Kurze Geschichte der Soldatenheime
Schon Ende des 19. Jahrhunderts wurden diese Einrichtungen in den größeren Garnisonsstädten geschaffen. Träger waren christliche Jünglingsvereine. Bis in die 70er Jahre wurden sie an die Evangelische oder Katholische Soldatenbetreuung (EAS / KAS) abgegeben, welche seit den 50er Jahren auch eigene Heime aufbauten. Die Aufgabe der Soldatenheime wandelte sich über die Jahre. Ursprünglich als Erbauungs- und Erholungsmöglichkeit für Wehrpflichtige gedacht, wurden sie zur Begegnungs- und Freizeitstätte auch für die zivile Bevölkerung. Sie bereicherten das Freizeitangebot vor Ort beispielsweise mit Kegelbahn, Billard, Disco, Theater- und Filmvorführungen, usw. Doch auch Speisen und Getränke zu moderaten Preisen lockten. Viele Vereine und Stammtische hatten dort ihre Heimat. Zudem konnte meist ein Saal für Feiern sowie Gästezimmer gebucht werden. Mit der drastischen Truppenreduzierung bei der Bundeswehr wurden viele Kasernen und Standorte aufgegeben - Und damit schlossen auch die dortigen Soldatenheime. Mit der Abschaffung der Wehrpflicht ging sogar der ursprüngliche Kernauftrag verloren. Dazu kommt noch das geänderte Freizeitverhalten, sodass weiteren Einrichtungen das Aus droht. Im Mai 2014 wurden im Bundesgebiet noch 20 Soldatenheime betrieben. Diese werden nun in "OASE" umbenannt und das Konzept auf neuere Erfordernisse angepasst.
Das Soldatenheim "Haus Fischbeker Heide"
Es wurde 1977 eröffnet und war vielen Soldaten der angrenzenden Röttiger-Kaserne und Einwohnern von Neugraben-Fischbek eine beliebte Anlaufstelle. Die Kaserne wurde 2005 endgültig geschlossen, das Soldatenheim bereits 2003. Eine längerfristige Nachnutzung fand sich nicht, so stand das Gebäude über die Jahre leer. 2011 wurde es dann abgerissen. Heute sind noch die Parkplätze und eine große Baugrube zu sehen.
LP-Fotoserie
Ich habe 2009 ein paar Fotos vom Verfall des Gebäudes geschossen. Zufällig fuhr ich beim Abriss dort vorbei und habe auch diesen festgehalten. Wer Interesse hat, kann sich gern die FOTOSERIE anschauen.
Der Cache
Ich hätte gern etwas schickeres versteckt, doch leider entsorgen hier zweitweise einige Vollpfosten ihren Sperrmüll und Gartenabfälle. Ihr braucht nicht in solchen Hinterlassenschaften, dem wucherndem Bodengrün und keinesfalls hinter der Absperrung oder gar in der Baugrube suchen! Es ist fast ein Drive In: Freie Parkplätze gibt es reichlich, es sei denn die Sporthalle wird gerade mal genutzt.
Macht bitte keinen Ausflug auf das Kasernengelände!
Der löcherige Zaun ist kameraüberwacht und der Sicherheitsdienst schnell vor Ort!
Dieser Cache ist auch auf opencaching.de gelistet