Skip to content

Fahrradcache Bliesgau Multi-Cache

This cache has been archived.

John_Koenig: Hallo Histobliesgau,

da sich hier scheinbar nichts weiter tut und leider keine weitere Reaktion auf Reviewer-Notes kamen, archiviere ich diesen Cache.

Falls Du diese Cacheidee nicht weiterverfolgen möchtest, denke bitte daran eventuellen Geomüll (Cachebehälter, Zwischenstationen) wieder einzusammeln. Solltest Du nochmals Interesse an einem Cache hier haben, so musst Du nun leider ein neues Listing dazu anlegen.

Mit freundlichem Gruß

John_Koenig

Volunteer Geocaching.com Reviewer

More
Hidden : 7/25/2014
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
4 out of 5

Size: Size:   small (small)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:

In diesem Cache werden Sie auf eine Reise geschickt, die Ihnen die Bestattungsmethoden und Rituale verschiedener Kulturen im Bliesgau näher bringt. Seien es Kelten, Römer oder auch Germanen, alle legten großen Wert auf ihre jeweiligen Traditionen und Vorgehensweisen.

 

 


Totenkulte im Bliesgau:

 

Seit Jahrtausenden wurde das Gebiet im Bliesgau von verschiedenen Kulturen besiedelt, die unterschiedliche Bestattungsrituale und Totenkulte entwickelten. Der Umgang mit den Toten ist immer von religiösen Vorstellungen geprägt. Die Bestattungsarten der Kulturen unterscheiden sich jedoch und die Rituale hängen auch von der Religion einer Gemeinschaft ab. Totenkult bedeutet die Verehrung von Verstorbenen über das Begräbnis hinaus. Schon früher dachten viele Menschen, dass die Toten in einer anderen Daseinsform weiterhin existieren.

Und als Erinnerung an die Toten im Diesseits wurden häufig über den Gräbern Bauten errichtet, um so an die Toten zu erinnern.

 

In diesem Cache werden Sie auf eine Reise geschickt, die Ihnen die Bestattungsmethoden und Rituale verschiedener Kulturen im Bliesgau näher bringt. Seien es Kelten, Römer oder auch Germanen, alle legten großen Wert auf ihre jeweiligen Traditionen und Vorgehensweisen.

Die Spuren dieser Bestattungen lassen sich heute immer noch finden, wenn sie auch manchmal nur schwer zu erkennen sind und heute nicht mehr gekennzeichnet oder wieder zugeschüttet worden sind. So werden Sie an manchen der Punkte leider keine Überreste mehr sehen, da sie wieder zu geschüttet wurden. Aber die Hügelgräber entschädigen den Aufwand, denn sie kann man noch bewundern und das Fürstinnengrab in Reinheim sogar begehen.

 

Der Cache ist als Fahrradrundkurs konzipiert, ist aber auch mit den Auto absolvierbar. Die Dauer ist mit 4-7 Stunden zu bemessen und der Rundkurs ist nur für etwas sportliche Personen geeignet, denn es gibt einige steile Berge auf der Strecke. Aber am Ende dieser Berge kann man meist eine wunderschöne Aussicht über das Bliesgau genießen. Und wenn man durch die kleinen Dörfer der Gegend kommt, kann man auch die sehr schönen kleinen Cafés der Region besuchen.


Der Cache beginnt in Reinheim im Europäischen Kulturpark, wo man auch genügend Parkmöglichkeiten vorfindet, und auch sehr viele weitere Interessante Bauten und Ausgrabungen besichtigen kann. Aber das Thema dieses Caches ist der Totenkult und daher starten wir den Cache am Fürstinnengrab. Dieses ist begehbar und es lohnt sich wirklich in das Hügelgrab hinein zu gehen.

