Die Glocke im See
Dieser Tradi führt Euch wieder einmal in die Natur und zwar in das Feuchtgebiet "Polder Glies". Von Cache aus habt Ihr einen super Ausblick auf das Naturschutzgebiet "Sellstedter See und Ochsentriftmoor".
Der Cache befindet sich im Naturschutzgebiet und zum Bergen der Dose müssen die offiziellen Wege nicht verlassen werden.
Benutzt bitte nur den ausgewiesenen Weg um zum Cache zu kommen.

Hier ein paar Info´s zum Naturschutzgebiet (vor Ort gibt es natürlich noch mehr davon):
Feuchtgebiet „Polder Glies“ am Sellstedter See. In diesem Gebiet wurde im Jahre 1959 eine großräumige Entwässerung durchgeführt, um neue Flächen für die Landwirtschaft zu gewinnen. Durch Moorzehrung sackte der Boden an vielen Stellen ab und wurde wieder feuchter. Auch durch Schöpfwerke, die immer wieder das Wasser aus dem Polder gepumpt haben, konnte die Landwirtschaft nur unter erschwerten Bedingungen betrieben werden. Im Herbst 2006 wurde dieser ca. 85 ha große Bereich durch eine Kompensationsmaßnahme der Seestadt Bremerhaven für den Bau des Gewerbegebietes Luneort wieder zu einer Naturlandschaft entwickelt. Innerhalb kürzester Zeit hat sich hier mit steigendem Wasserpegel und einkehrender Ruhe eine Vielzahl neuer Tierarten eingefunden. Der im Bereich des Polders errichtete Beobachtungsturm offenbart einen grandiosen Blick auf die Weite der Landschaft vom Naturschutzgebiet „Sellstedter See und Ochsentriftmoor“ im Westen und Norden bis zum bewaldeten Kührstedter Geestrücken im Nordosten.
Doch nun zum Cachenamen:
Der Sage nach soll während des Dreißigjährigen Krieges folgendes Szenario stattgefunden haben:
Als sich die Kampfhandlungen des Krieges der Region näherten, wollte jeder noch alles was ihm wertvoll war in Sicherheit bringen. So taten es auch die Brameler Bürger und dachten dabei zuletzt auch noch an ihre geliebte Kirchenglocke. Doch wie sollte man diese in Sicherheit bringen ? Die Idee war dann letztendlich, die Kirchenglocke im Sellstedter See zu versenken und sie nach dem Krieg zu bergen. So wurde die Glocke also vom Turm geholt und zum See gefahren. Hier wurde sie dann auf einen Kahn geladen und mitten im See versenkt. Um sich die Stelle zu merken, an welcher man die Glocke versenkt hatte wurde eine große Kerbe in den Kahnrand geschnitten.
Nach dem Krieg wollte man die Glocke dann bergen und stellte fest, dass die Kerbe wohl noch im Kahnrand war aber die Stelle, an welcher die Glocke versenkt wurde, ward nie wieder gefunden. So liegt die Glocke immer noch im See und wartet darauf gefunden zu werden.
Quellennachweis:
Die Sage steht so geschrieben im Buch "Hake Betken siene Duven" Das große Sagenbuch aus dem Land an Elb- und Wesermündung.
Bitte einen Stift mitbringen !