Sonja, unser Fräulein vom Amt, sitzt mit einer heißen Tasse duftenden Kaffees vor einer alten Bäckerei und denkt an zurückliegende Tage. Sie befindet sich heute in ausgesprochen nostalgischer Stimmung. Und das geschah so:
Eigentlich wollte sie an ihrem freien Tag nur einen kurzen Bummel durch die Innenstadt machen. Aber da sah sie das neu eröffnete Straßencafé und hatte plötzlich Lust auf eine Tasse des köstlichen Getränks. Sie suchte sich einen freien Platz und sah erstaunt die umfangreiche Getränkekarte. Unter der Rubrik Kaffee fanden sich Angebote wie Moccacino Bärlauch Milchschaum fettarm kalorienreduziert oder Latte macchiato Caramel. Auch mit einer etwas längeren Aufzählung von Frappuccino Fruit, die sich offenbar in ihren perversen Geschmacksrichtungen strawberry-, blackberry-, currant-, melon- or rhubarb-flavoured unterschieden, konnte sie nicht allzu viel anfangen. Überhaupt erinnerten die an den einzelnen Tischen stehenden Getränke eher an eine Ausstellung zum Thema „Miraculix der Druide“. Eine Werbetafel informierte die Besucher über die bevorstehenden Jelly Weeks. Hmm, Kaffee mit Marmeladengeschmack, sicher interessant.
Als die jugendlich wirkende Bedienung die Bestellung entgegennehmen wollte, war Sonja zwar etwas verunsichert, brachte ihren Getränkewunsch aber dennoch laut und klar über ihre Lippen: "Ein Kännchen Bohnenkaffee bitte!"
Die Gespräche im Café verstummten. Am Nachbartisch flüsterte ein Pärchen so etwas ähnliches wie "Das musste ja mal passieren...".
Die Bedienung reagierte, vermutlich durch einen Lehrgang auf solch merkwürdige Wünsche vorbereitet, souverän und verkündete, mit einer Mimik zwischen Abscheu und Mitleid, dass dieses spezielle Getränk nur während der Rokokowochen auf der Karte stehe. Vollends verwirrt bestellte Sonja einen kleinen Orangensaft, den sie eilig austrank, bezahlte und die Hexenküche verließ.
Wieder an der frischen Luft erinnerte sie sich an die Bäckerei und dass es dort für gewöhnlich echten Kaffee, zubereitet aus gemahlenen Bohnen und heißem Wasser gab.
Ausgelöst durch den Geruch des offenbar historischen Getränkes erinnert sie sich an ihre wilde Zeit, an die Treffen mit Monsineur Diemant und die abenteuerliche Art, in welcher diese stattfanden. Er hatte sie damals bei einer Tasse Kaffee um ihre Telefonnummer und ein gemeinsames Treffen gebeten. Aber so leicht hatte sie es ihm natürlich nicht gemacht. Bevor sie sich auf eine Verabredung einließ, sollte er erst seine Intelligenz und Ausdauer unter Beweis stellen. Sie schrieb ihm folgendes auf einen Zettel und verabschiedete sich von ihm.
941/1336
697/1477
770/1477
770/1477
697/1477
770/1209
941/1336
852/1336
852/1477
852/1209
770/1336
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Eine Woche später fand das erste von vielen gemeinsamen Treffen statt. Der Hinweis auf den geheimen Ort der Verabredung ist noch heute vorhanden. Vielleicht könnt ihr ihn ja richtig interpretieren und den alten Treffpunkt finden.
Normalerweise endet die Geschichte hier. Und wer bereits weiß, wie er an die bis jetzt geheim gehaltenen Informationen kommt, kann getrost aufhören zu lesen.
So, du hast also keine Ahnung wie du an die Informationen kommen sollst oder bist nicht im Besitz solch faszinierender Technik. Und trotzdem willst du das Geheimnis lüften.
Na dann, nimm dein "Eifohn" und besorge Dir die Infos.
Hier wird Dir geholfen:
flotte_sonja@eschis.de