Vom Südhang des Frauenberges bis zur Anhöhe über die Laxsiedlung war ein neues Wohngebiet der Stadt Bad Hersfeld entstanden. Für die seelsorgerliche Betreuung dieses Wohngebietes wurde der Bau eines Gemeindezentrums nötig.
Im November 1966 wurde mit dem Pfarrhausbau der Anfang gemacht. Mit dem Bau der Kirche konnte im Juni 1967 begonnen werden. In Verbindung mit der Kirche wurden entsprechend den Erfordernissen der heutigen Gemeindearbeit mehrere Gemeinderäume vorgesehen.
Am Donnerstag, dem 21. September 1967 wurde der Grundstein für die Kirche gelegt. Im Jahre des 450-jährigen Reformationsjubiläums erhielt sie den Namen MARTINSKIRCHE. Dieser Name soll die Erinnerung an Dr. Martin Luther wachhalten, der uns gelehrt hat, daß christlicher Glaube seinen Grund allein bei JESUS CHRISTUS als dem lebendigen Wort Gottes hat.
Der andere bedeutende Träger dieses Namens ist Martin von Tours. Er soll uns nicht vergessen lassen, daß brüderliche Liebe die Frucht des
Glaubens ist, entsprechend dem Wort Jesu: Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. Gabe und Aufgabe sind nicht voneinander zu trennen.
Im Bereich der evangelischen Kirchengemeinden erhielt somit die Martinskirche ihren Platz neben der alten Stadtkirche und den 3 nach dem 2. Weltkrieg neu errichteten Kirchen: Eichhofkirche, Auferstehungskirche und Matthäuskirche.
(Quelle: Urkunde zur Grundsteinlegung)