Skip to content

EC Karstquelltal am Lutterspring EarthCache

Hidden : 9/3/2014
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   other (other)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:



EC Karstquelltal am Lutterspring

 

Hier an der Landstrasse nach Königslutter befinden wir uns auf der Hochfläche des Elmgebirges. Der Elm
ist aus klüftigem Muschelkalk aufgebaut, mit darunterliegenden Schichten des oberen Buntsandstein. Diese Schichten sind wasserundurchlässig und so stauen sich die Niederschläge als Grundwasser soweit an, dass am Rande des Höhenzuges Quellen mit hoher Schüttung  zutage treten.



Geologische Besonderheiten wie hier im Elm, führen zur Entstehung von großen Karstsystemen.

Als Karst bezeichnet man alle wasserlöslichen und wasserdurchlässigen Gesteine, die mittels Oberflächen- und Grundwasser ausgelaugt werden (Korrosion). Karstgesteine entstehen durch Lösungs- und Kohlensäureverwitterung, sowie durch Ausfällung von Sandsteinen und Sedimenten mit hohem Calziumcarbonatgehalten. Zum chemischen Prozess der Lösung der Gesteine im Untergrund, gehört zudem auch die mechanische Fortbewegung des Wassers. Verbrauchtes Wasser wird fortgeführt und frisches, säurehaltiges Wasser zugeführt.

Verkarstung tritt somit vor allem in Bereichen mit Kalkgesteinen, Dolomiten, Gips und Steinsalzen auf. Je reiner (monolithisch) das Gestein ist, desto besser gelingt die Lösung. Die hier im Elm vorhandenen Kalksteine sind zwar wasserundurchlässig, jedoch durch Klüftung und Schichtung der tektonischen Gesteinslandschaft, können genau hier die Korrosionskräfte wirken. Mit der Erweiterung der vorhandenen Fugen und Klüfte, beginnt die Verkarstung , die aber nur gelingt, wenn Säure im Wasser enthalten ist.

Kohlensäure ist durch Anreicherung von Kohlendioxid in natürlichem Wasser vorhanden, es löst sich dabei aus der Luft oder es wird durch Atmungsprozesse von Pflanzenwurzeln im Bodenwasser angereichert. So kann  nun das einfache Carbonat Calcit gelöst werden und führt zur Bildung von leicht löslichem Calciumhydrogencarbonat …… die Kalksteinverwitterung beginnt!

Durch diesen Verwitterungprozess bilden sich Gänge und Hohlräume, die sich über Millionen von Jahren zu einem riesigen Gangsystem entwickelt haben und in dem sich unsere Niederschläge als Grundwasser sammeln. An verschiedenen Stellen dieses Gangsystems,  kann durch Spalten im Untergrund das angesammelte Wasser zutage treten und das unterirdische Wasser für uns sichtbar  machen.

Der Prozess der  Kalksteinverwitterung funktioniert aber auch in umgekehrter Richtung. Durch Abgabe von Kohlendioxid, z.B. wenn das Wasser wärmer wird oder die Druckverhältnisse sich ändern, kann dies zur Ausfällung der wasserunlöslichen Calciumcarbonate führen (ähnlich den Tropfsteinen in Höhlen). Dieser Vorgang wird auch als Sinterbildung bezeichnet. Flächiges Durchnässen und Moosassimilation begünstigen die Ausfällung und Ablagerung aus dem Karstwasser. Dadurch entstehen sekundäre Sedimente, auch Quellkalke genannt. Hier am Elm ist dieses Sekundärgestein als  Duckstein (ja, wie das Bier) bekannt! 

 

All diese Karstphänomene sieht man hier im Lutterspringquelltal!

In diesem Hauptquellgebiet der Lutter finden sich 7 Quelltöpfe mit einer täglichen Schüttung von ca. 20000 Kubikmeter Wasser, sie ist somit eine der stärksten Karstquellen Norddeutschlands. Die Hauptquelle ist im Quellhaus eingefasst, die anderen Quelltöpfe sind im naturnahen Zustand hier zu beobachten.

Quellen können sehr unterschiedlich zutage treten und somit ergeben sich Unmengen von Quelltypen. Hier möchte ich  nur auf die Quelltypen eingehen, die auch vor Ort sichtbar sind!

