
Nein, hier entsteht weder eine Zellulosefabrik noch ein Hotel für waldlufthungrige Urlauber. Dieser Kran wurde auf Betreiben des im März 2007 verstorbenen Direktors des Botanischen Gartens Leipzig und Leiters der Abteilung "Spezielle Botanik" des Leipziger Instituts für Botanik, Prof. Dr. Wilfried Morawetz, im stadtnahen Auwald aufgestellt. Mit seiner Hilfe kann Baumkronenforschung quasi "zum Greifen nah" betrieben werden. Der Kran kann auf 120 m Schienenlänge bewegt werden und besitzt einen 45 m langen Ausleger. In seiner Gondel gelangen die Forscher fast an jeden Ast jedes Baumes auf einer Fläche von 1,6 ha.
Die Untersuchung der Baumkronen wird von vielen zusätzlichen Studien begleitet. Letzten Endes wollen die Wissenschaftler klären, wie Waldökosysteme funktionieren. Die Stadtnähe des Auwaldes ist nicht nur logistisch von enormem Vorteil, sondern eröffnet außerdem die Möglichkeit, mehr über seine Bedeutung für das Stadtklima zu erfahren. Wissenschaftler der Universität Leipzig und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung wollen durch Langzeitmessungen und -beobachtungen der abiotischen (Klima, Boden) und biotischen Komponenten (Pflanzen, Pilze, Tiere) sowie deren Wechselwirkungen
* neue Erkenntnisse zur ökologischen Funktion des Auwaldes gewinnen,
* die Reaktion der Bäume auf Schadstoffe aus der Umwelt besser verstehen,
* eine Einschätzung der Belastbarkeit des Waldes leichter ermöglichen,
* die Artenvielfalt des Auwaldes besser und im Detail quantifizierbar machen und
* die Bedeutung des Auwaldes für den Klimaschutz und die lokale Lebensqualität besser einschätzen lernen.
(Hinzugefügt am 26. 5. 2016:) Nein, der Aufenthalt hier ist weder verboten noch gefährlich. Im Interesse der an diesem Ort zuweilen tätigen Wissenschaftler aber hier zwei
Sicherheitshinweise:
1. Wenn man vom Kilometerweg her kommt und an der Informationstafel vorbei, wie das wohl die meisten tun werden, findet man ein Stück weiter links an einem Baum jetzt einen Hinweis:
Die Benutzung dieses Weges ist bei Kranbetrieb untersagt!
Das ist vollkommen einzusehen. Aber ohnehin sollte man auf das Suchen des Caches verzichten, wenn Wissenschafts-Muggel mit ausgezeichnetem Überblick am Werke sind.
2. Es ist nicht nötig, auf dem "Bahndamm" entlang zu laufen. Etwa 20 m vor dem Anfang des Gleises benutze man den Weg rechts, der in einem Bogen sehr nahe an den Cache heran führt.
Neuerdings sind am Kran auch einige Leitungen verlegt, die zu Meßeinrichtungen führen, die an Bäumen befestigt sind, davon auch welche in Cachenähe. Sollte dabei ein Muggel auf das Versteck aufmerksam geworden sein und die Dose weggenommen haben, steht zu befürchten, daß dies wieder geschieht. Dann müßte ich über den Ort des Verstecks noch einmal nachdenken...