 

Das Fürstinnengrab von Reinheim:

 

Vor der Entdeckung des Grabes nannte man die leichte Bodenwelle im Volksmund "Katzenbuckel". Die Ausgrabungen im März 1954 durch Josef Keller in Zusammenarbeit mit Alfons Kolling führten dann zur Auffindung des wohl reichsten keltischen Fürstinnengrabes der Frühlatènezeit (um 370 v. Chr.) in Mitteleuropa. Das Grab selber war zur Zeit der Errichtung ein etwa 5m hoher Hügel, in dem eine Holzkammer mit den Maßen 3,5x2,7x1,2m angelegt wurde. Das Skelett war leider, als die Ausgrabungen stattfanden, bereits vollständig durch Kieselsäure vergangen. Das weibliche Geschlecht konnte zum einen durch das beidseitige Tragen von Armringen (was bei Männergräbern desselben Alters niemals entdeckt wurde) und zum anderen durch die geringe angenommene Körpergröße von ca. 1,50m archäologisch gesichert werden. Das Sterbealter der Fürstin von Reinheim konnte allerdings wegen des fehlenden Knochenmaterials nicht mehr bestimmt werden. Die reichen Grabbeigaben, wie unter anderem Goldhalsringe, Goldhohlarmringe, goldene Fingerringe, einen reichverzierten bronzenen Handspiegel, eine 51,4cm hohe Röhrenkanne aus ursprünglich goldglänzender Bronze, phönikische Augenperlen und 132 Objekte aus baltischen Bernstein, lassen keinen Zweifel an ihrer vornehmen Herkunft. Zusätzlich kann man aus der religiös motivierten Symbolik der Verzierungen schließen, dass die Fürstin auch ein priesterliches Amt mit kultisch-religiösen Aufgaben erfüllte.

 

 

 

1. Was ist Bernstein ?

 

  •    A: Eine Perle aus Indien                    49°15.012         

  •    B: Verwittertes Vulkangestein aus Italien          49°08.035                                                                                           

  •    C: Fossiles Baumharz aus dem Baltikum            49°14.083


                                                                                                

                                                                                                

                                                                                      

2.  Von wo bekamen die frühen Kelten ihren Bernstein?

 

  •    A: Über Handelswege aus dem Baltikum              007°10.835

  •    B: Sie bauten ihn in Minen ab                007°24.643  

  •    C: Sie stellten ihn mit Hilfe von Alchemie her        007°20.643


 

Das keltische Kinderdoppelgrab auf dem "Horres" (Reinheim):

 

Das Terrain in der Flur "Horres" war bereits seit langem als römisches Siedlungsgebiet bekannt, als man im Frühjahr 2005 eine frühkeltische Begräbnisanlage mit drei durch den Pflug eingeebneten Hügelgräbern entdeckte. Die Gräber konnten in die Frühlatènezeit eingeordnet werden. Man fand in einem Hügelgrab zwei schlecht erhaltene Skelette, deren Geschlecht man anhand des robusteren Knochenbaus und des beidseitigen und einseitigen Tragens von Armringen bestimmen konnte. Einseitig getragene Armringe waren bei den frühen Kelten in der Führungsschicht ein Statussymbol für Männer. Man fand heraus, dass der Junge mit ca.10-11 Jahren verstorben sein musste und das Mädchen im Alter von ca.12 Jahren. Die geschätzte Körpergröße betrug beim Jungen 1,34-1,39m und beim Mädchen ca. 1,45m. Nach archäologischen Befunden geht man davon aus, dass beide gleichzeitig bestattet wurden, allerdings fand man durch molekulargenetische Untersuchungen heraus, dass die beiden auf jeden Fall nicht die selbe Mutter hatten, also höchstens Halbgeschwister sein konnten. Aufgrund der reichen Grabbeigaben und der für ihr Alter relativ großen Körpergröße, was ein Faktor für eine qualitativ und quantitativ gute Ernährung sein kann, geht man davon aus, dass die beiden Kinder aus der Führungsschicht der frühen Kelten stammen. Über ihre Todesursache gibt es keine klaren Anhaltspunkte.

