Wie dieser Mammutbaum hierher kommt oder wer ihn gepflanzt hat konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen.
Aber zu den Mammutbäumen in Baden-Württemberg gibt es eine interessante Geschichte, ob diese auch von der Saat stammt ???
" Die Saurier starben am Ende der Kreidezeit aus. Doch auch die Pflanzenwelt veränderte sich an vielen Orten der Welt. Mammutbäume (Sequoioideae) etwa wuchsen bis zu diesem Zeitraum auch in Europa, zu Beginn des Tertiärs aber verschwanden sie. Der Mammutbaum wird meist mit Nordamerika, dabei vor allem mit den Nationalparks, in Verbindung gebracht.
Doch seit der Mitte des 19. Jahrhunderts sind die riesigen Bäume auch in einigen Teilen Europas wieder heimisch. Ihre Rückkehr nach Baden-Württemberg veranlasste König Wilhelm I. Auf dessen Erlass hin kaufte die königliche Forstdirektion Stuttgart im Jahr 1864 ein Pfund Samen im Wert von 90 Dollar.
Nicht bedacht wurde dabei wohl, dass die Samen dieses großen Baumes sehr klein sind, das Pfund entsprach rund 100 000 Einzelkörnern. Im Jahr 1865 wurden die Samen in der Wilhelma unter Glas ausgesät, fast 8000 Pflanzen sind daraus hervorgegangen. Viel zu viel für die Parkanlagen Wilhelms.
Mehr als 50 Bäume wurden im Rosensteinpark in Stuttgart angepflanzt, 4000 wurden an besonders zuverlässig Förster im Land verteilt und der Rest an private Interessenten verkauft. Aus dieser "königlichen Saat" stammen auch die zwei Mammutbäume in Frickenhausen (Kreis Esslingen), die am Jakobspilgerweg stehen. Es sind Bergmammutbäume, besser bekannt als Riesenmammutbaum. Alle Mammutbäume sind eine Unterfamilie der Zypressengewächse. Die Riesenmammutbäume vertragen den Frost besser als die Küsten- und Urweltmammutbäume, weshalb sie auch in europäischen Gefilden überleben können.
Einfach ist dies aber auch für sie nicht, wie ein Blick in die Geschichte zeigt. Während des überdurchschnittlich strengen Winters im Jahre 1879/1880 (Aufzeichnungen aus dieser Zeit sprechen von Temperaturen bis zu minus 36 Grad im Süden Württembergs) sind vermutlich eine Vielzahl der jungen Pflanzen erfroren. Im Jahr 1954 konnten im württembergischen Landesteil noch rund 275 Bäume dieser Saat von 1865 nachgewiesen werden, 1992 waren es noch etwa 200 Bäume. Forscher vermuten, dass die ältesten Bäume mehr als 3000 Jahre auf dem Buckel haben. Da sie mehr als 110 Meter hoch werden können, sind es gleichzeitig die höchsten "Lebewesen" der Welt."
Quelle: SWP.de