Räckholterenbuck
Gegen Ende der Jura-Zeit brach der Nordkontinent weiter auseinander. Das süddeutsche Becken wurde, als die Verbindung zum Nordmeer durch Herausbildung eines Hochgebietes verloren ging, endgültig der Tethys (siehe Bild Welt) angegliedert.
In diesem tropischen Schelfmeer, die Wassertemperaturen lagen bei 19 - 23°C, lagerten sich zunächst sehr gleichmäßig helle Kalke und Mergel ab. Da kaum färbende Mineralien in den Gesteinen enthalten sind, ist weiß oder grau, braun oder schwarz die vorherrschende Farbe dieser Ablagerungen. Die Hebung der Erdkruste und damit die Verflachung des Meeres zieht sich durch die gesamte Jura-Zeit. Spätestens ab dem mittleren Weißen Jura siedelten sich am Meeresboden Schwämme an und bildeten mächtige Riffkörper. Noch heute sind die Schwamm- und Massenkalkstotzen entlang des Albtraufes sichtbar. Gegen Ende dieser Zeit wurde das Meer sehr flach. An einigen Stellen ragten nun Inseln aus dem Wasser, an anderen siedelten sich Korallen auf den Gipfeln der Schwammstotzen an und bildeten kleine Fleckenriffe. Zwischen den Schwamm- und Korallenriffen erstreckten sich tropische Lagunen, in dessen tiefen, ruhigen Zentren sich feinkörnige Kalke ablagerten, die sehr gut erhaltenen Fossilien liefern. Die Riffe boten einer Vielzahl Lebewesen wie Muscheln, Schnecken, Seeigeln, Seesternen und Fischen Unterschlupf und Nahrung. Zwischen den Riffen lebten die zu den Haien gehörenden Meerengel und Krokodile, die, wie Schwanzflosse und Paddelbeine zeigen, inzwischen endgültig zu Meerestieren geworden sind. Den Luftraum bevölkerten die ersten kurzschwänzigen Flugsaurier und der Urvogel Archaeopteryx.
Am Ende der Jura-Zeit hatte sich das Meer mittlerweile fast vollständig zurückgezogen.
Die für Sedimentgesteine typische Schichtung (->Buntsandstein) ist in den Kalksteinen nicht immer zu erkennen. Ein Grund hierfür ist, dass die Meeresbewohner den Meeresboden durchwühlten und häufig Riffe gewachsen sind. Die Grabgänge der Lebewesen sind oft noch als feine Röhren im Gestein erkennbar. Neben den Arten, die damals lebten, gibt der Fossilinhalt auch Auskunft über das damalige Klima, die Wassertiefe und die Meer-Land-Verteilung. Kalk (Mineral Calcit: CaCO3) kann in Gesteinen mit verdünnter Salzsäure nachgewiesen werden. Wie alle Kalksteine neigt auch der dieser Jura zu Verkarstung, das heißt, das Gestein löst sich durch im Wasser gelöste Kohlensäure auf. Die Folge ist Wasserknappheit an der Oberfläche, da das Regenwasser schnell im Untergrund versickert. Durch die entstehenden Hohlräume im Gestein entstehen typische Dolinen und zahlreiche Höhlen, selbst ganze Flüsse wie die Donau können zeitweise im Untergrund versickern

Begib dich nun an die Header Koordinaten und beantworte u.a. mit Hilfe der Tafel (ist diese nicht vor Ort, dann hilft das Internet) folgende Fragen:
- Welche Gesteinsart hat sich hier abgelagert?
- Warum löst sich die gefunden Gesteinsart im Wasser auf und was ist die Folge daraus?
- Vor wievielen Mio. Jahren entstand dieser Jura gemäss der Infotafel (im Winter hilft auch die Recherche im Internet ) vor Ort?
- Um den Besuch vor Ort zu beweisen, untersuche die Sedimentgesteine und beschreibe, ob Du die typische Schichtung des Kalksteines erkennen kannst und ermittle die Höhe vom Räckholterenbuck?
- Lade mit dem Log ein Foto mit dir und dem GPS hoch. (Optional)
Nach dem Senden der Antworten darfst du gleich Loggen. Ich melde mich, sollte etwas nicht stimmen.
Quellen: naturkundemuseum-bw.de, wikipedia.ch