Der Grenzgrund am Schermützelsee bei Buckow zeigt die Märkische Schweiz von seiner ursprünglichen und naturbelassenen Seite. Während am Ostufer der See bebaut ist, bleibt die Westseite mit ihren schroffen, steil abfallenden Höhenzügen dem Tagesbesucher verborgen. Der Grenzgrund und der naheliegende Lange Grund lassen sich entweder als Abzweig vom mit Rot markierten Uferwanderweg erschließen, oder vom Plateau aus Richtung Hasenholz.
Das Plateau führt bis fast an den See heran und fällt außerordentlich steil ab. Unterbrochen wird das Plateau durch die besagten Schluchten, die sich canonartig in den Rand eingeschnitten haben.
Enstanden ist die Kehle am Ende der letzten Eiszeit, als mit dem Abschmlezen und Absenken des heutigen Toteisblockes Schermützelsee sich Schmelzrinnen bildeten. Die beeindruckendeTiefe und Länge der Einschnitte entstand jedoch erst später durch die Erosion vom Plateau herab, verursacht durch Rodungen im frühen Mittelalter.
Der Name Grenzgrund geht voraussichtlich bereits auf das 13. Jahrhundert zurück. Von Westen her erfolgte die askanische Besiedlung und von Osten setzte Boleslav der Kahle deutsche Siedler über das Kloster Lebus an der Oder in seinem Land an . Das Gebiet um das Rote Luch und Buckow wurde für kurze Zeit Grenzland (Quelle: Geologie von Berlin und Brandenburg, Nr. 9: Oderbruch-Märkische Schweiz-Östlicher Barnim, Hrsg. von J.H. Schroeder und F. Brose, Berlin 2003).
Der Reiz des Grundes liegt in der Ursprünglichkeit und darin zu sehen, wie die Natur in tausenden von Jahren diesen Taleinschnitt geschaffen hat.

Bu: Vom Allgemeinen zum Spoiler
Achtung: Durch den Grenzgrund führt kein Wanderweg. Das Tal ist stark bewachsen und umgefallene Bäume die umgangen oder überstiegen werden müssen, behindern den Weg. Nach Regen oder im Winter nicht zu begehen. Teilweise sumpfige und matschige Oberfläche. Achtet auf Trittsicherheit. Die Baumstämme sind nach dem Regen rutschig.