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Püttenbollen - glaziales Erbe im Rheiderland EarthCache

Hidden : 6/10/2014
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:

For English version, keep scrolling down!


Das Naturschutzgebiet „Püttenbollen“ wurde am 15.08.1969 per Verordnung unter Schutz gestellt. Es ist insgesamt 11,79 ha groß, wird im Süden durch den Dwarstief und im Westen, Norden und Osten durch Entwässerungsgräben und die Meentelande abgegrenzt.

Die Entstehung des „Püttenbollen“ geht auf die letzte Eiszeit zurück, als eine Gletscherzunge sich in das Gebiet hineinschob und im Randbereich Stauchmoränen aufwarf. Auf den Stauchmoränen befinden sich heute die Siedlungsgebiete Jelsgaste, Tichelwarf und Holthusen.


(Quelle: Verkehrs- und Verschönerungsverein Weener e.V.)

- NATURSCHUTZGEBIET-
Der Püttenbollen ist eine geologisch und botanisch wertvolle Landschaft. Es bietet einer großen Vielfalt an Pflanzen und Tieren ein Zuhause. Um diesen EarthCache zu besuchen, braucht Ihr zu keinem Zeitpunkt die offiziellen Wege zu verlassen. Bitte haltet euch an die lokalen Bestimmungen der Naturschutzbehörde, verhaltet euch ruhig und genießt diese Natur.



Blick von WP 2 über das Naturschutzgebiet "Püttenbollen" in Richtung WP 1.

Die Landschaften in Norddeutschland wurden sehr stark durch die verschiedenen Eiszeiten geprägt. Die skandinavischen Gletscher schoben sich über das Land und beeinflussten dessen heutige Form erheblich.

Die Gletscher der Saale-Kaltzeit stießen tief in das heutige Norddeutschland vor. Geblieben sind charakteristische Landschaftsformen, die auch als „Glaziale Serie“ nach A. Penck zusammengefasst werden, wer mehr darüber erfahren/lernen möchte, kann am besten den EarthCache
GC513MF: Das Burlager Tief - ein Teil der glazialen Serie besuchen.
Hier werden die klassischen Formen und deren Entstehung umfassend erläutert.


Blick von WP 1 über das Naturschutzgebiet "Püttenbollen" in Richtung Stadtwald Holthusen.

Man unterscheidet die Form der Stauchmoräne und der Stauchendmoräne. Eine Stauchendmoräne entseht, wenn der Boden vor dem Gletscher nicht dauerhaft gefroren ist – kein Perfmafrostboden. Die Gletscherzunge schiebt sich dann nämlich bei ihrem Vorstoß in das Erdreich und da dieses nicht ausweichen kann, wird das Erdreich samt Gestein vor dem Gletscher hergeschoben. Das Gelände ist an dieser Stelle gestaucht und nach dem Abtauen der Gletscherzunge bleibt eine Stauchendmoräne über.

Eine Stauchmoräne entsteht auf eine andere Art. Die Gletscher der Saale-Kaltzeit (vor 300.000 bis ca. 130.00 Jahren) „überrollten“ Ostfriesland.
Die Stauchmoränen entstehen nur während des Eisvorstoßes. Das bereits kühle Klima ließ den Boden gefrieren, Permafrostboden war die Folge, dieser bildet eine wesentliche Voraussetzung für die Entstehung eine Stauchmoräne. Das hohe Gewicht des Gletschereises übt einen immensen Druck auf diesen dem Eis vorgelagerten gefroreren Boden aus. In der feinkörnigen und wassergesättigten Sedimentschicht (Ton) wird durch das Gewicht des Eises (Auflast) ein hoher Porenwasserdruck (Wasserdruck in den Hohlräumen einer Sedimentschicht) erzeugt. Dieser führt dazu, dass das Sediment und das Eis (gefrorenes Porenwasser) Auftrieb bekommen und eine Flexur (Biegung) des Bodens entsteht.



Der Gletscher schiebt sich weiter vor und erhöht somit noch den Druck auf die Sedimente.


Der Druck wird schließlich so groß, dass eine „Scholle“ aus dem Boden bricht.



Das Eis schiebt sich und die Bruchscholle ("Primärscholle" genannt, da es die erste rausgebrochene Scholle ist) immer weiter voran und drückt nun mit dem Eigengewicht, sowie dem Gewicht der Bruchscholle auf den Boden, hierdurch bildet sich eine weitere Flexur und ein weiterer Abbruch ist die Folge.



Dieser Vorgang kann sich noch weitere Male wiederholen, bevor der Gletscher sich über die Abbruchkanten schiebt und diese „abschleift“.



