonnen werden, während verwitterter Granit unbrauchbar war.

Durch den Bergbaubetrieb sind die Klüfte und Störungen in dem Steinbruch Streitsdöll wie kaum an anderen Plätzen in dieser Gegend sehr gut zu erkennen. Im Odenwald wurden in der Vergangenheit viele historische Steinbrüche mit Erdaushub aufgefüllt oder sind nicht zugänglich. Aus diesem Grund ist dieser Steinbruch geologisch und naturhistorisch wertvoll.

Auf den Infotafeln gibt es noch einiges Interessantes über diesen Steinbruch zu erfahren und die Antworten zu den Fragen findet ihr jeweils an den angegeben Koordinaten.

Die Fragen sind:

Stage 1) N 49° 36.873 E 008° 49.012

A) Wie ist der Granit gefärbt, der sich über den Höhenrücken der Tromm erstreckt:

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Stage 2) N 49° 36.850 E 008° 48.973

B) Vor wie vielen Millionen Jahren kristallisierte das Gestein aus einer Schmelze aus.

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C) An der Oberkante der Wand wurde die Form der Granitblöcke durch Verwitterung verändert.

Wie ist die Form der Granitblöcke an der Oberkante der Wand:

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D) Wie entstanden die Schleifmarken ("Harnische") im Gestein:

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E) Was glaubst du, warum das Gestein nicht weiter in die Tiefe abgebaut wurde:

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Um den Cache als Fund zu loggen, schickt bitte eine E-Mail (über den GC-Account) mit den Antworten an mich. Ihr könnt sofort loggen. Ich melde mich wenn irgend etwas nicht stimmt. Als Gruppe reicht eine Nachricht mit den Namen aller Beteiligten.

Über ein Foto von euch in der näheren Umgebung des Steinbruches würde ich mich freuen. Das Foto ist jedoch keine Logbedingung.

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