Wer den heutigen Neckarverlauf südlich von Stuttgart auf der Landkarte genauer betrachtet, wundert sich vielleicht über das weit nach Osten ausgreifende Neckarknie von Wernau/Plochingen. Während der großräumigen Jahrmillionen dauernden Absenkung der Filsplatte wäre es plausibler gewesen, wenn der Neckar der Absenkung von Neckartenzlingen aus gefolgt und einen direkten Weg Richtung Stuttgart genommen hätte. Stattdessen umfließt der Neckar die Fildern recht umständlich in einem weiten Bogen. Die Ursache liegt in der bis zu 10 Millionen Jahre zurück liegenden, älteren Donau-Entwässerung. Damals dehnte sich die Schwäbische Alb noch bis vor die Tore von Stuttgart aus. Der Oberrheingraben war noch nicht eingebrochen. In dieser Zeit hatte der Vorgängerfluss des Neckars, die Urlone bis vor ca. 6 Millionen Jahre zwei Zuläufe. Einen aus dem Raum Tübingen, einen anderen vom Schwarzwald-Vorland. Beide vereinigten sich ungefähr bei dem heutigen Neckarknie. Die Umorientierung des Gewässernetzes von der Donau zum Neckar und zum Rhein änderte sich erst mit dem tektonischen Ereignis des Rheintal-Grabenbruches, ebenfalls während Jahrmillionen. Jetzt konnten die früheren Zuflüsse zur Donau vom tiefer angreifenden Neckar in die Gegenrichtung zum Rhein allmählich abgelenkt werden. Fortschreitende Landabtragung bewirkte schrittweise das Erobern der alten Donauentwässerung. Das ursprüngliche Flussnetz hat seine Spur in der heutigen Kniebildung des Neckars hinterlassen.
In der Nähe des Caches befindet sich ein Bänkchen mit schönem Blick zum Neckar. Es lohnt sich, ein paar Minuten zu verweilen.
Anmerkung: Der Cache befindet sich in einem Naturschutzgebiet. Um den Cache zu bergen, muss zu keiner Zeit der markierte Weg verlassen werden.