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Geo-Aufschluß aus dem Perm EarthCache

Hidden : 7/18/2014
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Grafik
Durch dieses Hinweisschild wurde ich auf eine geologische Besonderheit aufmerksam. Bisher bin ich schon einigen Zeitaltern der Erdgeschichte in diesem Teil der Eifel begegnet. Aber ein Hinweis auf das Perm machte mich dann doch neugierig. So habe mir daraufhin den Aufschluß einmal näher angeschaut und ein wenig recherchiert.



Das Perm: Geschichte und Namensgebung


Der Name Perm ist von dem ehemaligen russischen Gouvernement Perm (ungefähr der heutigen Region Perm entsprechend) am Fuß des Uralgebirges abgeleitet. Die hier aufgeschlossenen Gesteine dieser Zeit dienten Roderick Murchison 1841 als Grundlage seiner wissenschaftlichen Beschreibung. Das Perm in Deutschland und Mitteleuropa ist im Wesentlichen durch die zwei lithostratigraphischen Gruppen des Rotliegend und des Zechstein repräsentiert.


Wo war die Eifel damals? - Pangaea



Pangaea, andere Schreibweise Pangäa. Der Name stammt aus dem altgriechischen und bedeutet wörtlich „Ganze Erde“). Es war der letzte globale Superkontinent der Erdgeschichte.GrafikEr existierte als zusammenhängende Landmasse vor etwa 300 bis 150 Millionen Jahren (Karbon bis Jura), also in dem Abschnitt der Erdgeschichte, in dem sich das große Massenaussterben am Ende des Perm abspielte und sich die Dinosaurier entwickelten. Pangaea entstand durch den Zusammenprall von Laurussia – dem Old-Red-Kontinent – und Gondwana – dem Großen Südkontinent – durch Schließung des Iapetus-Ozeans und des Rheischen Ozeans. Durch plattentektonische Vorgänge zerbrach Pangaea im Jura – vor etwa 150 Ma – unter Ausbildung der Paratethys im heutigen Mitteleuropa und Südeuropa vorerst wieder in die Großkontinente Laurasia und Gondwana, aus denen es entstanden war und die später in der Kreidezeit – vor etwa 135 Ma – im Zuge der Spreizung des Atlantiks und der Umbildung der Tethys zum Indischen Ozean und Antarktischen Ozean in die uns heute bekannten Kontinente zerfielen.Der südöstliche Teil der Gemeinde gehört geologisch zur Sötenicher Kalkmulde, die im wesentlichen mitteldevonische Gesteine aufweist. Der westliche Teil des Gemeindegebietes birgt die älteren Gesteine des Unterdevons. Bei Straßbüsch ist ein kleiner Aufschluß von Kalksteinkonglomeraten des Perm vorhanden.


Die Kalksteinkonglomerate der Perm Zeit


Der Untergrund unter der Ortschaft Golbach enthält als lokale geologische Besonderheit Gesteine aus der Perm-Zeit (Alter 290 - 250 Mio. J.), welche die oberste, d.h. die letzte Einheit des Erdaltertums darstellt. Darüber folgen die geologischen Einheiten der Buntsandstein-Zeit (Trias-Zeit: 250 - 210 Mio. J.). Das Perm wird untergliedert in „Rotliegendes" und „Zechstein".Grafik Die hier aufgeschlossenen permischen Gesteine sind in der Nordeifel nur an dieser Stelle als Aufschluß deutlich über Tage sichtbar. Es handelt sich hier um sog. Kalksteinkonglomerate. Dies sind durch eine rote, feinkörnige Grundmasse verbundene Gerölle und kantige Bruchstücke aus Kalk- und Dolomitsteinen. Durch Bohrungen in Golbach und Dottel ist die weitere Verbreitung einer etwa 9 - 15 m mächtigen Schicht dieser permischen Kalkkonglomerate nachgewiesen. Weitere Vorkommen von Perm-Gesteinen finden sich in der Wittlicher Senke, in der Südeifel und in den Ardennen im Graben von Malmedy. Die Eifel war zur Perm-Zeit noch überwiegend Festland, da zur oberen Karbon-Zeit das variskische Gebirge als Faltengebirge aufgestiegen ist. Über eine lange Zeitdauer von vielen Millionen Jahren wurde dieses Gebirge durch Erosion wieder abgetragen. Der dabei entstehende Verwitterungsschutt ist in Senken hineingeschwemmt und abgelagert worden. So gelangten auch die devonischen Kalk- und Dolomitsteine, die uns aus der Sötenicher Kalkmulde vertraut sind, als grobes Geröll im Kaller Bereich nach wenigen Kilometern Transport wieder zur Ablagerung.GrafikSie sind also wichtige Zeugen der zu Ende gehenden variskischen Gebirgsbildung, welche sich weltweit abspielte und die damaligen Landmassen zu einem Großkontinent „Pangäa" zusammenschweißte. Die Eifelregion lag damals etwa auf 30 Grad nördl. Breite, also viel weiter südlich als heute. Das Klima wandelte sich von tropisch humid zu ariden, eher trockenwüstenhaften Bedingungen, worauf die charakteristischen roten Oxidationsfarben der eisenhaltigen Gesteine zurückgeführt werden. In der Evolution der Tier- und Pflanzenwelt vollziehen sich wichtige Schritte, so das massenhafte Aussterben altertümlicher Lebensformen wie die Trilobiten und viele Korallen- und Amphibienarten. Dafür befinden sich die Samenpflanzen und Reptilien in schneller Entfaltung. In den hiesigen Kalkkonglomeraten treten allerdings keine permischen Fossilien auf.

Wer hier eine beeindruckende Wand erwartet wir wahrscheinlich enttäuscht sein. Die geologischen Besonderheiten sind eher unscheinbar am Wegesrand zu finden. Wir müssen uns ein wenig genauer umschauen und auf die Details achten.



Um diesen Cache zu loggen, begib dich zu dieser Location und beantworte nachfolgende Fragen. Anschließend postet zu eurem Log bitte noch ein Foto von euch an der Location. Wenn ihr selbst nicht auf dem Foto erscheinen wollt, reicht natürlich auch ein persönlicher Gegenstand auf dem Foto als Beweis eurer Anwesenheit. (Laut Earthcache Guidelines ist die Forderung eines Fotobeweises seit Juni 2019 wieder erlaubt.)



1.) Schaue dir die Gesteine einmal genauer an. Zu welcher lithostratigraphischen Gruppe des Perm gehören sie?

2.) Beschreibe kurz die Farbe, Form und Größe der im Konglomerat verbundenen Bestandteile.

3.) Was denkst du weswegen das Bindemittel genau diese Farbe aufweist?

Danach könnt Ihr sofort loggen. Wenn irgendetwas nicht in Ordnung sein sollte, melden wir uns.


Quellenverzeichnis delle fonti:

Wikipedia

www.wisoveg.de

www.eifelverein.de

Fotos eigen

Additional Hints (No hints available.)