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Neckendorf 2001 - Erdfall oder Tagesbruch? EarthCache

Hidden : 5/23/2014
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:

Hier steht Ihr auf der ehemaligen B180. Durch mehrere Verbrüche wurde diese Straße gesperrt und umgeleitet. Nur ein immer noch beeindruckendes Loch zeugt davon.


Über einem Hohlraum mit nicht dauerstandsicheren Deckschichten kann es unter bestimmten Voraussetzungen zu einem Verbruch an der Tagesoberfläche kommen. Sowohl bei natürlichem als auch bei bergmännischem (künstlichem) Ursprung der verbrechenden Hohlräume sind beide Einsturzbilder an der Tagesoberfläche sehr ähnlich, da der Verbruchmechanismus der Deckschichten  gleichen fels- bzw. bodenmechanischen Gesetzen folgt.

 

 

 

Tagesbruch:

 

Ein Tagesbruch stellt aus gebirgsmechanischer Sicht die Endphase eines als Hochbruchprozess bezeichneten dynamischen, dreidimensionalen Verbruchvorganges mit Durchschlag zur Tages- oberfläche im Locker- oder Festgestein dar. Beim Verbrechen des Deckgebirges über einem Hohlraum bildet sich als Idealform in der aktiven Verbruchzone ein senkrecht stehender Hohlraum aus. Unter steter Einwirkung der Schwerkraft arbeitet sich progressiv ein Volumen- und damit gleichzeitig Massendefizit senkrecht in Richtung Tagesoberfläche vor.  Grundvoraussetzung für einen Tagesbruch ist die Existenz von bergmännisch angelegten Hohlräumen. Nicht jeder Bergbauhohlraum muss jedoch zwangläufig zum Tagesbruch führen.

 

Erdfall:

Die Definition des Erdfalles ist in der Fachliteratur sehr allgemein gehalten und nicht immer widerspruchsfrei. Bereits MEYN (1850) versteht unter einem Erdfall einen plötzlichen, trichterartigen oder kesselförmigen, scharf begrenzten, kreisförmigen Einsturz an der Erdoberfläche durch unterirdische Auslaugung von Salz, Gips oder Kalkstein.

 

Geologie vor Ort:

 

Als ein sehr beeindruckendes Beispiel für Verbrüche im bedeckten Karst können die

Verbrüche bei Neckendorf auf und an der Bundesstraße B 180 im Randbereich der

Mansfelder Mulde aufgeführt werden (HEROLD at al.). Am 31.10.1986 und 13.06.1987

ereigneten sich zuerst in einer Kleingartenanlage und später 35 m entfernt

unmittelbar im Fahrbahnbereich der B 180 zwei große Verbrüche. Der Verbruch-

durchmesser in der Kleingartenanlage betrug 10,5 m, die Tiefe 7,2 m. Der Verbruch im

Straßenbereich wies einen anfänglichen Durchmesser von ca. 6 x 7 m auf, die Teufe

wurde mit 30 bis 35 m angegeben. Nach der Verfüllung der Verbrüche mit

Haldenmaterial des Kupferschieferbergbaues kam es in den Folgejahren wiederholt

zu Nachbrüchen mit teilweisen Erweiterungen, insbesondere am Verbruch in der

Kleingartenanlage. Der Verbruch im Bereich der B 180 wurde 1993 durch ein mit

Geokunststoff bewehrtes Kiespaket auf einer Länge von 60 m gesichert. Eine

Bewegungssensorik an der Basis des Sicherungssystems wurde mit einer

Warnanlage gekoppelt, die bei eintretenden Deformationen ein optisches Signal

aktivieren und eine Straßensperrung auslösen sollte. 2001 kam es zu einem

trichterartigen Nachbruch auf der Bundestraße. Nach einer teilweisen Verfüllung ist diese Stelle nicht mehr befahrbar und Platz für diesen Earthcache.

 

Quelle: http://www.dr-gmeier.de/onlineartikel/oa0032.pdf

 

 

 Der Verbruch         (Bild by Owner)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unklar ist nach Meinung der Fachleute ob es vor Ort ein Erdfall oder ein Tagesbruch ist, denn das Verbruchgebiet Neckendorf befindet sich nur ca. 400 m nördlich des Kupferschieferausstrichs. Im Untergrund verläuft die 2. Sohle (Niveau -50 m NN) des Mansfelder Kupferschieferbergbaus. Die Verbrüche am Nordhang des Hüttengrundes bei Neckendorf verdanken ihre Entstehung laut Literaturangaben den im Untergrund noch vorhandenen Steinsalzresten. Sie konnten sich im Neckendorfer Gebiet infolge des steileren Einfallens der Schichten an der Nordflanke des Hornburger Sattels erhalten. Als sie im Zuge der Flutung des Grubenfeldes der Mansfelder Kupferschieferbergbaus wieder unter Wasser gerieten, verursachte ihre Auflösung den Verbruch.  

 

Quelle: http://kupferspuren.artwork-agentur.de/index.php?option=com_content&task=view&id=337&Itemid=58   

Blick zum Verbruch, Platz zum Beantworten der Fragen (Bild by Owner)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und nun die Fragen: Sendet die Antworten an meinen GC-Account, Ihr könnt dann gleich loggen, wenn etwas unklar ist, hört Ihr von mir ;)

 

Das direkte Gebiet des Erdfalls ist abgesperrt und darf und muss nicht betreten werden!

 

1.     Versuche mit eigenen Worten zu beschreiben was hier im Untergrund passiert ist, um diese Verbrüche entstehen zu lassen.

2.    Was meinst Du, ist es ein Erdfall oder ist der Verbruch auf Grund der bergmännischen Tätigkeit entstanden? Versuche deine Meinung zu begründen.

3.    In welcher Richtung könnten weitere Verbrüche auftreten? In Nord-Süd oder in Ost-Westrichtung?

4.    Ein Foto mit Blick zum Verbruch wäre sehr schön, ist aber keine Logbedingung und absolut freiwillig.

Additional Hints (No hints available.)