...... doch leider existiert sie in ihrer ursprünglichen Form nicht mehr.
Die LOOK AT STONE GEOCACHER CONNECTION, a.k.a. deerch, Los Rüdos und Lu Skywalker, hat sich im Juni 2025 schweren Herzens dazu entschlossen, die Zwergenrunde nicht mehr weiterzuführen. Immer wieder wurden Zwerge entwendet – und nun befand sich ausgerechnet an der Stelle des Bonus-Zwerges auch noch eine tiefe Harvester-Spurrille. Wir bitten um Verständnis, dass da irgendwann einfach mal die Luft raus ist.
Drei der fünf Zwerge wandern nun ins Archiv. Der Controller- und der Gruppenführer-Zwerg bleiben vorerst erhalten – als stille Wächter im Wald sozusagen.
Wir blicken gerne auf eine schöne Zeit zurück: Die Runde war besonders gut für Kinder geeignet und wurde im Rahmen des Ferienprogramms der Stadt Schauenstein sogar mehrfach als Event angeboten. Der Bonus-Zwerg konnte mit einem eigens im Vorfeld gestalteten Stein geloggt werden. Wer mochte, durfte zudem ein „blaues Schleifchen“ direkt vor Ort an einen Baum binden. Über die Jahre erhielt der Bonus stolze 185 Favoritenpunkte (64 %) – ein tolles Zeichen der Wertschätzung. Das Kapitel geht nun zu Ende – schade, aber voller schöner Erinnerungen.
Die nachfolgende Geschichte erzählt von sieben Zwergen und ist in zwei Teile gegliedert: Der erste Abschnitt eignet sich wunderbar als Vorlesegeschichte für Kinder, der zweite, etwas längere, aber ebenso unterhaltsame Teil ist das „Erwachsenenmärchen“.

Viel Spaß im Wald wünscht
Lu Skywalker
Zwergenmärchen – Kinderteil
Es waren einmal sieben Zwerge, die lebten hinter’m Schauensteiner Berge ….. Tag für Tag suchten sie im Bergwerk nach Gold. Jeder war rechtschaffen, fleißig und achtete den anderen. Wenn einer von ihnen müde wurde, so ruhte er, ohne dass die anderen erzürnten. Wenn es einem von ihnen an etwas mangelte, so gaben die anderen bereitwillig und gerne. Am Abend aßen sie einträchtig ihr Brot und gingen nach der Sportschau zu Bett. Am 7. Tage ruhten sie.
Sie lebten zufrieden und aßen immer gerne Pilze an den Feierabenden. Für die Pilzsuche mussten sie für gewöhnlich ihr gutes Versteck unter der Erde verlassen. Wenn man ganz leise ist und großes Glück hat, hört man die Zwerge vielleicht noch heute im Schauensteiner Unterholz rascheln. Darüber hinaus erzählt man sich, dass gerade Geocacher die seltene Gabe besitzen, den einen oder anderen Zwerg sogar zu Gesicht zubekommen.
Zwergenmärchen Fortsetzung- Elternteil
Doch eines Tages meinte einer der Zwerge, dass sie so recht nicht wüssten, wie viel denn geschafft sei und begann, die Goldklumpen zu zählen, die sie Tag für Tag aus dem Bergwerk schleppten. Und weil er so mit Zählen beschäftigt war, schufteten die anderen für ihn mit. Bald nahm ihn seine neue Arbeit derart in Anspruch, dass er nur noch zählte und die Hacke für immer beiseite legte. Nach einer Zeit hob ein Murren an unter den Freunden, die mit Argwohn auf das Treiben des Siebten schauten.
Dieser verteidigte sich, das Zählen sei unerlässlich, so sie denn wissen wollten, welche Leistung sie vollbracht hatten, und begann, den anderen in allen Einzelheiten davon zu erzählen. Und weil er nicht erzählen konnte, während die anderen hackten und hämmerten, so legten sie alle ihre Schaufeln beiseite und saßen am Tisch zusammen. So entstand das erste Meeting. Die anderen Zwerge sahen das feine Papier und die Symbole, aber schüttelten die Köpfe, weil sie es nicht verstanden.
Es dauerte nicht lange und der Controller (so nannte er sich fortan) forderte, die Zwerge, die da tagein, tagaus schufteten, mögen ihm ihre Arbeit beweisen, in dem sie ihm Zeugnis auf Papier ablegten über die Menge Goldes, die sie aus dem Berg holten. Und weil er nicht verstehen konnte, warum die Menge schwankte, berief er einen unter ihnen, die anderen zu führen, damit der Lohn gleichmäßig ausfiele.
