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Karstquelle Premerzhofen - Hungerbrunnenphänomen EarthCache

Hidden : 8/6/2014
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


QUELLE PREMERZHOFEN

DEU: Die Quelle ist ein eingetragenes Geotop und liegt im Kastental nördlich von Dietfurt.
Es handelt sich dabei um eine Sturzquelle, die aus einer schmalen Karströhre direkt aus dem Felsen tritt. Sie fällt in die Kategorie ständig schüttender Quellauslasse, die beständig aber in wechselnder Stärke schütten, während die zugehörigen Hungerbrunnen zu den perennierenden Ponorquellen gehören, die auch trocken fallen können.
Wie für die Quellen dieser Gegend üblich, ist sie sehr kalkhaltig und wird deshalb auch als Hartwasserquelle bezeichnet. An den Quellbächen solcher Quellen kann man daher auch oft Kalktuff- oder Kalksinterbildung beobachten, so auch hier, doch sollte der Quellbereich dazu nicht betreten werden.
Bei hohen Temperaturen können manchmal auch Äste oder Blätter von Kalktuff überzogen werden.
Im näheren Umfeld treten noch 7 andere Quellen aus, die alle die Weiße Laaber speisen. Das Wasservolumen (Schüttung) der Quelle hängt vom Niederschlag ab und kann nach starkem Regen auf mehrere hundert Liter pro Sekunde ansteigen.

Die Quelle besitzt auch die so genannten Hungerbrunnen, einer der Quelltöpfe in unmittelbarer Nähe vor der Quelle. Diese in wasserarmen Zeiten trockenen Quellausflüsse können zu einem großen Hochwasserrisiko in der Gegend beitragen, indem sie in niederschlagsreichen Zeiten große Wassermassen auf die darunter liegenden Täler fließen lassen.
So brach beispielsweise beim großen Hochwasser 1909 ein Hungerbrunnen der Mühlbachquelle 27 Stunden lang als 5m breiter und 2m tiefer Bach aus und hat die darunterliegende Ortschaft überflutet.

Um das Phänomen der Hungerbrunnen zu begreifen, muss man sich klar machen, dass sie ein fester Bestandteil des Karstsystems sind und deshalb nur dessen Natur wiederspiegeln:

 

VERKARSTUNG

Überwiegend bezeichnet man hiermit die Auflösung von Kalk- und Dolomit Gesteinen durch mit Kohlendioxid angereichertes Wasser. Der hohe Kalkgehalt im Gestein resultiert daraus, dass Karstregionen ursprünglich Meeresregionen  und die Gesteine die Reste der damaligen Riffe darstellen und deshalb große Mengen an Muschelkalk enthalten. Das Kohlendioxid stammt aus der Luft oder aus dem Boden und wird zu einem geringen Teil oberirdisch, überwiegend aber unterirdisch abtransportiert.
Das auffälligste Merkmal von Karstlandschaften ist das weitgehende Fehlen von oberirdischen Flüssen. Das Wasser durchfließt hier meist Klüfte und Spalten im Karbonatgestein und weitet dieses im Laufe von Jahrtausenden zu teils beträchtlichen unterirdischen Hohlräumen aus. Der Boden wird „ausgelaugt“.

Aufgrund der ständigen unkontrollierbaren Umwandlung des Untergrundes können Karstgebiete naturgemäß besondere Gefahren für Bauwerke und Verkehrswege darstellen.

 

KLIMAWANDEL UND KARST

Durch den Temperaturanstieg, der sich auf dem Europäischen Kontinent andeutet, erwärmt sich der Atlantik und das Meerwasser verdunstet zunehmend schneller. Die daraus entstehenden Wolken werden auch nach Deutschland getrieben und regnen sich hier in teilweise heftigen Niederschlägen ab.
In den Karstgebieten zeichnet sich der Klimawandel besonders deutlich ab: Es gilt inzwischen als sicher, dass sich hinter jeder Karstquelle eine Flusshöhle befindet. Steigen die Niederschlagsmengen, so kommt es zu teilweise gewaltigen Quellausbrüchen, welche oft in Hochwassern resultieren.
Früher waren das regelmäßig auftretende Phänomene, vor allem nach der Schneeschmelze.
Mit dem Anstieg der Durchschnittstemperatur treten solche Hochwasser nicht mehr geregelt auf und bekommen auch stärkere Ausmaße durch die Aktivierung der sogenannten
Hungerbrunnen.

 

HUNGERBRUNNEN

Bei den Hungerbrunnen handelt es sich um ruhende höher gelegene ehemalige Quellaustritte, meistens in einer Senke am Hang. In trockenen Zeiten ließe sich an deren ursprünglichem Austritt keine Quelle vermuten, denn durch die Hanglage haben sich im Untergrund Risse und Spalten gebildet – das Wasser nimmt einen tieferen Ausgang. Bei sehr starken Niederschlägen sind die Abflüsse überfordert und der Wasserspiegel steigt wieder bis zur ursprünglichen Quellöffnung an. Dabei kann die Wassersäule zum Teil einen so hohen Druck entwickeln, dass das Wasser sturzbachartig an die Oberfläche tritt.
Durch die Existenz eines Hungerbrunnens kann es sein, dass ein Hochwasser, welches durch einen Quellausbruch verursacht wurde, nochmals zurückkehrt, obwohl es bereits zurückgeflossen war.

