Zur Geschichte der Sühnekreuze
Sühnekreuze sind Denkmale mittelalterlichen Rechts. Sie waren ein Erfüllungsteil von Sühneverträgen, welche zwischen zwei verfeindeten Parteien geschlossen wurden, um eine Blutfehde wegen eines begangenen Mordes oder Totschlages zu beenden. Der überwiegende Teil der Sühnekreuze ist in Kreuzform gestaltet, oftmals ist die Mordwaffe bzw. ein berufstypisches Gerät des Entleibten in den Stein gehauen. In den seltensten Fällen finden sich eingeschlagene Jahreszahlen. Text findet sich auf keinem echten Sühnekreuz aus dem 13.-16. Jahrhundert. Der einfache Bauer hätte es ohnehin nicht lesen können, weshalb Bilddarstellungen dominierten. Mit der Einführung der Halsgerichtsordnung Kaiser Karls V. im Jahre 1533 wurden private Abmachungen nicht mehr geduldet, an ihre Stelle trat das ordentliche Gericht, das den Täter nach dem neuen Recht verurteilte. Mit der Einführung dieses neuen Rechtes wurden die Sühneverträge zwar offiziell abgeschafft, lebten jedoch je nach Landessitte noch durch das ganze 16. Jahrhundert fort - erst das 17. Jahrhundert räumte mit ihnen endgültig auf.
(Quelle: www.suehnekreuz.de)
Zur Geschichte des Sühnekreuz Gastrose
Das aus Sandstein gefertigte Steinkreuz von Klein-Gastrose stand ursprünglich unweit des Kirchhofes und wurde später unmittelbar an der Wand der Trafostation neu gesetzt. Seitdem es bei einem Verkehrsunfall im Jahre 2005 schwer beschädigt wurde, hat man es erneut leicht versetzt.
Zum Grund für das Aufstellen des Gastroser Sühnekreuzes gibt es drei verschiedene Sagen:
1. In Klein-Gastrose, nicht weit vom Kirchhofe stand ein Steinkreuz. Dort sollen die alte Deutschen einen Kampf gehabt haben, den sie verspielten. Die Todten sind hernach alle in eine tiefe Grube geworfen worden und darüber hat man das Kreuz gesetzt. (Gander 1889)
2. Hier sollen sich zwei Brüder über Ostern erstochen haben.
3. Erinnerung an einen im Duell getöteten Offizier.
Zum Cache
Er liegt in einiger Entfernung zum Sühnekreuz. Zu bestimmten Zeiten kann es am Cacheversteck auch etwas muggliger sein - zumindest die Anwohner sind aber eingeweiht. Also los, greift zu...
Warum der Cachename? Passend zum Ort habt ihr die Möglichkeit, in eurem Logbucheintrag Buße zu tun. Nun, was war eure letzte Sünde? 