Der Lech zwischen Füssen und Augsburg ist einer der meistverbauten Flüsse Deutschlands. Vom Forggensee bis Augsburg gibt es auf rund 150 Flusskilometern 29 Staustufen plus eine Reihe von Wehren. Die meisten Stauwerke und Kraftwerke wurden in den dreissiger und vierziger Jahren geplant und in den vierziger Jahren, teils aber auch erst nach dem Krieg gebaut. Die Leistung der Turbinen beträgt meist zwischen 7 und 15 Megawatt - damals eine Menge Strom, heute ein kleiner Tropfen im Strombedarf.
Treibende Kraft war der Ingenieur Arno Fischer. Die meisten seiner Anlagen haben sich über die Jahrzehnte gut erhalten und sind trotz des heute überholten Turbinenkonzepts noch immer mehr oder oder weniger unverändert in Betrieb.
Der Cache zeigt euch einem Ort, an dem bis in die 80er Jahre hinein ein Kraftwerk bestand, das aufgrund von Problemen mit einem instabilen Untergrund abgerissen und durch ein einige hundert Meter Flussabwärts gelegenes, neues Kraftwerk ersetzt werden musste. Beim Abriss und Bau wurde hier eine Menge Erdreich bewegt, auf der Staumauer und auf der anderen Flußseite sind die Narben noch immer zu sehen. Am Cache waren bis vor wenigen Jahren noch ein größeres Haus und eine kleine bunkerartige Anlage am Hang, die aber zwischenzeitlich auch der Abrissbirne zum Opfer gefallen sind.
Bitte beachtet die D/T-Wertung. Ihr bewegt euch im Naturschutzgebiet "Steinhalden und Flussauen des Lechs zwischen Kinsau und Hohenfurch" - bitte bleibt deshalb unbedingt auf den Wegen und nehmt die Hunde an die Leine. Achtet darauf, das Betreten der Insel-Kiesbänke und Inselstreifen im Lech am besten ganz zu unterlassen. Sie sind ein wichtiges Vogelbrutgebiet und dürfen bis 15. Juli auf keinen Fall betreten werden.
Bitte beachtet außerdem, dass auf diesem Lechabschnitt aus Naturschutzgründen ein ganzjähriges Verbot für Boote und Wasserfahrzeuge gilt. Die Warnschilder für Bootsfahrer, an denen ihr auf dem Weg zum GZ vorbeikommt, stammen aus einer Zeit, in der hier noch kein Naturschutzgebiet war und die Kinsauer Muggel den See mit Ihren Booten befahren haben. Ich bitte euch, dieses Verbot auch beim Cachen zu respektieren!
Die Dose ist über einen Fußweg zu erreichen, der gleich an der Parkkoordinate beginnt. Mein Dank geht an ponyman.1 für den Betatest, Fahrdienst und Legeservice (er steht nicht im Logbuch, war aber definitv als erster an der Dose und möge hier den Betatest loggen, wenn der FTF rum ist!) und johnny77889, der mich schon vor über einen Jahr auf diese schöne Location am Ende des Weges aufmerksam gemacht hat.