Leider gab es schon einen der direkt am "Stadion an der Alten Försterei" liegt. Deswegen erinnert dieser an die Geschichte, wie der Fußball mit UNION Oberschöneweide, hier am Rande der Wuhlheide gelandet ist.
Sadowa und an der Alten Försterei
"Die Ausbreitung der gewaltigen Industrieanlagen sowie das damit verbundene ständige Anwachsen der Bevölkerung Oberschöneweides machte die Spielstätte der Unioner in der Wattstraße ab 1920 »bebauungsreif«. Union war somit auf der Suche nach einer neuen Heimstatt.
Draußen in der Wuhlheide, kurz vor dem Ortseingang von Köpenick, an der Chausseeabgabelung nach Sadowa, nächst der Königlichen Jägerei bzw. Alten Försterei, entstand das neue Domizil. Am 7. März 1920 wurde die Sportanlage offiziell mit einem Treffen gegen Victoria 89 ihrem Bestimmungzweck übergeben.
Lange Zeit machte daraufhin bei Siegen der Mannschaft das geflügelte Wort der "Rache für Sadowa" die Runde. Das hatte seine Ursache darin, dass der Verein über den Umzug nicht glücklich war. Kam der neue Standort für die Unioner doch einer Verbannung gleich. Für diese Schmach musste man sich kräftig an den jeweiligen sportlichen Gegnern rächen.
Sadowa war seit !870 der Name eines Ausflugsrestaurants mit Übernachtungsmöglichkeit und Garten gegenüber der Alten Försterei. In den Folgejahren war der Name auf das umliegende Gebiet übergegangen, auch der spätere Bahnhof Wuhlheide hieß zu jener Zeit Bahnhof Sadowa.
Die Bezeichnung Sadowa erinnerte an eine historische Begebenheit, die Schlacht von Sadowa (Sadova: Dorf im heutigen Tschechien), auch bekannt als Schlacht von Königgrätz. In einem fürchterlichen Gemetzel, bei dem beinahe 40.000 Menschen ihr Leben ließen, schlug dort die Preußische Armee 1866 die Truppen der Österreichisch-Sächsischen Armee und brachte damit die Entscheidung im sogenannten Deutschen Krieg. Im darauffolgenden Friedensschluss mussten die unterlegenen Österreicher der Auflösung des Deutschen Bundes sowie einer Neugestaltung Deutschlands unter Preußens Führung zustimmen. Die Erinnerung an diese Schlacht diente den Preußen jener Tage der nationalen Erbauung und gab nicht selten einen willkommenen Anlass für Namensgebungen. (Ausflugslokal)
Nachdem die Arbeiten am Stadion abgeschlossen waren, konnte am 7. August 1920 um I8 Uhr mit dem Besuch des Deutschen Meisters 1. FC Nürnberg die festliche Einweihung in Sadowa begangen werden. Vor der damaligen Rekordkulisse von über 7.000 Zuschauem‚ bei einem Fassungsvermögen Von 10.000, siegte der Gast knapp und recht glücklich mit 2:1 über den Berliner Meister Union Oberschöneweide."
Aus "Eisern Union" von Luther/Willmann