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Wir wünschten uns einen Multi für Kaiserswerth. Da sicher auch andere meinen, dies schöne Städtchen sei eine größere Dose wert, haben wir uns für euch mal an die Arbeit gemacht. Alle sollen das Vergnügen haben ... wir hoffen jedenfalls, daß es eines ist.
In Kaiserswerth gibt es zwei „Historische Rundgänge“, die sich teilweise überschneiden. Die blauen Schilder gehören dem Aussehen nach zum alten und die grauen Schilder zum neuen Rundgang.
Wir greifen in diesem Multi einen Teil der Informationstafeln beider Rundgänge auf.
Kaiserswerth mit Umgebung ist einer der ältesten Siedlungsplätze am Niederrhein. Die historischen Ursprünge Kloster/Stift und Kaiserpfalz und Marktsiedlung sind heute noch im Stadtbild erkennbar.
Seinen Ursprung hat Kaiserswerth im 7. Jahrhundert, als das Benediktinerkloster erbaut wurde.
Im 11. Jahrhundert wurde die Burg erstmals urkundlich erwähnt, wenig später erfolgte ihr Ausbau zum Regierungssitz des Kaisers. Zur Versorgung von Kloster und Pfalz entstand die Marktsiedlung, in welcher sich Kaufleute und Handwerker niederließen.
1174 wurde der Reichszoll von Tiel (Holland) nach Kaiserswerth verlegt. Die Pfalz wurde zur Festung ausgebaut. 1181 erhob der Kaiser die Siedlung zur Freien Reichsstadt.
Ab 1273 war die Pfalz an den Erzbischof von Köln verpfändet. Im Jahr 1427 gelangte auch die Stadt an Kurköln. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde die Stadt zur bastionären Festung ausgebaut.
Im Jahr 1702 wurde Kaiserswerth bis auf die Pfalz komplett zerstört. Seither prägen Bauten des Barock das Stadtbild. Das Stift wurde 1803 verstaatlicht. Der Rheinzoll verlor an Bedeutung. Im 19. Jahrhundert gründete der evangelische Pfarrer der Stadt das Diakoniewerk. Im Jahr 1929 wurde Kaiserswerth nach Düsseldorf eingemeindet und ist heute einer der ältesten Stadtteile von Düsseldorf.
Der Rundgang führt euch durch den alten Stadtkern von Kaiserswerth. Start ist an der Kaiserpfalz.
Parken könnt ihr bei N 51° 17.792 E 006° 44.150 = Koordinaten vom TB-Hotel Kaiserswerth oder die Straße weiter bis kurz vor der Stadtmauer.
Station A : Kaiserpfalz
A1: Welche Zahl steht unter dem Stich? Bildet daraus die erste Quersumme.
Die Kaiserpfalz ist von Karfreitag bis Ende Oktober täglich von 9-18 Uhr geöffnet und Führungen erfolgen individuell auf Nachfrage.
A2: Wenn ihr euch umdreht, werdet ihr mehrere Büsten berühmter Bürger der Stadt Kaiserswerth sehen. Schaut sie euch mal an. Die weibliche Berühmtheit heißt ? ______________________________________ Findet auf eurem Rundweg später in der Fliednerstraße die Informationstafel, auf welcher sie namentlich erwähnt wird (kein Waypoint). Die Nummer sei A2.
A = A1 - A2 =
Auf dem Weg zum Pilger/Reisenden (Station B) kommt ihr an einem öffentlichen WC vorbei.
Station B : homo viator
Das Relief stellt die Galgenlegende dar, wobei das der eher unbekanntere Name für diese Geschichte ist. Wie auch immer, unsere ursprüngliche Fragestellung nach den "lebenden" Figuren führt bei jenen, die die Geschichte kennen, zum falschen Ergebnis. Da ihr zwar eure grauen Zellen anstrengen, aber nicht erst durch späteres Kombinieren mit der Formel zum richtigen Ergebnis gelangen sollt, wurde eine Umformulierung der Frage notwendig. Und schaut genau hin !
Wie viele Menschen sind ganz nah am Pilger, den Gehenkten ausgenommen ? B =
Station C : Epitaph
C1: Wo befindet sich die „Cautio Criminalis“ auf dem Spee-EPITAPH ?
5 = unten rechts
10 = in der Mitte unter seinem Fuß
3 = in seiner Hand
C2: Was war Friedrich Spee nicht? Um die Ecke schauen und logisch denken kann hilfreich sein.
2 = Kämpfer gegen die Hexenverfolgung
6 = evangelischer Theologe
3 = Dichter und Komponist geistlicher Lieder
C = C1 * C2 =
Wer sich für die Reliquien von Suitbert interessiert, kann den Suitbertusschrein in der Basilika St. Suitbertus besuchen. Dieser ist der bedeutendste Reliquienschrein des gesamten Niederrheins und ähnelt dem – etwas größeren – berühmten Dreikönigenschrein Köln.
Die Basilika St. Suitbertus soll eine der schönsten Pfeilerbasiliken am Niederrhein sein.
Station D : Gasse
Begebt euch nun zur Informationstafel „Suitbertus-Stiftsplatz“
D1: Wofür stehen die vier Linden auf dem Platz?
D2: Wofür stehen die sieben Linden auf dem Platz?
