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Von Treseburg bis Thale - Phänomene des Bodetals EarthCache

Hidden : 10/1/2014
Difficulty:
4 out of 5
Terrain:
3.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Von Treseburg bis Thale

- Eine geologische Zeitreise durch das Bodetal

 

Hinweis

Das gesamte Bodetal steht unter Naturschutz! Ein Verlassen der Wege nicht erlaubt und auch nicht erforderlich. Die gesamte Strecke darf nur zu Fuß zurückgelegt werden. Im Winter und bei Regen kann es zu Steinschlag kommen! Auch kann es bei schlechter Witterung zu einer Teil- bzw. Komplettsperrung des Wanderweges kommen. Ihr solltet euch unbedingt vorher  bei der Tourist Information Thale telefonisch (03947-7768000) erkundigen. 

Um den EarthCache erfolgreich absolvieren zu können muss man die Strecke Treseburg – Thale oder umgekehrt (ca. 10 km) erwandern. Wer möchte kann sein Fahrzeug in Thale parken und dann mit der Buslinie 263 alle 2 Stunden nach Treseburg fahren.

Nehmt diese Hinweise sehr ernst und plant eure Tour sorgfältig. Wir und die Stadt Thale übernehmen keine Haftung für eventuellen Gefahren / Schäden!

Einleitung

Das Bodetal wird auch als „Grand Canyon of Germany“ bezeichnet und im gleichnamigen EarthCache wird auch die Erklärung dafür mitgeliefert. Die Tatsache, dass das Bodetal die einzige Klamm im Harz ist macht es geologisch sehr wertvoll, doch das Bodetal hat auf der 10 km langen Strecke von Treseburg nach Thale noch viele weitere Phänomene zu bieten, so dass man auf dieser Strecke eine geologische Zeitreise von 400 Mio. Jahren absolvieren kann. Wir möchten euch nun weitere Auswahl besonderer geologischer Einblicke in dieses außergewöhnliche Tal geben.  Wir haben die Phänomene in Kategorien eingeteilt und verweisen auf die vor Ort ausgeschilderte Punkte des Bodetal-Führers. Damit ihr erfolgreich loggen dürft, müsst ihr Fragen zu den einzelnen Themen beantworten. Achtet dazu auf die entsprechenden Wegpunkte.


Hinweistafel am Beginn des Wanderweges

Phänomene der Ablagerung - Sedimentation

Viele Gesteine weltweit sind auf Ablagerung von Material zurückzuführen, das ist hier im Harz nicht anders. Diese Tatsache stellt jedoch noch keine Besonderheit dar. Der erste Punkt (Punkt 21)auf einer Reise durch die Erdgeschichte führt uns zu einem untermeerischen Schlammstrom (Olisthostrom). Im Unterkarbon (vor ca. 360 Mio. Jahre) ereigneten sich, ausgelöst durch Erdinnere Bewegungen, große Rutschungen von untermeerischen Geröll. Der Harz war zu dieser Zeit entweder an einem Übergang von Festland zu einem Meer oder an einer untermeerischen Schwelle. Erkennen kann man dies heute daran, dass die älteren Gerölle auf und ihn jüngeren Gesteinen eingelagert wurden. Der „Olistholit“ besteht aus leicht bräunlich verwitterten Diabas und ist von Schiefergestein umgeben. Besser verdeutlicht das das folgende Bild. Hier müssen auch die ersten Fragen beantwortet werden.


Der untermeerische Schlammstrom (Bodetal – Punkt 21)

Phänomene des Magmatismus – Kontaktmetamorphose

Auch die Phänomene des Magmatismus, in Form von Vulkanismus (oberflächennahe magmatische Prozesse) oder des Plutonismus (Vorgänge in der Erdkruste oder dem oberen Erdmantel) haben im Laufe der Zeit ihre Spuren im Bodetal hinterlassen. Das erste Phänomen, das wir vorstellen möchten ist  ein sogenannter „Kalksilikathornfels“ (Punkt 17). Hier wurden unterdevonische (vor ca. 400 Mio. Jahren) Sedimente mit Quarzeinschlüssen durch die Hitze des aufsteigenden Granit (Bspw. Brocken) verschmolzen. Da der Quarz schon bei geringer Hitze reagiert sind die hier die folgen noch zusehen, obwohl es bis zur Hitzequelle eine recht große Entfernung gab. Als Folge der Verschmelzung der Gesteine entstand dieser hell-dunkele Hornfels mit seiner typischen Mosaikstruktur. Auch der sogenannte „Wissenbacher Schiefer“ (Punkt 16)ist auf diese Weise entstanden, diesen werden wir aber erst im nächsten Abschnitt unsere Aufmerksamkeit widmen. Doch vorher möchten wir euch einen Aufschluss vorstellen, der eine unmittelbare „Kontaktgrenze“ (Punkt 9)darstellt. Hier stieß die heiße Gesteinsschmelze des „Ramberg-Granits“ direkt auf ältere Gesteinsschichten und veränderte sie so in ihrer Eigenschaft und verwandelte sie in ein neues Gestein.


