Der Lengericher Goldschatz Nicht weit von diesem Gedenkstein wurde der Lengericher Goldschatz im Jahr 1847 entdeckt. Er befand sich ca. 80 m weiter im Wald versteckt.
Zum Goldfund von Lengerich, hier ein Auszug aus dem Lengericher Heimatarchiv
Ein kostbarer Fund wurde 1847 in unserem Heimatorte gemacht. Zwar stammt er nicht aus der Zeit, da die Römer unser Land unterworfen hatten; er muß später versteckt worden sein. Da der Schatz aber von den Römern herrührt und einmalig ist, soll er hier beschrieben werden.
Unter drei Findlingen lag er in der Bauerschaft Sudderwehe verborgen. Unter dem mittleren größeren Stein fanden sich, von einer Silberschale zugedeckt, goldene Schmucksachen und zwar 1 Halsschmuck, 1 8 cm lange kreuzförmige Fibel, 3 Fingerringe in Form von Siegelringen, 1 spiralförmiger Fingerring, 2 massive offene Armspangen, 4 Knöpfe und 10 Goldmünzen des oströmischen Kaisers Konstantin des Großen und seiner Söhne, der Zeit nach also von etwa 305 bis 360 n. Chr.. Der goldene Halsschmuck und eine Anzahl Münzen wurden leider bald nach der Auffindung bei einem Goldschmied in Fürstenau eingeschmolzen. Unter dem einen der beiden kleineren Steine lagen, ebenfalls von einer Silberschale abgedeckt, 70 Silbermünzen des Gegenkaisers Magnetius, der Zeit nach also etwa 350 bis 353 n.Chr., unter dem anderen, von einer Bronzeschale zugedeckt, 1.100 römische Silbermünzen des Kaisers Trajan bis Septimus Severus, der Zeit nach also von etwa 98 bis 211 n. Chr.. Die Münzen sind also in einem Abstand von ca. 150 Jahren dort versteckt worden.
Da die Münzen und die Fibel einwandfrei römischer Herkunft sind, ist anzunehmen, daß auch die übrigen Schmucksachen von einem römischen Goldschmied angefertigt worden sind.
Der Mühe des Pastors von Freren ist es zu verdanken, daß wenigstens der größte Teil des geschichtlich wertvollen Fundes gerettet werden konnte. Der gerettete Teil wurde von König Georg V. für das Landesmuseum in Hannover angekauft. Dort konnten vor einigen Jahren etliche Mitglieder unseres Heimatvereins anläßlich eines Ausfluges nach Hannover selbst einen Blick auf diesen interessanten Schatz werfen.
Aus welchem Anlaß mögen die Münzen und der Schmuck wohl heimlich dort im Wald versteckt worden sein ? Sind sie hier in einem heidnischen Heiligtum als Opfergabe der Erde anvertraut worden, oder sollten sie an einem solchen Orte später wieder gehoben werden ? Hängt der Fund mit der Fahrt eines vornehmen Sachsen ins Römerreich zusammen ? Wurde der Schmuck von einem Sachsenmädchen getragen ? --- Wir wissen es nicht !