In einem Feld in der Nähe von Aengenesch liegt der letzte Teil des Hauses Langendonk. Die Reste eines abgestumpften Wehrturmes am Langendonker Weg sind Zeugnis einer jahrhundertealten Festung. Welche Bedeutung sie in damaliger Zeit hatte, wird in heutiger Zeit nicht mehr deutlich. Dabei war Langendonk eine Grenzfestung des Herzogtums Geldern zum kurkölnischen Territorium des Kölner Erzbischofs.
Die Grenze der beiden Herrschaftsbereiche wurde damals entlang der Issumer Fleuth gezogen. Auf beiden Uferseiten wurde die Burg gebaut, die 1391 erstmals als "Huys zu Langendunck" erwähnt wird. Die heute nicht mehr vorhandene Vorburg war Teil des Herzogtums Geldern, die Hauptburg, zu der die heutige Turmruine gehört, stand auf kurkölnischem Gebiet. Dazwischen lief als Grenze die Issumer Fleuth, die zugleich den – nicht mehr erkennbaren – Wassergraben der Hauptburg speiste. Entscheidend war die Lage der Hauptburg.
Bis zum Jahr 1663 kann angenommen werden, dass Burg Langendonk noch bewohnt war. Bis dahin hatte sie den Besitzer gewechselt: Die Herren von Wachtendonk waren nun mit Langendonk belehnt, waren also nun der Treue zum Erzbischof von Köln verpflichtet.
Mit dem 17. Jahrhundert verliert sich die Geschichte des Hauses Langendonk im Dunkeln. Wann genau aber die Burg dem Verfall preisgegeben wird, ist unklar, setzt sich aber bis in die jüngere Geschichte fort.
Warum die Ruine im Volksmund auch "Mäuseturm" genannt wird, weiß man nicht.