Um die Jahrhundertwende lebte in Burla ein Mann namens Valentin Mahr, genannt der "Kleine Valten".
Er hatte in der alten Ziegelei an der Bahnunterführung Richtung Sättelstädt gearbeitet und war nach deren Stillegung Gemeindediener und Nachtwächter geworden. Mit einem Stock und einem Hörn versehen, wandelte er von 22 bis 4 Uhr die Dorfstraße auf und ab. Jede volle Stunde kündete er mit einem Hornstoß an, für die Einwohner eine Beruhigung, dass er sie bewachte und sie in Ruhe und Sicherheit dem nächsten Tag entgegenschlummern konnten. Manchmal jedoch soll es vorgekommen sein, dass das Blasen auf der Straße auch unterblieb, weil der Nachtwächter vor Antritt seiner Nachtwache in der Gastwirtschaft "zu viel geblasen" hatte. Besonders in den Wintermonaten wurden im Dorf "Gesellschaften" abgehalten, bei denen sich verschiedene Ehepaare trafen. Meist gingen die Männer erst ins Gasthaus und kamen später zu ihren Frauen in die "Gesellschaft". Dort gab es zu vorgerückter Stunde Kaffee und Kuchen und in der Faschingszeit Pfannkuchen. Der Nachtwächter klopfte dann an das Fenster und erkundigte sich, ob alles in Ordnung sei. Das war natürlich nur ein Vorwand; denn ihm wurde stets eine Tasse Kaffee nebst Kuchen bzw. Pfannkuchen herausgereicht. Die Jugend hatte natürlich ihre eigene "Gesellschaft". Dazu kamen auch oft Jungen aus den benachbarten Orten. Somit war der Nachtwächter über das Liebesleben im Ort bestens informiert. Der "Kleine Valten" war auch ein Liebhaber von Kautabak, den es damals in Stangen gab. Damit deckte er sich reichlich ein und verkaufte ihn weiter, natürlich für einen Aufpreis, um ein paar Groschen daran zu verdienen. Sein Sohn Wilhelm wurde für den Kriegsdienst eingezogen. Die Schwiegertochter mußte die Kuh und das Kleinvieh versorgen. Wenn sie ihren Schwiegervater aufforderte, beispielsweise Gras mit der Sense zu hauen, antwortete er: "Das han ich nich gelarnt, und was ich nich gelarnt han, bruch ich nich zu machen." Neujahr ging der "Kleine Valten" mit einem Korb von Haus zu Haus. Im Flur blies er in sein Hörn und gratulierte zum neuen Jahr, "dass all's in Freden und Einichkeit mog zugiehe". Dann bekam er Kuchen und ein paar Groschen, "Singegeld" genannt, bedankte sich und ging ins nächste Haus. Nach Neujahr war für ihn die schönste Zeit; denn er konnte mit dem erhaltenen Neujahrsgeld wieder in der Gastwirtschaft zechen.
Als Gemeindediener läutete er pünktlich um 12°° Uhr jeden Mittag die Kirchenglocken.
Der Glockenklang war weit bis auf die Felder zu hören und für die arbeitende Landbevölkerung ein Signal, Mittagspause zu halten. War der Glockenklang regelmäßig, wußten die Einwohner, dass der "Kleine Valten" ordnungsgemäß seinen Dienst tat, war er aber unregelmäßig, war klar, dass er vorher gezecht hatte. Als Gemeindediener ging er von Haus zu Haus, sagte Versammlungen an, teilte Zahlungstermine mit und alles, was der Dorfschulze weiterzugeben hatte. Wenn er am Abend zuvor zuviel getrunken hatte und seine Gedanken noch getrübt waren, erhielt er die Mitteilungen schriftlich und ließ sie die Bürger dann selbst lesen.
Sicher gibt es noch mehrere Geschichten zum Schmunzeln über den "Kleinen Valten", die nicht weitererzählt wurden oder in Vergessenheit gerieten. Jedenfalls galt er in Burla als ein Original, und keiner konnte ihm böse sein.
(Quelle: Ortschronik Walter Schönau)
Hinweis: Stift mitbringen!!! Parken könnt ihr direkt am Cache.
In der Nähe des Caches befindet sich ein nettes Plätzchen,
um eine kleine Rast einzulegen.
Bitte auf Muggles achten, damit der Cache lange überlebt.
Na dann viel Spass beim Suchen in diesem kleinen Dörfchen, gelegen in einer wunderbar reizvollen und idyllischen Umgebung...
Happy hunting wünscht Wildkatze Yiruma
PS: Ein Wunsch der Pilger, ein Caches am ''Pilgerweg'' (via regia).