
Hier der Bericht aus der Schwäbischen Zeitung:
Ellwangen-Rattstadt / sj „Diesen Weg auf den Höh’n bin ich oft gegangen...“, heißt es im bekannten Rennsteig-Lied. Doch nicht nur der Thüringer Wald hat seinen Höhenwanderweg, sondern seit 1. Mai, auch Rattstadt.
Der „Rattstadter Höhenweg“ mit Albblick, ein hintergründiger, aber auch gelungener und mit viel Mühe, Kreativität und Liebe entstandener Maienscherz der Anwohner, soll eine Persiflage auf den (in ihren Augen) „überdimensionierten Monsterwall“ am neuen Siedlungsring Brühl II sein. Den ausgeschilderten Höhenweg zieren Gipfelkreuz, Sitzbank, Fernrohr und ein Drehkreuz, „damit die Kühe zurückgehalten werden“.
Die Begehung der Nordroute, die Familienroute, dauert laut Info-Tafel 6,3 Minuten, die Südroute (nur für Trittsichere) drei Minuten. Erstbesteigung war am 1. Mai um 2.30 Uhr. Der Weg zum Gipfelkreuz lohnt sich, wie mehrere Einträge im Gipfelbuch beweisen. „Super Aussicht“, „schönes Panoramabild“ und „Blick über Rattstadt“, heißt es da beispielsweise. Und, so ein Wanderer: „Endlich ein Höhenweg in Rattstadt. Bin gespannt, wie der Kaiserschmarren in der Hütte schmeckt.“ Sogar vom Bodensee war eine Person da, sie schrieb: „So schnell war ich noch nie am Gipfelkreuz.“
Der Erdwall sei als Schallschutz für das Baugebiet Brühl gedacht, erklärt Bürgermeister Volker Grab, der sich ebenfalls verewigte: „Herrlicher Ausblick über Rattstadt und das entstehende Baugebiet. Grüße aus dem Rathaus. V. Grab.“
(Erschienen: 04.05.2014 19:05)