Wasser aus der Wand, vor 100 Jahren? Fehlanzeige! Die verbreitete Alternative, nicht
nur in Leutewitz, waren der öffentliche Brunnen oder auch die Pumpe im Haus.
Für die Versorgung der Kühe und auch Schafe (Merino-Stammzucht) war das nicht
genug. Die Idee: Im gegenüberliegenden Tal wird eine höhergelegene Quelle angezapft.
Das Wasser wird in einer Rohrleitung zum Zielort geführt, dabei unterquert diese Röhre
den Käbschützbach und endet in den Zisternen der Ställe. Das funktionierte ohne Strom
und sicherte eine verlässliche Wasserzufuhr. Bis in die 70-er Jahre hinein lief ein
Teil des Wassers in den Gutshof. Der Steinbottich steht noch heute dort, allerdings
nicht am alt angestammten Ort an der Schmiede. Egal, er ist noch da. Das Waldstück
kann auf zwei Feldwegen erreicht werden, die aber beide recht verwachsen sind.
Beste Alternative ist die östliche Waldseite, dort führt ein alter "Kuhweg" zum Ziel.
Bitte aufpassen, wenn Elektrozäune für Tiere verbaut sind, dann ist der Zugang temporär
nicht möglich. Respekt vor dem Bauern geht hier vor ;-)
Hier guckst du aus südlicher Richtung ins Zielgebiet. Mein Vater hütet hier noch seine
Herde, das war so Ende der 70-er Jahre.
