Alter Containerbahnhof Neudorf
Früher: Die um 1550 entstandene Siedlung Stadt Neudorf wurde im Jahre 1866 nach Dresden eingemeindet. Lange Zeit ein unbedeutender Ort, gewann sie aber 1839 als Endpunkt der Ferneisenbahnstrecke Leipzig–Dresden an verkehrsgeographischer Bedeutung. Seit 1875 trägt Stadt Neudorf zusammen mit weiteren Teilen der Neustadt den Namen Leipziger Vorstadt und wurde 1878 durch Ortsgesetz in den Dresdner Fabrikbezirk einbezogen.
Ab 1550 besaßen die Neudorfer Einwohner das Altendresdner Bürgerrecht. Ihre Nachkommen verloren es dann wieder - bis auf einige Vergünstigungen wie z.B. die Zollfreiheit auf der Dresdner Elbbrücke. Sie durften vor allem keine städtischen Gewerbe betreiben. Neudorf bildete nun eine selbstständige Landgemeinde.
Im Jahr 1839 ging der Zugverkehr auf der ersten Eisenbahnfernverbindung Deutschlands zwischen Dresden und Leipzig in Betrieb. Um 1850 siedelten sich entlang der durch die nordwestlichen Vorstadtgebiete Dresdens führenden Bahnstrecke Industriebetriebe an und Arbeiterwohnhäuser wurden gebaut. Das Ortsgesetz von 1878 erklärte die Leipziger Vorstadt zum Industriebezirk. Schon bald darauf breitete sich zwischen der Leipziger Straße und der Bahnstrecke ein geschlossenes Industriegebiet aus. Auch der Dresdner Schlachthof hatte hier ab 1873 seinen Standort, bis im Jahr 1913 der neue Vieh- und Schlachthof im Großen Ostragehege in Betrieb ging.
Die Anlagen des alten Leipziger Bahnhofes dienten nun als Güterbahnhof. Der nahebei an der Elbe gelegene Neustädter Hafen erhielt einen Gleisanschluss.
Am Elbufer der Leipziger Vorstadt entstand ein großes Sägewerk. Schon vorher hatte es hier große Holzplätze gegeben. Das Holz kam in großen Flößen aus Böhmen und dem Elbsandsteingebirge. Ein Gleisanschluss der Leipziger Bahnstrecke ermöglichte den Abtransport der Holzprodukte. Die am Alexander-Puschkin-Platz (früher Erfurter Platz) gebaute Villa des Sägewerkbesitzers blieb erhalten.
Heute: Der heutige Leipziger Bahnhof und der Container Bahnhof Neudorf werden von Der Deutschen Bahn nicht mehr genutzt.
Wo das heutige Fleigeno steht stand früher eine Werkhalle für Züge die nach dem ersten Weltkrieg zerstört wurde.
Der Cache soll an die erste Verbindung zwischen Dresden und Leipzig erinnern.