Dieser Führer nannte sich Manager und legte seine Schaufel nieder. Nach kurzer Zeit arbeiteten also nur noch fünf von ihnen, allerdings mit der Auflage, die Arbeit aller Sieben zu erbringen. Die Stimmung unter den Zwergen sank, aber was sollten sie tun? Als der Manager von ihrem Wehklagen hörte, dachte er lange und angestrengt nach und erfand die Teamarbeit.
So sollte jeder von ihnen gemäß seiner Talente nur einen Teil der Arbeit erledigen und sich spezialisieren. Aber ach, das Tagewerk wurde nicht leichter, und wenn einer von ihnen krank wurde, wussten die anderen weder ein noch aus, weil sie die Arbeit des Nächsten nicht kannten.
Als der Manager sah, dass es schlecht bestellt war um seine Kollegen, bestellte er einen unter ihnen zum Gruppenführer, damit er die anderen ermutige! So musste der Manager nicht mehr sein warmes Kaminfeuer verlassen. Leider legte auch der Gruppenführer, der nunmehr den Takt angab, die Schaufel nieder und traf sich mit dem Manager öfter und öfter zu Meetings. So arbeiteten nur noch vier.
Die Stimmung sank und damit alsbald die Fördermenge des Goldes. Als die Zwerge wütend an des Managers Bürotür traten, versprach er Abhilfe und organisierte eine kleine Fahrt mit dem Karren, damit sich die Zwerge zerstreuten. Damit aber die Menge Goldes nicht nachließ, fand die Fahrt am Wochenende statt. Und damit die Fahrt als Geschäftsreise abgesetzt werden konnte, hielt der Manager einen langen Vortrag, den er in fremdartige Worte kleidete.
Eines Tages kam er zum Streit. Die Zwerge warfen ihre Schaufeln hin und stampften mit ihren Füßen und ballten ihre Fäuste. Der Manager erschrak und versprach den Zwergen, neue Kollegen anzuwerben, die ihnen helfen sollten. Also kamen neue Zwerge, die fremd waren und nicht in die kleine Gemeinde passten. Und weil sie anders waren, musste auch für diese ein Führer her, der dem Manager berichtete. So arbeiteten nur noch drei von ihnen.
Weil jeder von ihnen auf eine andere Art andere Arbeit erledigte und weil zwei verschiedene Gruppen von Arbeitern zwei verschiedene Abteilungen nötig werden ließen, die sich untereinander nichts mehr schenkten, begann, unter den strengen Augen des Controllers, bald ein reger Handel unter ihnen. So wurden die Kostenstellen geboren. Jeder sah voller Misstrauen auf die Leistungen des anderen. So war ein Knurren unter ihnen, das stärker und stärker wurde.
Während dessen stellte der Controller fest, dass die externen Mitarbeiter mehr Kosten verursachten als Gewinn erbrachten und überdies die Auslastung der internen Zwerge senkte. Schließlich entließ er sie.
Die zwei Zwerge, die noch arbeiteten, erbrachten ihr Tagewerk mehr schlecht als recht. Als sich die Manager und der Controller ratlos zeigten, beauftragten sie schließlich einen Unternehmensberater. Der lief ohne die geringste Ahnung hochnäsig durch das Bergwerk und erklärte den Managern, der Grund für die schlechte Leistung läge darin, dass die Zwerge ihre Schaufeln falsch hielten. Dann kassierte er eine ganze Karre Gold und verschwand so schnell, wie er erschienen war.
Der Manager reagierte prompt, und schickte einen Zwerg in eine höhere Schule, damit er die Handhabung der Schaufel studieren konnte. Nach erfolgreichem Studienabschluss wurde er zum Assistenten des Gruppenführers befördert.
So arbeitete nur noch ein Zwerg in den Minen. Der lernte in seiner kargen Freizeit Schneeflittchen kennen, die ganz in der Nähe ihre Dienste anbot. Bei ihr holte er sich eine üble Krankheit, an der er alsbald verstarb.
Die Firma ging Pleite! Die Manager, Gruppenführer und Controller aber fanden sich mit großzügigen Summen gegenseitig ab und verdrückten sich, um der Anklage wegen Untreue zu entgehen, ins Ausland. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.