Der Hügel mit Bolzplatz und Spielplatz, auf dem Ihr steht, ist das sichtbare Überbleibsel des Bergbaus an diesem Ort. Es handelt sich um die von Hand aufgeschüttete Abraumhalde des ehemaligen Bergwerks Grube Treue auf dem Zellerfelder Gangzug. Die Grube war bis Mitte des 18. Jahrhunderts über fast 200 Jahre in Betrieb und war eine von vielen in einer ungefähr ost-westlich über mehrere Kilometer verlaufenden Aneinanderreihung von Bergwerken.

Grube Treue um 1650 in Bildmitte (Merian)
Nördlich der Treuer Halde steht in dem Straßenensemble Treuerzipfel noch das kleine Zechenhaus der Grube in dem sich die Bergleute und Steiger (Vorarbeiter) vor dem Einfahren zum Gebet und zur Besprechung trafen. Es ist durch eine Tannentafel kenntlich gemacht. Wenn man von der Bergstraße aus auf den Treuerzipfel herunter blickt kann man nachvollziehen, warum dieses beschauliche Areal mit alten Häusern früher "Im Loch" hieß.

Treuer Halde
Zum Cache gelangt Ihr von den Parkkoordinaten An der Treuerhalde über den Bolzplatz und dann in direkter Linie. Vom Treuerzipfel gelangt man m.W. nicht dorthin, außerdem wäre es ziemlich steil.

Euer Parkplatz im Winter
Der Eulenspiegler Teich unterhalb der Treuer Halde lohnt auf jeden Fall einen kleinen Abstecher. Man geht von den Parkkoordinaten die Straße hinunter bis die Leitplanke hinter der Kurve im Boden verschwindet (dorthin zu fahren macht keinen Sinn). Dort entweder über den Fußweg am Teich entlang oder weiter geradeaus und zum Damm und der Brücke über die Ausflut.
Am Ufer des Teichs war einmal der Bau einer Entlastungsstraße geplant worden um einen Teil des Durchgangsverkehrs an Zellerfeld vorbei zu leiten. Warum daraus nichts wurde ist eine andere Geschichte. Obwohl die stark befahrene Bundesstraße nur 150m entfernt ist hört man hier durch die Tallage fast nichts davon.

Eulenspiegler Teich mit Seerosen
Hinter der Baumreihe über dem gegenüberliegenden Südufer des Teichs verlief bis 1976 die Eisenbahnlinie von Langelsheim über Lautenthal, Wildemann, Silbernaal und Clausthal bis Altenau. Der ehemalige Bahnhof - heute Stadtbibliothek - befindet sich gleich östlich (links) vom Teich.
Eine Clausthaler Legende steht 200m südwestlich vom Teich und wird auch mit einem Cache gewürdigt. Obwohl eigentlich baufällig wird der alte Ahorn, den hier jeder als "Kugelbaum" kennt, in Ehren gehalten und am Leben gelassen. Er könnte sicher einiges erzählen, so viele romantische Begegnungen wie er beschirmt hat…