Etsdorf:
Erste urkundliche Erwähnung von "Ozinsdorf" um 1230 des Passauer Urbar. Die Grundherrschaft gehörte zu Grafenegg. 1277 wird der Ritter Heinricus de Enzensdorf bzw. Enzeinstorf in Urkunden des Kremser Bürgers Gozzo als Zeuge erwähnt. Allerdings wissen wir nicht, wo der Sitz war, wer ihn erbaute und wann er verödete.
Kaiser Franz I. erteilte am 17. September 1819 dem "Markt Etsdorf" eine Bewilligung zur Abhaltung eines Jahrmarktes (Pfingsten).
Die Pfarrkirche zum hl. Jakobus dem Älteren im barocken Saalbau mit mittelalterlichem Kern sowie barockisiertem, gotischem Chor und barockem W-Turm. Vikariat vermutlich in der ersten Hälfte der 12. Jh., urkundlich um 1231 als passauische Lehenspfarre erwähnt, ab 1803 landesfürstlich.
Am 12. Juni 1884 wurde der Etsdorfer Weinhauersohn Johann Gegenbauer, in den Adelsstand erhoben und erhielt vom Kaiser das Prädikat "Edler von Kampbrück".
1902 wurde die Gemeinde von Kaiser Franz Josef ausgezeichnet.
Im Zuge der Revitalisierung der Kellergasse wurde im Jahr 1981 als Symbolik des Weines die Weinberggeiß errichtet. In diesem Jahr fand gleichzeitig in Österreich ein großer internationaler Weinkongress statt.