
Quellkuppe
Zur Zeit der tertiären Vulkanaktivität der Hocheifel, also vor 30-36 Mio Jahren, drang eine zähflüssige Gesteinsschmelze bis nahe an die Erdoberfläche. Es kam jedoch nicht zur Eruption. Unter der Erdoberfläche bildete sich ein massiver kuppelförmiger Magmakörper. (siehe Skizze)

Das Magma erstarrte teilweise in regelmäßigen, bis 3 Meter Durchmesser großen Säulen, die hier im ehemaligen Steinbruch an der Südwestseite des Selberges gut zu sehen sind.
Die Säulenbildung beruht auf der Kontraktion der Gesteinsschmelze bei der Abkühlung. Durch das Auftreten von Zugspannungen entsteht ein mehr oder weniger gleichmäßige Klüftung, die zur Absonderung vorwiegend sechseckiger Säulen führt. Diese Säulen stehen senkrecht zur Abkühlungsfläche. In den Randbereichen der Quellkuppe gehen die groben Säulen in eine bankige und plattige Schichtung über. Das Gestein der Säulen wurde und wird Phonolith genannt, inzwischen wird es von Petrologen als Benmoreit bezeichnet, es handelt sich aber um das selbe Gestein.(der Begriff Selbergit ist nicht auf den Selberg hier zu beziehen!)
Phonolithe sind alkalische vulkanische Gesteine von porphyrischem Gefüge. Es treten dann meist die Alkalifeldspäte als Einsprenglinge auf. Selten sind, wie im Phonolith vor Ort Einschlüsse von Hornblendenadeln von bis zu 2 cm Größe zu sehen. Für Vulkanite recht ungewöhnlich ist die Neigung vieler Phonolithe zu einem dünnplattigen Abspalten. Die dünnen Platten haben einen hellen Klang, daher auch der alte deutsche Name Klangstein. Die plattige Absonderung rührt meist daher, dass sich kleine nadelförmige Minerale durch die Bewegung des flüssigen Magmas in Fließrichtung ausgerichtet haben. Benmoreit unterscheidet sich von Basalt in der Farbe und der Festigkeit, da das anstehende Gestein auch viele kleine Gasbläscheneinschlüsse aufweist. Das Gestein tritt meist innerhalb von Kontinenten und fern einer zugehörigen Gebirgsbildung auf. Oft steht es im Zusammenhang mit einer Grabenbildung. Typische Beispiele hierfür sind die Gebiete um den Laacher See, die Eifel, die Rhön, der Kaiserstuhl und der Vesuv. Ausgeflossene Basalte bilden meist große Flächen, während das zähflüssige Magma als phonolithische Gestein meist als Kuppeln oder Schlotfüllungen auftritt. Die Farbe des Gesteins ist vielfältig, variiert zwischen braun, grau, grün und rötlich. Begründet wird die Farbe von Phonolith durch die Haupt- und Nebengemengteile an Mineralien.
(R1)
Hornblende
Die eisenreiche Hornblende ist ein besonders wichtiges Amphibol (Silikat), die neben Eisen hohe Anteile an Calcium,Natrium und Magnesium enthält. Sie kann sowohl in magmatischen, als auch in metamorphen Gesteinen auftreten. Die Farbe von Hornblende kann grün, graugrün, schwarzgrün, braungrün, braun oder schwarz sein. Amphibole bilden eine überaus vielfältige Gruppe dunkler Minerale. Je nachdem, welche „Zutaten“ im Gestein vorkommen, bilden sich die unterschiedlichsten Kombinationen. Die Hornblende, die in diesem Gestein vor Ort vorkommt kristallisierte in der tieferen Erdkruste zu Einsprenglingen aus, während das Phonolith recht oberflächennah mit den entstandenen Hornblendenadeln im Erdmantel langsam erstarrte. Im nahen Ort Quiddelbach sind viele Häuser mit Benmoreit (Phonolith) Bruchsteinen gemauert, auch die St.-Apollinaris-Kapelle.
Übrigens ist Phonolith das Gestein des Jahres 2014
Aufgaben
1: Beschreibe das Phonolith/Benmoreit und die Hornblendenadeln im Steinbruch vor Ort mit eigenen Worten!(eventuell Lupe mitnehmen) Gehe dabei auf Form, Farbe und Härte ein!
2: Sind die Hornblendenadeln gleichmäßig in den Säulen verteilt oder treten sie konzentriert punktuell im Gestein auf? Schau Dir die Säulen an.
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Quellen: Wiki , Tafel vor Ort, Müller Steinreiche Eifel, Kristallin.de, steine-und-minerale.de, Bilder und Skizzen eigene.