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Vulkanland - Der Teufel kam um Mitternacht Traditional Cache

Hidden : 6/7/2014
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   regular (regular)

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Geocache Description:

#97 - Version 1.0 - 07.06.14


In Stainz bei Straden wollten zwei Bauern in der Christnacht beim Foambuasn das Glück erzwingen. Zur mitternächtlichen Stunde gingen sie in den Wald zu einem Kreuzweg, über den zuvor noch nie ein Begräbnis führte. Dort steckten sie mit Ruten, die in einem Jahr gewachsen sind (Jahrestriebe), einen Kreis aus, gerade so groß, dass sie sich darinnen aufhalten konnten. Die zwei Männer wussten, dass es sich dabei um ein gefährliches Spiel mit dem Teufel handelt und wenn sie beim Erscheinen des Teufels den Kreis verlassen würden, sie des Todes sind. Zur Sicherheit befestigten sie im Boden schwere Eisenringe, an denen sie sich notfalls auch festhalten konnten.
Wie sie nun zur mitternächtlichen Stunde - in völlige Dunkelheit gehüllt - wartend im Kreis der Jahrestriebe saßen, erschienen plötzlich verschiedene Gestalten, unter denen sich ein Hase und eine alte Frau befanden. Mit dieser armen alten Frau hatten die Männer fast Mitleid, und sie waren nahe daran, aus dem Kreis nach ihr hilfreich zu greifen oder mitzugehen. Diese alte Frau forderte dann, dass die Männer mit ihrem eigenen Blut einen "süßen Namen" schreiben sollten. Mit "süßen Namen" meinten sie den Namen eines "Heiligen" oder den von "Jesus". Die Männer aber konnten aus unerklärlichem Grund diese Aufgabe nicht erfüllen. Sie zitterten am ganzen Körper und waren aus Angst wie gelähmt. Wäre es ihnen gelungen, so hätten sie viele "unglückliche Seelen" von ihren Leiden erlöst. Am schrecklichsten jedoch für die Männer war ein über sie schwebendes glühendes Holzbloch, das nur an einem brennenden Zwirnsfaden hing und drohte, auf sie zu stürzen. Da waren sie nahe daran, aus dem Kreis zu entweichen, doch sie wussten, wenn sie den schützenden Kreis verlassen, werden sie vom heimtückisch auf sie wartenden Teufel zerrissen. Denn zwischen diesen Gestalten und Erscheinungen befand sich immer der Teufel, der listig lachte und die Männer aus dem Kreis zu locken versuchte. Die Männer konnten leider nicht alle gestellten Aufgaben erfüllen, und somit bekamen sie auch nicht den Lohn, einen Sack voll "goldener Taler", den der Teufel nach Erfüllung aller Aufgaben über die Männer in den Kreis geschüttet hätte. Die Männer warteten nun, bis die Mitternachtsstunde vorüber war und wagten sich erst dann aus dem Kreis.
Einer der Männer versichterte, dass er einmal und nie wieder den Teufel herausgefordert habe. Er wohnte in Stainz 42 und lag mehrere Jahre nach Durchführung dieses Brauches in seinem Haus im Sterben. Ein "Versehbote" holte von der Pfarre Straden den Kaplan, da man befürchtete, dass der Mann sterben müsse. Auf dem Weg zum Sterbenden begann der Kaplan ohne merkbaren Grund fürchterlich zu schwitzen, und je näher er zum Haus in Stainz kam, desto schwieriger wurde für ihn das Gehen. Aber auch im Haus ging es sonderbar zu. Je näher der Kaplan kam, umso größer wurden die Schmerzen des Kranken. Nachdem der Kaplan endlich das Haus erreicht hatte, ließ sich die Tür erst nach langem Beten öffnen. Dabei machte es einen "Kracher", und das Haus bekam mittendurch einen breiten Sprung, und der Teufel fuhr aus dem Haus. Nun konnte der Kranke gesegnet werden, er blieb am Leben.

Erzählt von Franz Neubauer sen.

Das Foambuasn Es handelt sich beim Foambuasn um einen typischen Brauch für das Raabtal, der bekannterweise 1870 das letzte Mal durchgeführt wurde. 1979 ging eine kleine Gruppe von Männern daran, diesen zu wiederholen.
Das Grundkonzept dabei ist, dass der Mensch, vorausgesetzt er erfüllt alle vom Teufel gestellten Aufgaben, mit Geld überhäuft oder vom Teufel zerrissen wird. Bekommt der Mensch das Geld, dann gehört seine Seele dem Teufel.

Quelle: Sagen und Schauplätze im Steirischen Vulkanland

Von hier hat man einen schönen Ausblick ins Gleichenbergertal und nach Straden.

Viel Erfolg wünscht das Team luchsp

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