Addiert die Anzahl der Buchstaben der beiden Worte auf der Tafel und ihr erhaltet D. D =
Station E : Zollhaus
Hier kreuzen sich die beiden „Historischen Rundgänge“. Auf der grauen Tafel erhaltet ihr Informationen zum Zollhaus.
Merkt euch die Summe der beiden Tafel-Nummern = E1
Findet nun die Figur in eurer direkten Umgebung. Sie ziert das Haus mit der Nummer ? = E2.
Nun subtrahiert E2 von E1. E =
Ein paar Schritte weiter kommt ihr zum Rhein und habt dort einen schönen Blick in die Ferne.
Falls ihr einer süßen Stärkung bedürft, auf dem Weg zum Rathaus kommt ihr an einer Quelle vorbei.
Station F : Rathaus
In welchem Jahr wurde das ehemalige Rathaus verkauft, um Geld für die Straßenpflasterung zu bekommen?
Bildet die erste Quersumme. F =
Station G : Stadtmühle
Weiter geht es zur Stadtmühle, der heute leider der Turmhelm und die Flügel fehlen. Diese wird als privates Wohnhaus genutzt, was bedeutet, daß das Gelände nicht zu betreten ist !
Welche Zahl steht über dem NRW-Wappen? G =
Station H : Fliednerstraße
Die Fliednerstraße beherbergt die Evangelische Kirche, in welcher Hr. Fliedner als Pfarrer gepredigt hat, den Fliednerhof und die Fliednerschule.
Was befand sich 1903 im Erdgeschoss von Haus Nr. 16?
Addiert den Wert des ersten Buchstaben (= H1) mit dem des drittletzten (= H2) und ihr erhaltet H.
Auf dem Gelände der Fliednerschule (öffentliche Grundschule) am Ende der Straße befindet sich das Museum Kaiserswerth, welches am Wochenende und an Feiertagen geöffnet hat. An Schultagen ist es also nicht erforderlich, das Gelände zu betreten.
Station J : Brücke
Auf dem Weg zur Tafel mit Information zu Kaiserswerth (bei Interesse bitte lesen) passiert ihr die Klemensbrücke.
Im Brüstungsmauerwerk befinden sich zwei alte Gedenksteine, die beim Bau des Bunkers (das Hochhaus gleich nebenan) gefunden wurden. Der eine auf der anderen Straßenseite zeigt einen doppelköpfigen Adler. Der auf dieser Seite nennt in einem CHRONOGRAMM das Baujahr der Brücke durch den Kurfürsten Clemens August.
J1: Wann wurde die Brücke gebaut?
J2: Addiert die römischen Zahlen, die nur einmal vorkommen.
J = (J1 - J2) / 53
Station K : Stammhaus
In welchem Zeitraum erwarb Theodor Fliedner mehrere Gebäude, die alle in den Besitz der Diakonie übergingen? K =
Station L : Kloster
Zur nächsten Station geht es über die Straße „An Sankt Swidbert“. Bei dieser Straße soll es sich um die ehemalige Hauptstraße von Kaiserswerth handeln.
Auf dem Weg dorthin sucht dieses Haus (linke Straßenseite, es ist nicht das Kloster !)
Gesucht ist die Hausnummer "XX".
Bildet daraus das Querprodukt und ihr erhaltet L1.
Vorsicht ! Ursprünglich war nach dem Baujahr gefragt, aber seit das Haus hellgelb gestrichen wurde, ist das nicht mehr da. Ein neues Bild gibt es derzeit nicht, stellt es euch eben hellgelb vor. Das Haus, meine ich. Falls jemand das Baujahr weiß: damit rechnen geht auch, es ergibt ist das selbe Ergebnis.
Weiter geht's zum Kloster ... Wer steht dort über dem Eingang? Schaut genau, evtl. hilft ein Fernglas oder der Zoom einer Kamera, der Name ist unter der Figur eingemeißelt. Der Steinmetz war wohl nicht der Beste, am Anfang könnte ein Buchstabe fehlen, der letzte ist viel zu klein und kurz davor ist einer, der paßt irgendwie gar nicht (nach heutigem Empfinden).
Nehmt den Buchstaben, wie er geschrieben, aber nicht gesprochen wird, sein Wert ist L2.
Subtrahiert davon L1 und das Ergebnis ist L.
Station M : Der Heilige
An der letzten Station erwartet euch St. Swidbert.
Welche Nummer steht auf dem Schild des alten Rundganges unter ihm? M ist das Querprodukt dieser Nummer. M =
Das Final findet ihr bei :
N 51° [A * G + J] . [E * F + K * L - D - J] E006° [M * B + G * M] . [F + H * C - 16]
Falls ihr euch setzen möchtet um zu rechnen, laßt den Heiligen links stehen und folgt dem Weg bis zur ersten Bank. Hier könnt ihr neben den Gedanken auch die Blicke schweifen lassen. Ist doch schön hier, oder ? So schön ist der Barbarossawall.
UPDATE am 04.06.2017: Die Formel wurde angepaßt und sollte nun die korrekten Koordinaten ergeben. Die Dose wurde größer und sollte eigentlich woanders liegen, als ich sie im frühen Frühjahr fand. Aber vorläufig ist diese Stelle gut und sogar aus dem Rolli gut zu erreichen. Im Herbst wird sich das vermutlich wieder ändern ! Muggels können auch recht überraschend auftauchen.
Wir danken Triola für die hilfreiche Zusammenarbeit und den Schlümpfen als Beta-Tester.