 

1. Was war ein Statussymbol der frühen keltischen Männern?

 

  •        A: Kurz getragene Haare                49°04.001 / 007°06.123

  •        B: Einseitig getragene Armringe              49°11.133 / 007°09.887

  •        C: Möglichst kunstvoll getragene Pelze            49°26.054 / 007°23.543

 

Als nächste Station kommt das merowingerzeitliche Grabfeld bei Wittersheim. Hier ist oberflächlich nicht mehr viel von dem Grabfeld zu sehen, da es nach den Ausgrabungen wieder zugeschüttet wurde. Aber trotzdem zeugt noch etwas von den Merowingern in Wittersheim. Aber auch die restliche Region wurde von den Merowingern geprägt.




 

Merowingerzeitliches Grabfeld bei Wittersheim:

 

In der Merowingerzeit wurden Reihengrabfelder angelegt. Die Toten wurden einheitlich mit dem Kopf nach Westen in der Erde begraben. Diese Felder liegen außerhalb des Ortes, aber noch in Sichtweite und meist auf einer leichten Anhöhe.

Im Bliesgau wurden 10 merowingerzeitlichen Grabfelder des 6./7. Jahrhunderts n. Chr. gefunden. Interessanterweise liegen all diese Grabfelder meist bei Orten, die auf ”-heim” enden. Eine Endung, die im Saar-Mosel-Raum relativ selten ist. Im Bliesgau aber häuft sich dieser Name. Das lässt auf Dorfgründungen fränkisch-germanischen Ursprung schließen. Es sind also alles schon sehr alte Orte mit einer langen Vergangenheit.

Der Raum, dieser auf ”-heim” endenden Dörfer, ist gekennzeichnet durch fruchtbare Muschelkalkböden, die beste Vorrausetzungen für Landwirtschaft bieten. So auch in Wittersheim.

Aber von diesen Grabfeldern ist nach den Ausgrabungen meistens nichts mehr zu sehen, denn zum Schutz der Bodenstruktur werden sie nach den Ausgrabungen normalerweise wieder zugeschüttet. Die gefundenen Gegenstände werden in Museen oder Archive gebracht.

 

1)      Mit was kann man merowingerzeitliche Grabfelder heute vergleichen?

 

  •         A: Kirchen                49°19.071

  •         B: Marktplätzen                49°01.852

  •         C: Friedhöfen                49°11.444

2)      Durch was zeichnen sie Muschelkalkböden aus?

 

  •         A: Besonders fruchtbar           007°12.637

  •         B: Besonders steinig            007°15.058

  •         C: Besonders sandig            007°19.058




 

Hallstattzeitliches (800-600 v. Chr.) Hügelgrab im Schornwald:

 

Hügelgräber wurden zu dieser Zeit auf Höhenrücken angelegt, denn man wollte wohl so nahe wie möglich bei den Sternen sein und damit auch bei den Göttern. Der Leichnam wurde mit dem Kopf nach Süden und den Füßen nach Norden ausgerichtet. Der Körper wurde in  einer sargähnlichen Holzkonstruktion bestattet. Dem Toten wurde zusätzlich noch alles, was er für das Leben im Jenseits brauchte, als Grabbeigabe mitgegeben.

Männern gab man Waffen, Rüstungen oder Rasiermesser als Grabbeigabe. Frauen hingegen bekamen Ringschmuck, Hals-, Arm- und Beinringe ins Grab gelegt. Beiden Geschlechtern gleich waren die Beigaben von Tongefäßen. Wenn dies alles gemacht war, wurden viele Steine mit mehreren Tonnen Gewicht über die Holzkonstruktion gepackt. Darauf kam dann noch Erde um das Grabmonument zu vollenden.  Auf die Spitze des neu entstanden Hügels wurde ein Grabpfeiler aufgestellt.

Für uns heute sind vor allem die Funde aus solchen Gräbern wichtig, da es sonst aufgrund des von den Kelten bevorzugten Baumaterials Holz kaum erhaltene Spuren von ihnen gibt. Aus ihnen erfährt man viel über die Kultur der Kelten. Im Schornwald fand man so zum Beispiel mehrere Armringe aus Bronze sowie ein halbmondförmiges Rasiermesser aber auch mehrere Tongefäße.

