Die Würm-Kaltzeit
Die Würm-Kaltzeit ist die bisher jüngste der im Alpenraum aufgetretenen großräumigen Vergletscherungen, die die Alpen verließen. Sie begann vor etwa 115.000 Jahren, die alpinen Gletscher flossen aber erst vor etwa 25.000 Jahren ins Alpenvorland hinaus. Dabei erreichte der Lech-Gletscher seine maximale Ausdehnung vor etwa 20.000 Jahren. Vor ungefähr 14.500 Jahren waren die Gletscher schon wieder aus dem Alpenvorland verschwunden.
Quellen: http://de.wikipedia.org/wiki/Würm-Kaltzeit , Infotafel: Der Lechgletscher bei Hohenfurch vom Landkreis Weilheim Schongau, Untere Naturschutzbehörde
Der Lech-Gletscher
Der Ort Hohenfurch liegt unmittelbar südlich der Endmoräne des Lech-Gletschers. Dieser Gletscher „entstand in der Würm- Eiszeit und hatte sein Einzugsgebiet im Wesentlichen in den nördlichen Kalkalpen. Er stand mit anderen Gletschern in Verbindung, die ihm Eis mit Kristallingeschiebe zuführten. Zwischen den Alpen und Reutte besaß der Gletscher eine Ausdehnung von einigen Kilometern Breite und bis zu 600 Metern Dicke. Weiter nördlich nahm die Breite zu und die Dicke ab.
Im Voralpenland bedeckte er das Gebiet zwischen Lech und Iller mit einer maximalen Ausdehnung vor rund 20.000 Jahren bis nördlich des heutigen Kaufbeuren. Durch die Führung des Lechtals in nordöstlicher Richtung bekam auch die aus den Alpen hervortretenden Gletscherzunge eine entsprechende Ausdehnung, so dass der Lech-Gletscher im Raum Schongau auf den wesentlich größeren Isar-Loisach-Gletscher traf und beide den dazwischen gelegenen kleinen Ammer-Gletscher an einer weiteren Ausdehnung hinderten.“
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Lech-Gletscher )

Abb. 1 (Quelle: http://www.breitenbergbahn.de/fileadmin/inhalte/breitenberg/Baustelle_Hochalp/Geopfad/GEO_1819.pdf )
Was von Gletschern übrig bleibt
Moränen
Als Moräne bezeichnet man das komplette Material, das von einem Gletscher transportiert wird. Heute wird der Begriff aber meist für die Schuttablagerungen, die ein Gletscher bei seiner Bewegung transportiert oder aufhäuft und für „die im Gelände erkennbaren Formationen“ verwendet. Man unterscheidet zwischen 2 Arten von Moränen. Einerseits gibt es Wandermoränen, die vom Eis bewegt werden (z.B. Obermoränen: Material das auf den Gletscher stürzt). Andererseits gibt es abgelagerte Moränen, diese werden nach Ablagerung nicht mehr bewegt (z.B. Endmoränen: sie bilden sich am Ende des Gletschers, wenn dieser sich längere Zeit nicht bewegt. Sie sind ein wichtiges Merkmal um die größte Ausdehnung des Gletschers zu erkennen)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Moräne
Toteisloch und Toteissee
Toteis ist Gletschereis, das nicht mehr mit dem Gletscher verbunden ist. Somit bewegt es sich auch nicht mehr. Oft ist es mit Sedimenten bedeckt. Es entsteht, wenn das Eis eines schmelzenden Gletschers nicht gleichmäßig taut, so bleiben teilweise große Eisblöcke zurück, die dann mit Sedimenten bedeckt werden. Im Boden kann Toteis oft mehrere Jahre bis sogar Jahrtausende bestehen bleiben. Schmilzt es, sackt dabei oft die Oberfläche über dem Toteis nach und es kann ein Toteisloch gebildet werden. Wenn sich der Boden dieses Loches unterhalb des Grundwasserspiegels befindet, entsteht ein Toteissee. Bei uns in der Region sind die Osterseen so gebildet worden.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Toteis
Findlinge
Als Findling (auch erratischer Block oder Erratiker) bezeichnet man einen meist einzeln liegenden großen Stein, der während einer Eiszeit durch einen Gletscher transportiert wurde. Beim Rückzug des Gletschers durch Abschmelzen des Eises wurde der Findling abgelegt und verbleibt seither in dieser Position. Findlinge sind deshalb ein geologisches und geomorphologisches Erkennungsmerkmal für Landschaften die durch Gletscher geformt wurden. Wenn der Stein ein Volumen von einem Kubikmeter überschreitet, spricht man von einem Findling, alles darunter nennt man Geschiebe.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Findling
Du bist dran!
Wie bei jedem Earthcache gibt es auch Aufgaben, die du lösen solltest, um zu beweisen, dass du dich mit dem Thema auseinandergesetzt hast:
Stage 1: An der Infotafel:
(1) Welche Temperaturen wurden vor 25.000 Jahren im Januar und Juli etwa erreicht?
(2) In welche Himmelsrichtung verläuft der Moränenwall an dieser Stelle?
Stage 2: Auf der südlichen Kante der Endmoräne:
(3) Schau nach Süden. Jetzt liegt dort Hohenfurch. Was befand sich vor 20.000 Jahren südlich von dir?
Stage 3: Toteisloch
(4) Nord-Westlich der Straße seht ihr eine Kesselartige, trockene Vertiefung. Wie ist sie entstanden? Besteht der Untergrund aus wasserdurchlässigem Schotter oder einer Stauschicht? Dabei ist dir auch die Infotafel an Stage1 behilflich.
Stage 4: Findling:
(5) Aus welchem Gestein (Sandstein oder Hauptdolomit) besteht der Findling? Begründe deine Entscheidung anhand der Farbe. Dabei ist dir auch die Infotafel an Stage1 behilflich.
(6) OPTIONAL, aber trotzdem schön und natürlich der ultimative Beweis, dass du vor Ort warst: Mach ein Foto von dir oder deinem GPS-Gerät an einer der Stages und häng es an deinen Log an.
Um deinen Besuch Loggen zu dürfen, sende die Antworten auf die Fragen an Folgende Email-Adresse:Earthcache-Coint82@gmx.de
Wenn du deine private E-Mail Adresse nicht offenlegen willst, kannst du uns auch gerne die Antworten auf unser Profil schicken.
Du darfst deinen Besuch sofort loggen, wenn deine Antworten nicht richtig sind, melde ich mich bei dir.
Quellen:
http://www.lfu.bayern.de/geologie/geotope_daten/geotoprecherche/doc/190r042.pdf
http://www.lfu.bayern.de/geologie/geotope_daten/geotoprecherche/doc/190r049.pdf
Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Lech-Gletscher, http://de.wikipedia.org/wiki/Würm-Kaltzeit , http://de.wikipedia.org/wiki/Findling ,http://de.wikipedia.org/wiki/Moräne , http://de.wikipedia.org/wiki/Toteis
http://www.breitenbergbahn.de/fileadmin/inhalte/breitenberg/Baustelle_Hochalp/Geopfad/GEO_1819.pdf
Infotafeln: „Der Lechgletscher bei Hohenfurch“ vom Landkreis Weilheim Schongau, Untere Naturschutzbehörde