Schon seit mehreren hundert Jahren verläuft an dieser Stelle eine Grenze. Heute trennt sie Niedersachsen von Nordrhein-Westfalen. Lange hat es niemanden gestört, wo nun ganz genau diese Grenze verläuft. Warum sollte es auch? An dieser schönen, ländlichen Stelle sollte man sich lieber den Pflanzen der Natur und den Tieren wie Rehen und Hasen widmen. Doch im Jahre 1827 kam es hier zu einem tragischen Unfall mit anschließenden Rechtsfragen, die diesen Zustand änderten. Ein Segelflugzeug stürzte in der Nähe der Grenze ab. Glücklicherweise ist den Insassen nichts passiert. Geschockt von diesem Unfall, ließen sie aber das Wrack zurück und es kam zu Streitigkeiten der Landeigentümer, wem denn nun der Motor, das wertvollste Stück der Maschine gehöre. Es war in solchen Fällen nämlich üblich, dass die Teile an den Besitzer des Landes, auf dem sie liegen, übergehen. Man konnte sich einfach nicht einigen und da man sich sehr lange stritt, war der Motor einige Zeit unbeaufsichtigt und wurde von Dieben gestohlen, sodass keine der beiden Parteien den Motor als ihr eigen nennen konnte. Da den Landeigentümer die Angelegenheit sehr peinlich war, wurde von diesem Vorfall nie wieder erzählt, doch eine kleine Notiz, die vor ein paar Tagen auf einem Dachboden eines heute in nicht weiter Ferne liegenden Hauses gefunden wurde, erzählt davon. Allerdings hatte man damals davon gelernt und die Grenze mit einem Grenzstein eindeutig markiert, sodass es nie wieder zu einer solchen Schmach kommen konnte.
Wer die Geschichte bis hierher gelesen hat, hat sicherlich gemerkt, dass etwas nicht stimmen kann. Das ist richtig, denn nicht alles an der Geschichte ist wahr.
Wer daran interessiert ist, was es wirklich mit dieser Stelle auf sich hat, sollte vorbeikommen und sich eine Pause gönnen.