„Kontaktgrenze“ (Bodetal – Punkt 9)

 

Phänomene der Erosion und Verwitterung

Das bekannteste Erosionsphänomen ist zweifelsohne die Klamm im Bodetal, aber um die soll es hier nicht gehen. Der Fluss selbst hat im Laufe der Zeit seine Spuren in dem festen Felsen hinterlassen und zwar in Form von „Strudeltöpfe und Kolken“ (Bodetal – Punkt 10). Durch das immer tiefere Eingraben des Flussbettes in das Gestein liegen einige dieser Strudeltöpfe heute oberhalb des Wassers. Hier im Bodekessel lassen sich an den Felswänden ovale Ausspülungsformen erkennen, aber auch große Löcher im Gestein. Ein Kolk (Strudeltopf) entsteht meist in Festgestein durch die „Fluvialdynamik“ des Wasserlaufs. Mitgeführter Sand und Gesteinsbruchstücke schleifen die Gewässersohle ab, wodurch der Fluss das Gestein erodiert. Durch Strudel und Wasserwalzen bilden sich trichter- oder kesselförmige Vertiefungen. Ein weiteres Phänomen sind die Geröllfelder bzw. Gesteinsschutthalden im Bodetal. Diese entstanden durch intensive Frostverwitterung der letzten Eiszeit (Pleistozän). Wasser drang in kleine Ritzen des Gesteins ein und der Frost sprengte Gesteinteile heraus. Über die Jahrtausende entstanden so die Geröllhalden und ihre weitere Zerlegung findet bis heute statt. Die Besonderheit im Bodetal ist der Rohstoff dieser Geröllfelder, denn von Treseburg bis Thale passiert man 3 größere Halden, die aus unterschiedlichen Ausgangsmaterial bestehen. Zwei von Ihnen bestehen aus Schiefer, dem bereits erwähnten Wissenbacher Schiefer und dem Bänderschiefer (Bodetal – Punkt 11). Dieser verdankt seinen Namen der wechselnden Hell-Dunkel-Färbung des Gesteins, durch verschiedene Schichtung bei der Ablagerung. An der „Schurre“ (Bodetal – Punkt 6)hingegen finden sich Gesteinsbruchstücke der angrenzenden Hochflächen. Hier kann man Granit, Hornfels, Diabas und Schiefer finden.


„Schieferhalde“ (Bodetal – Punkt 11)

 

Begebt euch zu den jeweiligen Weg Punkten und beantwortet die Fragen.

Schickt uns hier die Antworten.
Ihr dürft gleich loggen, wenn es Probleme gibt dann melden wir uns.

 

Fragen:

1. Wie breit ist der „Olistholit“ und welche Unterschiede fallen euch zum Diabas auf?

  

2. Welche Farben des Gesteins lassen sich erkennen und wie ist es strukturiert (z.B. in Schichten, Verschwommen, Überlagert,…)?

 

3. Beschreibe die beiden aufeinander treffenden Gesteine!

 

4. Wie viele Strudeltöpfe kannst du zwischen dem Bodekessel und der Teufelsbrücke erkennen?

 

5. Vergleicht die 3 Blockschutthalden miteinander. Geht insbesondere auf die Größe der Brocken, ihre Festigkeit (lassen sie sich brechen?) und Farbe ein!

 

 

Quellen / Bilder / weitergehende Informationen:
Kirsch / Ohlendorf: Führer durch das Bodetal
Murawski / Meyer: Geologisches Wörterbuch
http://de.wikipedia.org/wiki/Bodetal
http://de.wikipedia.org/wiki/Kolk

Wer mag kann sich dieses Banner auf seine Profilseite laden!

Von Treseburg bis Thale

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Happy Hunting wünschen

 

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