Der Lange Grund am Schermützelsee bei Buckow zeigt die Märkische Schweiz von ihrer ursprünglichen und naturbelassenen Seite. Während am Ostufer der See bebaut ist, bleibt die Westseite mit ihren schroffen, steil abfallenden Höhenzügen dem Tagesbesucher verborgen. Der Lange Grund lässt sich entweder als Abzweig vom mit Rot markierten Uferwanderweg erschließen, oder vom Plateau aus Richtung Hasenholz.
Das Plateau führt bis fast an den See heran und fällt außerordentlich steil ab. Unterbrochen wird das Plateau durch die besagten Schluchten, die sich canonartig in den Rand eingeschnitten haben.
Enstanden ist die Kehle am Ende der letzten Eiszeit, als mit dem Abschmlezen und Absenken des heutigen Toteisblockes Schermützelsee sich Schmelzrinnen bildeten. Die beeindruckendeTiefe und Länge der Einschnitte entstand jedoch erst später durch die Erosion vom Plateau herab, verursacht durch Rodungen im frühen Mittelalter.
Der Name Langer Grund bezieht sich auf die Länge des Einschnitts. Dieser führt fast bis an die B 168 Müncheberg - Eberswalde. Im Zweiten Weltkrieg wurde diese geologische Besonderheit als Panzergraben ausgebaut , um der Roten Armee den Vormarsch Richtung BErlin zu erschweren. Spuren gibt es davon heute keine mehr zu sehen.
Der Reiz des Grundes liegt in der Ursprünglichkeit und darin zu sehen, wie die Natur in tausenden von Jahren diesen Taleinschnitt geschaffen hat.

Der Lange Grund vom Tal aus gesehen
Achtung: Durch den Langen Grund führt kein Wanderweg. Das Tal ist stark bewachsen und umgefallene Bäume die umgangen oder überstiegen werden müssen, behindern den Weg. Nach Regen oder im Winter nicht zu begehen. Teilweise sumpfige und matschige Oberfläche. Achtet auf Trittsicherheit. Die Baumstämme sind nach dem Regen rutschig.