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Lanzenaugen Traditional Cache

Hidden : 6/4/2014
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

Zum Cache:

Die Filmdose befindet sich nicht am Kunstobjekt, ruht euch kurz aus, findet eure Mitte und loggt. Bitte wieder genauso unauffällig verstecken. Wer wissen will wie Lunzenau wirklich zu seinem Namen gekommen ist, der sollte sich auch die Infotafel vorn am Wasser anschauen.




„Die Stielaugen-Sage“ oder „Wie Lunzenau zu Lunzenau wurde“

Es war vor einer Zeit, diese spielte noch keine Rolle und die Tage waren Stunden, die Jahre waren wie Wochen und der Augenblick das Wichtigste. Da zog sich der finstere und unheimliche Wald, auch Miriquidi genannt, von den Höhen des Erzgebirgskamms an den Ufern unseres Flusses bis in die Region unweit des Rochlitzer Berges.

Nur ganz vereinzelt wagten sich beherzte Siedler, bei ständiger Gefahr von wilden Tieren zerfleischt zu werden, in die wenigen Auen der Mulde. Hier gründeten sie kleine Weiler, betrieben bescheidene Landwirtschaft, gingen jagen und nutzten das Holz der Rodungen zum weiteren Ausbau ihrer Hütten. Fast unbemerkt von der weiten Umgebung entstand da, wo am Saum des Miriquidi der Fluss ein liebliches Tal bildete, eine kleine Siedlung. Ihre Bewohner gaben ihr den Namen Mühlhausen. Sie hatten unmittelbar nach der Sesshaftwerdung eine bescheidene Mühle neben ihren noch bescheideneren Hütten gebaut und waren darauf sehr stolz. Die Mühle war unentbehrlich, machten doch alle wichtigen Handelswege einen großen Bogen um diesen Flecken.

So lebten sie viele Jahrzehnte in tiefer Abgeschiedenheit, wussten sich aber in allen Dingen zu helfen und sicherten ihre Versorgung für ein erträgliches Dasein. Geschickt wie die Bewohner waren, fertigten sie Stoffe für ihre Behausungen, nähten sich Mützen sowie Strümpfe und aus dem Leder erlegter Hirsche entstanden putzige Schuhe. Sie waren nicht reich, aber zufrieden.

Die Überlieferung vermerkt auch namentlich einige Einwohner, darunter einen besonders tüchtigen Fischer namens Peter Heil. Er führte die Reusenfischerei mit wohl großem Erfolg ein.

Riesige Fische verfingen sich in seinem Flechtwerk. Ganze Familien wurden von einem Exemplar satt. Die Kunde davon trugen Waldläufer durchs Dickicht in die umliegenden Orte. Das weckte neben Ungläubigkeit auch Begehrlichkeiten. Angstvoll und doch von großer Neugier getrieben, näherten sie sich durch den dichten Forst dem Flecken Mühlhausen. Sie spähten, geschützt durch wildes Gestrüpp, nach dem Fischer und trauten ihren Augen kaum. Was sie eigentlich für eine Mär der Waldläufer hielten, war fast noch untertrieben. Gewaltige, fast menschengroße und silbrig glänzende Ungetüme holte Heils Peter aus seinen Reusen. So etwas hatten sie noch nicht gesehen. Nun traten den heimlichen Beobachtern vor Staunen die Augen wie Lanzen aus dem Schädel. Beeindruckt von dem Gesehenen liefen sie erregt zurück in ihre Orte. Hier wunderten sich die Daheimgebliebenen über den wundersamen Blick und die Lanzenaugen, später auch Stielaugen genannt, der Heimkehrer.

Der damalige Dialekt in der Gegend machte aus den Lanzenaugen die Lunzenaug. So kam es, dass jedem der staunenden Blickes und mit großen Augen durch die Gegend lief nachgesagt wurde, dass er wohl seine Lunzenaug beim Fischer Peter Heil geholt hätte. Und der Ort, wo dies alles geschah, das bescheidene Örtchen Mühlhausen, wurde über die Jahre die Stadt Lunzenau, „die Stadt, wo man vor Staunen Lunzenaug – Stielaugen“ bekommt!

Heute ehrt die Stadt ihren Vorfahren mit dem Stadtwappen, einem goldenen Fisch und einer stilisierten Reuse.

Aufgeschrieben nach einer gedanklichen Überlieferung von  P. Bock

Quelle: http://www.lunzenau.de/

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