Die Kalksteinkonglomerate der Perm Zeit
Der Untergrund unter der Ortschaft Golbach enthält als lokale geologische Besonderheit Gesteine aus der Perm-Zeit (Alter 290 - 250 Mio. J.), welche die oberste, d.h. die letzte Einheit des Erdaltertums darstellt. Darüber folgen die geologischen Einheiten der Buntsandstein-Zeit (Trias-Zeit: 250 - 210 Mio. J.). Das Perm wird untergliedert in „Rotliegendes" und „Zechstein".
Die hier aufgeschlossenen permischen Gesteine sind in der Nordeifel nur an dieser Stelle als Aufschluß deutlich über Tage sichtbar. Es handelt sich hier um sog. Kalksteinkonglomerate. Dies sind durch eine rote, feinkörnige Grundmasse verbundene Gerölle und kantige Bruchstücke aus Kalk- und Dolomitsteinen. Durch Bohrungen in Golbach und Dottel ist die weitere Verbreitung einer etwa 9 - 15 m mächtigen Schicht dieser permischen Kalkkonglomerate nachgewiesen. Weitere Vorkommen von Perm-Gesteinen finden sich in der Wittlicher Senke, in der Südeifel und in den Ardennen im Graben von Malmedy. Die Eifel war zur Perm-Zeit noch überwiegend Festland, da zur oberen Karbon-Zeit das variskische Gebirge als Faltengebirge aufgestiegen ist. Über eine lange Zeitdauer von vielen Millionen Jahren wurde dieses Gebirge durch Erosion wieder abgetragen. Der dabei entstehende Verwitterungsschutt ist in Senken hineingeschwemmt und abgelagert worden. So gelangten auch die devonischen Kalk- und Dolomitsteine, die uns aus der Sötenicher Kalkmulde vertraut sind, als grobes Geröll im Kaller Bereich nach wenigen Kilometern Transport wieder zur Ablagerung.
Sie sind also wichtige Zeugen der zu Ende gehenden variskischen Gebirgsbildung, welche sich weltweit abspielte und die damaligen Landmassen zu einem Großkontinent „Pangäa" zusammenschweißte. Die Eifelregion lag damals etwa auf 30 Grad nördl. Breite, also viel weiter südlich als heute. Das Klima wandelte sich von tropisch humid zu ariden, eher trockenwüstenhaften Bedingungen, worauf die charakteristischen roten Oxidationsfarben der eisenhaltigen Gesteine zurückgeführt werden. In der Evolution der Tier- und Pflanzenwelt vollziehen sich wichtige Schritte, so das massenhafte Aussterben altertümlicher Lebensformen wie die Trilobiten und viele Korallen- und Amphibienarten. Dafür befinden sich die Samenpflanzen und Reptilien in schneller Entfaltung. In den hiesigen Kalkkonglomeraten treten allerdings keine permischen Fossilien auf.
Wer hier eine beeindruckende Wand erwartet wir wahrscheinlich enttäuscht sein. Die geologischen Besonderheiten sind eher unscheinbar am Wegesrand zu finden. Wir müssen uns ein wenig genauer umschauen und auf die Details achten.
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1.) Schaue dir die Gesteine einmal genauer an. Zu welcher lithostratigraphischen Gruppe des Perm gehören sie?
2.) Beschreibe kurz die Farbe, Form und Größe der im Konglomerat verbundenen Bestandteile.
3.) Was denkst du weswegen das Bindemittel genau diese Farbe aufweist?
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Quellenverzeichnis delle fonti:
• Wikipedia
• www.wisoveg.de
• www.eifelverein.de
• Fotos eigen