Die Wallfahrtskapelle "Maria Hilf" auf dem Wannenberg bei Meßhofen kann auf eine längere Geschichte zurückblicken. Auch wenn bis zur Säkularisation das gläubige Volk zum Gnandenbild Maria Major nach Schießen pilgerte, so hat sich die Wannenkapelle vor allem seit dem 19. Jahrhundert zu einem volkstümlichen Gnadenort in Schwaben entwickelt.
Der Ursprung der Wallfahrt geht in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges zurück. In der Klosterchronik wird überliefert, dass P. Franziskus Doser im Kloster zurückblieb, obwohl die andere Patres vor den Schweden geflohen waren. Als Bauer verkleidet, wollte er in der harten Zeit des Krieges dem ausgeplünderten Volk als Seelsorger beistehen. Bei einem erneuten Einfall des Feindes hatte er versucht, zu entkommen; aber er wurde gefasst und am Wannenberg an einer Eiche aufgehängt.