Die Weiße Burg, deren Name sich von "Wisseburg" (Wiesenburg = Burg inmitten von Wiesen) ableitet, wurde im 11. Jahrhundert von Agilof, Kanonikus zu Courtray, Stifter des Klosters Springiersbach bei Trier gegründet. Die Burg wird urkundlich 1472 als Besitz der Frau von Dersdorf aus dem Geschlecht der Herren Beissel von Gymnich erwähnt. 1671 ist die Burg im Besitz der Herren von Meyerhoven, die durch den Bischof und späteren Kardinal Wilhelm von Fürstenberg als Diplomaten nach Bonn kamen. Anstelle einer älteren Wasserburg richtete sich der Kardinal das heutige Burghaus als "maison de plaisance" im Stil eines italienischen Landhauses ein, das ihm von 1683 bis 1688 mehrmals als Ausweichsquartier diente. Nach weiteren Besitzerwechseln kaufte 1904 der Besitzer des Ophofes, Peter Bollig, die Weiße Burg. Als Nachfahre der Familie Bollig besitzt heute die Familie Zillikens die Anlage.
Teile der älteren Bausubstanz zeigt nur noch der neoromanische Torturm, vor dem ihr nun steht und der 1843 erbaut wurde. Das Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert ist freistehend mit einem kleinen separaten Vorhof. Ihm sind die Wirtschaftsgebäude dreiflügelig vorgelagert. Das ganze Anwesen ist von einem Wassergraben umgeben.
Privatgrund oder -eigentum muss bei der Suche weder betreten noch berührt werden! Bitte nicht nachts suchen, dann wird es a) schwieriger und b) wesentlich auffälliger.
Quellen: