Als alter, gelernter und immer noch aktiver Porzelliner verstehe ich nicht, wieso hier noch keine Dose liegt und muss das endlich mal abstellen.
Zur Geschichte:
Der Porzellanmalersohn Carl Magnus Hutschenreuther (1794 – 1845) aus Wallendorf in Thüringen besuchte öfters seine Verwandten in Hohenberg a.d.Eger.Er fand hier Gefallen an der Tochter des Oberförsters Reuß, die er später heiratete. Sein Schwiegervater machte ihn auf den weißen „Pfeifenton“ aufmerksam, der westlich von Hohenberg vorkam und sich zur Herstellung von Porzellan eignete. 1814 richtete der junge Mann auf der Hohenberger Burg eine kleine Manufaktur ein. Am 10. September 1816 ersuchte Hutschenreuther ein sein zu ihm gestoßener Kompagnon Christian Paul Aecker aus Seußen um ein „allerhöchstes Privilegium zur Errichtung einer „Porcellain-Fabrique“ in Hohenberg. Beide erklärten sich bereit, dass jeder 5000 Gulden für das Unternehmen aufbrächte. Die Antragsteller beabsichtigten, die ehemalige Alaunhütte südlich von Hohenberg, genannt „Freundschaft“, für ihre Fabrik zu erwerben. Das bayerische Innenministerium lehnte das Gesuch zunächst ab. Erst durch eine Ministerialentschließung vom 7. November 1822 wurde die Konzession erteilt, wodurch die Porzellanherstellung in Hohenberg beginnen konnte. Porzellanerde, Quarz, Feldspat, Wasser und Holz waren die Voraussetzungen dafür, dass durch Unternehmerinitiative im ersten Viertel des 19. Jahrhunderts eine neue Industrie im östlichen Fichtelgebirge entstehen konnte.
Am 22. September 2007 wurde der Fränkische Gebirgsweg eröffnet und eingeweiht. Am Verlauf des neuen Fernwanderweges, der auch hier vorbeiläuft, wurden verschiedene Objekttafeln mit Erläuterungen aufgestellt. Gegenüber des Hutschenreuther-Gedenksteines steht eine solche Objekttafel mit folgender Erläuterung:
Das Gebiet des Steinberges mit seiner höchsten Erhebung von 652 m ü.NN ist ein ausgedehntes Basaltgebiet. Hier am südlichen Steinberg werden bereits im Jahr 1499 Tongruben erwähnt. Die vorgefundenen Kaoline (Porzellanerde) waren 1814 für Carolus Magnus Hutschenreuther Anlass zur Gründung der Porzellanfabrik in Hohenberg a.d.Eger. Von 1928 bis etwa 1932 wurde bergmännisch in einem 27 m tiefen Schacht durch die Firma „Oberfränkische Ockergrube Kothigenbibersbach“ Ocker und Kaolin abgebaut. Ocker ist das feinerdige Verwitterungsprodukt von Eisenerz und Feldspat und befindet sich im oberen Bereich der Erdschichten. Das Dorf Kothigenbibersbach gehört zur politischen Gemeinde Thiersheim und wird urkundlich erstmals 1279 genannt. In der Umgebung fand im 18. Jahrhundert ergiebiger Bergbau auf Eisen statt, der von Oberbergmeister Alexander von Humboldt gefördert wurde.
Viel Spass beim Suchen
In der Nähe befindet sich die Gaststätte Steinhaus (ca. 500 m), dort kann man Getränke und kleine Brotzeiten zu sich nehmen und im Garten entspannen bevor man vielleicht noch die 5 Caches rund um das Steinhaus und den Steinberg mitnimmt...;)