Die Kirche im Dorf Lauta

Nur wenig wissen wir von der Entstehung der Dorfkirche.
Wahrscheinlich haben deutsche Siedler die kleinen wendischen Ansiedlungen vergrößert. Aus dieser Zeit stammt auch die kleine Feldsteinkirche. Bis zum Jahr 1815 gehörte das Markgrafentum Niederlausitz, somit auch Lauta, zu Kursachsen. Die Herrschaft Senftenberg wurde von den neuen Herren in ein landesherrliches Amt umgewandelt, so wurde Lauta 1474 ein Amtsdorf und als solches nicht mit Fron und Leibeigenschaft belegt.
Erst der Dreißigjährige Krieg verbindet unser kleines Heidedorf wieder mit der großen Politik. Es wird von kaiserlichen, später auch von schwedischen Soldaten durchzogen und geplündert. Auch die Kirche wurde ein Raub der Flammen, so dass nur die Außenmauern übrig blieben. Schon vier Jahre nach Beendigung des großen Krieges begann man die Lautaer Kirche wieder aufzubauen.
In der Mitte des 15. Jahrhunderts (1457) bekam die “Pfarre” eines der 20 Hufen des Dorfes zur Unterhaltung von Kirche und Seelsorger. Aus dieser Zeit der Gotik sind die ältesten Zeugnisse unserer Kirche: die Spitzbogentür an der Südseite mit altem Beschlag und je ein Fenster im Süden und im Osten sowie der achteckige Taufstein mit alten Mustern und Inschriften. Zurückgeblieben aus vorreformatorischer Zeit sind auch zwei Sakramentsnischen zur Aufbewahrung von Abendmahlsbrot und -wein. Ob die geschnitzte Holzfigur “Christus auf der Rast” zur ursprünglichen Ausstattung gehörte, verliert sich im Schleier der Vergangenheit. So bescheiden sich die Kirche von außen darstellt, so liebevoll zeigt sie sich im Innern. Von sechs gewaltigen Säulen wird die Decke getragen.
Die Jahreszahl “1652” finden wir oberhalb einer der Säulen und auf der Taufschale. Fünf Jahre später ließ die Gemeinde den Altar anfertigen und 1660 die Kanzel bauen. Inzwischen war die Empore gebaut und 1667 wurde sie mit Bildern des Malers Michael Krumach versehen. Neben der Kirche, etwas abseits, steht der Glockenturm. Zwei Glocken hängen hier und rufen zum Gebet. Die eine, etwas kleinere, ist die Laurentiusglocke. Sie diente als Modell für das Lautaer Stadtwappen. Deutlich ist die Inschrift zu lesen: “hilf. mir. hellcken. sant. laurencivs.” (1512). Die Glocke stammt aus der Kapelle auf dem Koschenberg, die nach der Reformation verfiel. Die Inschrift der Schwesterglocke ist nicht mehr lesbar, vielleicht die Jahreszahl 1501?
Diese Kirche gehört zu dem Dorf, ist ein Teil von ihm und den Menschen, die darin wohnen. Sie ist keine prunkvolle Kathedrale oder ein in seiner Größe erdrückender Dom; sie ist für die Menschen da und somit selber menschlich. Sie sah Freude und Not der Menschen, sah Feuerbrünste und den Aufbau danach. Sie ist in allem bewahrt geblieben, hat 1992/93 notwendige Erneuerungen des Äußeren erfahren; so bleibt dieses Kleinod in unserer Hand, das wir zu erhalten und zu pflegen haben.
Die evangelische Gemeinde des Dorfes ist kleiner geworden. Mit der Industrie entwickelten sich die Orte, bildeten eigene Gemeinden (wie z. B. Lauta-Stadt, Hosena, Großkoschen). Wie eine weise, alte Mutter schaut sie auf diese und freut sich über deren Wachsen und Gedeihen. Doch auch wie sie ist unsere Kirche und das Dorf Lauta voll Freude, wenn Gäste und Besucher zu uns kommen, Ruhe und Erholung finden, bei einem Spaziergang über den Dorfplatz den Hauch der Geschichte spüren und an der alten Dorfkirche haltmachen, um beim Klang der Abendglocken diese Kirche als Ort des Friedens zu begreifen.
Quelle: Lauta.de
Zum Cache selber:
Es ist ein klassischer Mircro mit einem Logstreifen. Sollte nach kurzer Suche relativ einach zu finden sein. Man muss keine Mauern übersteigen, nicht buddeln, usw. Einfach nur die Augen offen halten.