Historische Informationen über die Kirche in Ablaß
Ihren Ursprung hat die Ablaßer Dorfkirche der Sage nach im 12. Jahrhundert als Wallfahrtskapelle, die der Mutter Maria geweiht war. Reste dieser im Spitzbogenstil erbauten Kapelle sind noch in dem, den Altarplatz umschließenden Bau zu erkennen.
Wann die Kirche an die Kapelle angebaut wurde, ist unbekannt. Man vermutet kurz nach Einführung der Reformation (um 1550), denn um 1700 war die Kirche und der hölzerne Glockenturm schon baufällig.
Nachweislich ging 1715 ein Gesuch an den Kurfürsten von Sachsen und König von Polen zur freien Überlassung von Holz und die Erlaubnis zur Einsammlung einer Kollekte.
1723 wurde der Kirchenumbau am 23. Juli mit dem Aufziehen der Glocken und deren Geläut gekrönt.
Bis 1740 fanden weitere Reparaturarbeiten statt.
1856 wurde eine von Striegler erbaute Orgel eingeweiht. Die Kirche hat über 350 Sitzplätze.
Das Geläut besteht aus 3 unterschiedlichen Glocken.
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Die große Glocke trägt die Inschrift: „Ave Maria Gracia Plena Dominus Tecum Benedicta 1518“
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Die mittlere Glocke trägt die Inschrift: „Gegossen von Johann Große, vormals Inspektor Schröttel in Dresden 1843“
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Die dritte und kleinste Glocke stammt aus dem Anfang des 15. Jahrhunderts.
Das Taufregister beginnt 1631, das Trauregister 1639 und das Sterberegister 1648.
Heute befindet sich eine Jehmlich-Orgel aus dem Baujahr 1905 in der Kirche, die seit 2011 umfangreich restauriert und zum Erntedankfest 2012 feierlich eingeweiht wurde.