Nach dem Abschmelzen der Gletscher bleibt eine Landschaftsform über, die man als Täler & Rippen bezeichnet, gekennzeichnet ist diese Landschaft durch einige Meter Höhenunterschied.




(alle Skizzen und Fotos: Copyright by SH531)
(Text wurde formuliert auf Grundlage von Wikipedia, www.brelingerberge.de, www.killikus.de)

Bitte beantworte folgende Fragen:
1) Wie groß ist der Höhenunterschied zwischen WP1 und WP2 in Metern? Bitte miss die Höhe an WP2 auf dem Weg.
(Alternativ: Schätze in etwa den Höhenunterschied.)
Warum denkst du, dass WP2 eher dem Begriff der "Rippe" zuzuordnen ist als dem des "Tals"?

2) Unweit der Koordinaten befindet sich das Örtchen "Tichelwarf". Der Name deutet bereits darauf, in diesem Ort wurden früher Ziegel und Dachpfannen gebrannt. (Plattdeutsch: Tichel = Ziegel)
Überlege nun, wie die Bewohner an den dafür notwendigen Ton gekommen sind. Import/Export sollen dabei natürlich außer Acht gelassen werden.
Konzentriere dich bei deinen Überlegungen auf das geologische Phänomen.

Über ein Foto von Dir würden wir uns sehr freuen!


Bitte schicke uns die Antworten zu den Fragen über unser Profil. Du kannst danach sofort loggen, du wirst in jedem Fall von uns hören.



Ihr könnt diesen EarthCache prima mit einem Spaziergang oder einer kleinen Fahrradtour verbinden. Es führt ein Wander-/Fußweg direkt an den einzelnen WP's vorbei und einmal rundherum um die Meentelande. Er ist ca. 5 km lang und auch komplett gepflastert bzw. geteert. Alternativ haben wir zu jedem WP einen Parkplatz angegeben.
Desweiteren finden sich rund um die Meentelande noch einige andere Geocaches, an denen der Weg vorbeiführt.



ENGLISH VERSION

The nature preserve area “Püttenbollen” was founded on 15.08.1969. It’s about 11,79 ha big and bounded in the South by “Dwarstief” and in the West, East & north by drained creeks and the “Meentelande”. The formation of “Püttenbollen” was done during the last ice age, when a glacier snout moved into this area and was creating push moraines. On these push moraines you can find nowadays the villages of “Jelsgaste”, “Tichelwarf” & “Hothusen”.
The landscapes of the northern part of Germany have been heavily influenced by the different ice ages. The Scandinavian glaciers came across the land and have formed the today’s view of the landscape.
The glaciers of the Saale-ice age moved quite far southbound, the glaciers edge was close to the today’s city of “Düsseldorf”. What is left is the characteristic landscape, also known as “Glacial Series” (by A. Penck). If you like to learn more, please visit below mentioned Earthcache.

GC513MF: Das Burlager Tief - ein Teil der glazialen Serie

A push moraine is formed only during the forward move of the ice. The already cool climate made the soils freeze, permafrost soil was the result. This is the most important requirement for the formation of a push moraine. The huge weight of the glacier ice causes a high pressure to the permafrost soil under the ice. In this fine-grained and water-saturated sediment layer (clay/Ton) is made a very high pores-water pressure (water pressure in the hollow space of the sediment layer) by the weight of the ice. This leads to upwelling of sediment and ice (frozen pores-water) and develops a bending (flexure/Flexur) in the soil.

(see drawing 1)

The glacier moves on and increases the pressure to the sediments

(see drawing 2)

Finally, the pressure is getting so high that a clod of earth cracks.

(see drawing 3)

The ice is pushing itself and the clod (called “primary clod”/Primärscholle) further and is pressing with its weight and the weight of the primary clod to the soil. This is causing another flexure and also another breaking clod.

(see drawing 4)

This procedure can be repeated several times until the glacier moves above all clods and “grinds off” the same.

(see drawing 5)

After melting of the glacier there is left a landscape, which is called as valley & rips (Täler & Rippen). This landscape is marked by several meters of difference in height.

(see drawing 6)

Please answer the following questions:

1) Please measure the difference in height between waypoint 1 and waypoint 2 with your device. (For waypoint 2, please measure above the way). Why do you think, waypoint 2 can be called better “rip” then “valley”?
2) Close to the coordinates you can find the village “Tichelwarf”. The meaning of the name is, that in former time the habitants have stoved bricks. Now, think about how the habitants could get the necessary clay/Ton for this. Of course, the answer is not import/export of goods.

We would be happy if you make a picture during your walking.

Please send the answers to us via our profile. You can log the cache immediately afterwards. In case something is not clear, we will contact you.

Additional Hints (No hints available.)