Durch die starken Klimaschwankungen der letzten Jahre kommt das Phänomen Hungerbrunnenausbruch im Altmühltal immer häufiger vor. In früheren Zeiten brachen Hungerbrunnen nur etwa alle 100 Jahre oder seltener aus. Der Name kam daher, dass ihr Ausbruch immer mit höheren Niederschlagsmengen einher ging und dadurch die Kornernte verschlechtert wurde – Hunger war die Folge!

(Quelle: Wikipedia, lfu-Bayern, wasserhoehlenforschung.de)

 

FRAGEN:

1. Denkfrage: Warum kann ein bereits zurückfließendes Hochwasser wegen eines Hungerbrunnens wieder zurückkommen?

2. Denkfrage: Am Quellauslass und im Bachbett hat sich Kalktuff gebildet (nicht betreten) - weshalb entsteht Kalktuff außerhalb, verstopft im Karstsystem aber nicht die Gänge?

3. Welche der angegebenen Quell-Arten kommen im Laabertal vor?

4. Welche konstante Wassertemperatur haben diese Quellen?

5. Nach den neuen Richtlinien dürfen wir wieder ein Foto als Logbedingung verlangen - das gehört auch dazu! Wir freuen uns schon auf schöne Bilder!

Ihr dürft natürlich sofort loggen, sollte mit eueren Antworten etwas nicht stimmen, dann werden wir uns bei Euch melden! Bitte fahrt nicht bis direkt zur Quelle, damit die Anwohner nicht belästigt werden - parkt bei den angegebenen Koordinaten. Haltet euch bitte an das Verbotsschild und betretet den Quellbereich nicht, denn die Flora der Quelle stellt ein sensibles Ökosystem dar, das nicht gestört werden sollte!

 

 

ENG: The spring lies in the Kastental in the north of Dietfurt. It arises from a narrow two-pronged mattock tube directly from the rock. In the closer sphere 7 other springs which feed all White Laaber resign. The water volume (Schüttung) of the spring depends on the rainfall and can rise after strong rain on several hundred litres per second, besides, the so-called hunger wells, also originate in close vicinity of the spring which contribute to a enormous high water risk in the area, while they allow to flow by her raised situation big water masses on the lying underneath valleys.

To understand the phenomenon of hunger wells you have to know, that they are an integral part of the Kartssystems and reflect only its nature:

 

KARSTFICATION

 

Mainly refers to the dissolution of limestone and Dolomite rocks by water enriched with carbon dioxide hereby. The high content of lime in the rock are a result that Karst regions originally represented the remnants of  former reefs therefore large quantities of limestone. The carbon dioxide comes from the air or from the ground.

The most striking feature of karst landscapes is the widespread lack of above-ground rivers. The water flows through here through fissures and columns in the carbonate rock and expanding it over the course of thousands of years to some vast underground caverns. The ground is "worn out".

Due to the constant uncontrollable transformation of the underground karst areas naturally can be a special hazard for buildings and roads.

 

CLIMATE CHANGE AND KARST

Because of the rise of the average temperature which appears on the European continent the Atlantic Ocean heats up and the sea water evaporates increasingly faster. The clouds originating from it are also blown to Germany and rain down here with partly great water masses.

In the Karst areas the climate change shows up especially clearly: It is known for sure, that behind every Karst spring there lays a river cave. If the amounts of rainfalls rise, it comes to immense well outbreaks which often result in high water.

In the history it was a regular appearing phenomenon, especially after the thaw.

With the increase of the average temperature such high waters do not appear any more as regulated events and get also stronger by the activation of the so-called hunger wells.

 Topic: HUNGER WELLS

The hunger wells are former well exits situated higher up the hill, mostly in a depression in the slope. In dry times no spring could be imagined there, because of the hillside situation cracks and fissures have formed in the subsoil – the water takes a deeper exit. During heavy rainfall the drain is demanded too much and the water level rises up to the original source opening. Besides, the water column can develop such high pressure that the water enters torrential to the surface.

Because of the existence of a hunger well it may be that a high water which was caused by a source outbreak returns again, although it had already flowed back.

Because of the strong climate variations of the last years the hunger wells in the Altmühltal activate more and more often. In earlier times Hungerbrunnen broke out just about every 100 years or less. The name came from the fact that their outburst went hand in hand with higher rainfall and thus the grain harvest became destroyed.

QUESTIONS:

1. Why can hunger wells cause the return of an already dwindling flood?

2. Please read German Version!

3. What kind of wells are located in the Laaber-Tal?

4. What constant temperature does the water have?

5. Let`s say it`s the owner`s wish: take a Picture of you in front of the well - no official requirement!

Don`t drive directly to the well, use the parking coordinates. Please accept the sign and do not enter the area next to the well! Do not disturb the eco system there!

 

Additional Hints (No hints available.)