 

Aus: Walter, R., Kelten, Römer und Germanen im Bliesgau, Rheinheim 2010

 

1)      Was war eine klassische Grabbeigabe in den Hügelgräbern?

 

  •     A: Münzen                                                     49°28.156    

  •     B: Weinamphoren                                                         49°02.563

  •     C: Bronze-Armringe                                                         49°11.393  

  • 2)      Warum findet man heute kein Häuser der Kelten mehr ?

     

    •      A: Aufgrund des verrottenden Baumaterials.           007°13.344

    •      B: Kelten lebten in Zelten.                                      007°28.486                          

    •      C: Kelten lebten in Höhlen.                007°12.951


     

    Auch von dieser Station ist heute nichts mehr zu sehen, denn sie wurde beim Bau eines Neubauviertels gefunden, welches nach eingehender Untersuchung des Fundortes auch gebaut worden ist.                                                                                                                                     

     

    Das Grab eines germanischen Offiziers von Wolfersheim:

     

    In Wolfersheim befindet sich ein Friedhof aus der Römerzeit. Die Untersuchung des Gebiets erfolgte 1998. Man vermutete einen germanischen Friedhof der Merowingerzeit (450-750 n. Chr.). Es fanden sich sechs frührömische Brandgräber sowie zwei Aschegruben des 1. und 2. Jahrhunderts n. Chr.  Des Weiteren wurden dort die bis dato ersten vier spätrömischen Körpergräber gefunden. Der wohl bedeutendste Fund war das Grab eines 1,80 Meter großen Mannes in Grab 11. Der 40-50 Jahre alte Verstorbene hebt sich durch die besondere Körpergröße von den anderen Bestatteten ab. Die metallenen Reste eines Militärgürtels, der in reichsrömischen Werkstätten hergestellt wurde,  weisen den Toten als Offizier der spätrömischen Armee aus.

    In der rechten Hand hielt der Offizier eine kleine Bronzemünze. Diese war als Zahlungsmittel für den Fährmann gedacht, der ihn mit dem Boot ins Jenseits befördern sollte. Man nennt dieses Zahlungsmittel auch Charonspfennig. Es wird vermutet, dass der Soldat alemannischer oder fränkischer Herkunft war und in den römischen Militärdienst eintrat.

     

    Wie alt wurde der römische Offizier germanischer Abstammung?

     

    • A: Er wurde 45 Jahre und starb bei einer Schlacht.      

    49°13.092 / 007°18.758    

    • B: Er wurde 40-50 Jahre alt und gehörte zum germanischen Adel.          

    49°07.875 / 007°11.401

    • C: Eine Altersangabe war aufgrund zu starker Zerstörung nicht möglich.                         49°13.041 / 007°19.753

     

    Das Merowingergrab am „Homerich“ in Reinheim:

     

    Um den „Homerich“ ranken sich seit Jahrhunderten viele Mythen. Alten Sagen zufolge soll dort ein König mit den Namen Humarich gewohnt haben. In diesem Gebiet wurden bisher Gräber, Heiligtümer und eine Siedlung gefunden. Am 24. April 1827 entdeckte man dort bei Feldarbeiten ein Steinplattengrab. Dieses Grab hatte die Maße 2,60x1,20x1,20 Meter. Die Funde in diesem Grab, darunter ein Schwert und eine Lanze, sind leider im Historischen Museum in Speyer verloren gegangen. Das Skelett des Bestatteten hat die Jahrhunderte nicht überstanden. Es wird vermutet, dass dieses Grab zu den zeittypischen Reihengräberfriedhöfen der Merowingerzeit gehört. Nach momentanem Forschungsstand wird die Anlage auf das 6. beziehungsweise 7. Jahrhundert datiert. Leider wurde die Ausgrabungsstätte wieder abgedeckt.

     

Additional Hints (No hints available.)