Bornkasten:
Geht man in die späte Eisenzeit zurück, so sind als frühestes Zeugnis der Siedlungsgeschichte zunächst die bei Nomborn auf dem Bornkasten entdeckten Reste eines Steinwalles von Bedeutung. Die Höhe des Bornkastens beträgt etwa 320m über NN. Durch die Topographie des Bergrückens, der nach Norden und Westen sehr steil, nach Osten weniger steil und nach Süden schwächer abfällt, wurden künstliche Schutzvorkehrungen nur an der Ost- und Südflanke notwendig. Möglicherweise war dem mindestens vier bis fünf Meter hohen Wall ein zweiter, kleinerer Wall vorgelagert, bei dem es sich allerdings auch um einen Grabenaushub handeln könnte. Die Streuung von kleineren und größeren Hüttenlehmbrocken, die Funde von kleinflächigen Lesescherben und eines kleinen fragmentierten Steinbeils das Vorhandensein einer Quelle mit heilkräftigem Wasser, schließlich auch die sich heute noch auf der Anhöhe befindliche Kapelle - all dies deutet darauf hin, dass der Bornkasten ein früheres Siedlungsgebiet war.
Wenn ihr vor den Objekten steht und in Richtung Süd-Osten schaut, seht ihr den Bornkasten.