Sturzquelle (auch Fließquelle genannnt): das Grundwasser wird mit hohem Druck durch klüftiges Gestein an die Oberfläche gedrückt; das Wasser führt Feinstoffe mit, so das der Grund des Quellrinnsals ständig mit Steinen und feinen Kalkpartikeln bedeckt wird, deswegen ist kein Pflanzenbewuchs möglich; auch erkennbar am lokal begrenzten Austritt, der einen sichtbaren Abfluss bildet, dieser ist meist langsam und laminar (parallel, wirbelfrei) fließend, kann auch Stillwasserzonen aufweisen

Überfallquelle: wasserundurchlässige Schichten im Untergrund sind mulden- oder wannenartig gelagert, in dieser Mulde sammelt sich das Grundwasser und füllt die Mulde auf; am Muldenrand läuft das Wasser über und tritt dann an der Schnittstelle der wasserundurchlässigen Schicht zutage; diese Quellen gehören zu den intermitierenden Quellen, da sie nur schütten, wenn die unterirdische Wanne überläuft = abhängig von Niederschlägen

Tümpelquelle: der Quellaustritt liegt am Grund einer Mulde, dort sammelt sich das austretende Grundwasser und ein Quelltümpel bildet sich; charakteristisch für Tümpelquellen ist, das das Grundwasserportionsweise durch kleine Gesteinsspalten nach oben gedrückt wird, erkennbar an kleinen Kreisen an der Wasseroberfläche (=Quellfäden); durch das Überlaufen am Rand der Tümpelquelle bildet sich ein Quellbach

 

 

 

Quellenangabe:

wissen.de

http://www.elm-asse-kultur.de/html/body_geologie.html

http://www.geographie-diplom.de/Texte/Physisch/geomorph8.htm

Infotafeln vor Ort

 

 

Genug Theorie …. Jetzt geht’s in die Natur!

Vorab: Ihr befindet Euch in einem Wasser- und Naturschutzgebiet, die offiziellen Wege müssen und dürfen nicht verlassen werden. Auch das Betreten der Quelltöpfe ist untersagt, sie sind schützungswürdig!

 

Begebt Euch auf eine kleine geologische Wanderung und begleitet die Lutter ein Stück ihres Weges, sie wird Euch helfen die folgenden Aufgaben zu lösen:

 

1. Auf  Eurer Wanderung begegnen Euch die o.g. Quelltypen!

a) Ordnet sie den Wegpunkten 1-3 zu, beachtet:  es gibt auch Mischformen ;)

b) Begründet Eure Entscheidung mit einem Hauptmerkmal des Quelltypes!

 

2. Am Ende des Bohlenweges passiert Ihr WP 2 und seht einen naturbelassenen Quelltopf.

a) Bestimmt hier den pH-Wert!

b) Worauf lässt der Wert schließen, bzw. was beweist er?

3. Ihr befindet Euch nun am Kutscherloch (WP 3)

a) Schaut nach, ob Ihr Quellfäden erkennen könnt, wenn ja:  wie viele sind es ungefähr?

b) Beschreibt das Gestein unterhalb des Quellüberlaufs.

c) Durch die teils hohe Schüttung entsteht am gegenüberliegendem Ufer der Lutter WAS? Schaut genau hin!

4. Am letzten WP (4) seht Ihr einen vor ca. 150 Jahren künstlich angelegten Wasserfall.

a) Beschreibt das Gestein ober- und unterhalb des Wasserfalls.

b) Warum konnte und kann sich hier der für Königslutter typische Duckstein bilden, lies das Listing aufmerksam!

Das hört sich alles zunächst recht viel an, aber die Wanderung lohnt sich und die Aufgaben sind flugs erledigt ;)

Meine Empfehlung, bei vorangegangenen Niederschlägen sind Gummistiefel eine gute Wahl!

Mit dem Absenden der Antworten an gcdiehenne@gmail.com  oder direkt über mein Profil, erteilt Ihr Euch die Logerlaubnis selbst. Sollte etwas nicht stimmig sein, melde ich mich!

 

Nun wünsche ich Euch viel Spaß im Quellgebiet der Lutter ;)

 

 >Die Henne<

Additional Hints (Decrypt)

Vue oraögvtg rvara Fgervsra cU-Cncvre

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)