Uzwiler 9 / 2014 Cache / Brückennahercache Nr.2
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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (regular)
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Ab dem 1. November 2013 wird ein Jahr lang jeden Monat ein Cache in der Gemeinde Uzwil gelegt. Es werden tendenziell familienfreundliche, Grössere, gut zugängliche und informative "Traditional Caches", "Multi-Caches", Mystery-Caches" und Bonus-Caches" versteckt. Auch kleinere Überraschungen dürfen nicht fehlen!
1664, 1778, 1876, 1938, 1970: Die Uze überschwemmt. Richtet verheerende Verwüstungen an, hinterlässt enorme Schäden. Generation um Generation versuchte, den Bach zu bändigen. Die grossen Überschwemmungen waren oft Auslöser für Gewässerkorrekturen. Das Uzwiler Hochwasser 1970 war denn auch Startschuss für ein Uzwiler Jahrhundertprojekt. Gemeinde und Kanton erarbeiteten in den 70er und anfangs 80er Jahren ein umfassendes Sanierungsprojekt für die Uze. Inzwischen ist es vollständig umgesetzt.
Seine Bestandteile:
Offener Bachlauf bis Fabrikstrasse
Die Uze wurdein Oberuzwil und Uzwil bis zur Fabrikstrasse naturnah auf ein hundertjähriges Hochwasser ausgebaut.
Einlaufbauwerk Fabrikstrasse
Das massive Bauwerk sorgt dafür, dass das Hochwasser in den Stollen gelangt. Wie funktioniert das? Der anschwellende Bach fliesst dem längs der Uze angeordneten Bauwerk entlang. Sobald der Bach hoch genug ansteigt, erreicht er eine Überfallkante. Über sie fliesst ein Teil des Wassersseitwärts weg ins Einlaufbauwerk und schliesslich in den Stollen.
Entlastungsstollen
Die überdeckten Bereiche der Uze unter den Fabriken und dem Areal Marienfried in Niederuzwil vermögen die Wassermengen bei einem Hochwasser nicht aufzunehmen. Lediglich 20 der erwarteten 40 Kubikmeter Wasser in der Sekunde „passen“ unter den Fabriken durch. Um dieses Nadelöhr zu umgehen, wurde 2006 bis 2008 für 12 Millionen Franken ein Entlastungsstollen gebaut. Er ist 1,5 Kilometer lang, liegt 15 bis 20 Meter unter der Erdoberfläche und hat etwa drei Meter Durchmesser. Er führt Uze-Hochwasser in die Glatt. Ausgebrochen wurde er weitgehend im klassischen Tunnelbau-Verfahren mit einer Tunnelbohrmaschine. Mit dem Ausbruchmaterial gestaltete die Gemeinde im Augarten ein Naturschutzgebiet. So mussten die 23‘000 Kubikmeter Material nicht mit Lastwagen abgeführt und irgendwo deponiert werden.
Hochwasser in die Glatt abzuleiten funktioniert, weil Uze und Glatt unterschiedliche Einzugsgebiete und damit nicht gleichzeitig Hochwasser haben.
Unterwegs nimmt der Stollen auch Hochwasser des Hummelbaches auf. Das schützt den Unterlauf dieses Baches – und insbesondere das Schwimmbad-Areal – vor Hochwasser.
Das Auslaufbauwerk bei der Glatt schliesslich vernichtet die Fliessenergie des Hochwassers, damit das Bachbett der Glatt möglichst nicht beschädigt wird.
Offener Bachlauf ab Henauerstrasse
Der offene Bachlauf ab Henauerstrasse wurde
naturnah ausgebaut. Es vermag im Zusammenspiel mit dem Entlastungsstollen ein hundertjähriges Hochwasser zu bewältigen.
Stichwort Hundertjähriges Hochwasser
Der Hochwasserschutz an der Uze ist auf Hochwasser ausgerichtet, das theoretisch alle hundert Jahre einmal eintritt. Um Schäden zu vermeiden, „springt“ der Entlastungsstollen schon früher an. Auf der anderen Seite gibt es auch Ereignisse, welche seltener als alle 100 Jahre vorkommen. Bei solch seltenen Ereignissen sind trotz Hochwasserschutz Schäden zu erwarten. Sie fallen aber durch die umgesetzten Massnahmen weniger gravierend aus.
Stichwort Hochwasser 1970
Am 27. Juni 1970 verwandelte ein Unwetter die Uze und ihre Zuflüsse in reissende Wildbäche, welche von Oberuzwil bis Niederuzwil verheerende Überschwemmungen verursachten. Nach schwül-heissen Stunden entlud sich von 16.30 bis 18 Uhr mit unheimlicher Wucht ein Gewitter mit Hagelschlag und wolkenbruchartigen Regenfällen über die Gegend von Bichwil, Oberuzwil, Uzwil und Niederuzwil. Die sonst harmlosen Bäche wurden zu wilden Strömen. Sie rissen Brücken, Ufermauern, Stauwehre, Bäume, Wurzelstöcke und Autos mit sich, wälzten sich durch die Dörfer und hinterliessen eine Spur der Verwüstung. Grosse Schäden entstanden an Privathäusern, in der Klinik Marienfried und in Industrieanlagen. Das Schwimmbad wurde vollständig überschwemmt. Die Uzebrücke im Büelhof wurde weggerissen. Die gesamte Schadenssumme entspricht, der Teuerung angepasst, heute einem Wert von etwa 10 Mio. Franken. Unwiederbringlich zerstörte Erinnerungsstücke natürlich nicht eingerechnet.
Beginning 1 November 2013, one cache will be placed somewhere in the town of Uzwil each month for the duration of one year. Various caches will be hidden, particularly familyfriendly, larger and easy-to-find, informative traditional, mystery, bonus and multi-caches. You might even find an extra surprise!
1664, 1778, 1876, 1938 and 1970 are the years in which the river Uze flooded causing havoc and enormous damages. Generations tried to tame the stream. Large floods often prompted water corrections. The flood of 1970 set off the project of the century in Uzwil. In the seventies and early eighties, the county and the kanton worked on an extensive restructuring project, which , in the meantime, has been fully completed.
Included are:
Expansion to the Fabrikstrasse Street
In the case of a 100-year flood, the Uze in Oberuzwil and Uzwil was correspondingly extended to the Fabrikstrasse street.
Intake Structure Fabrikstrasse Street
The massive structure ensures that flood water flows into the tunnel. How does it work? The overflow stream flows along the Uze towards the structure. As soon as the level is high enough, it goes over the edge and part of the water goes sideways into the intake structure and finally into the tunnel.
Spillway Tunnel
The covered area of the Uze under the factories and the Marienfried areal in Niederuzwil is not able to cope with an overflow of water. Only 20 of the expected 40 cubic meters of water that flow per second can pass underneath this area. To avoid this narrow pass, the spillway tunnel was built in 2006 to 2008. Costing 12 million francs, the tunnel is 1.5km in length, about 3m in width and is situated 15 to 20 meters underground. It directs excess water from the Uze to the river Glatt. It was excavated conventionally by using a tunnel boring machine. The 23 000 cubic meters of excavated material from the tunnel were not transported and just deposited anywhere, but used to form the nature reserve in the Augarten area.
Directing excess water to the river Glatt, only works because the Uze and Glatt are situated in different catchment areas, which means they cannot both simultaneously have high water.
The tunnel also collects excess water from the Hummelbach creek, protecting the underflow and, in particular, the swimming pool areal from floods.
The purpose of the outlet struture by the Glatt is to destroy the energy flow of high water, protecting the bed of the Glatt from damage.
Expansion on the Henauerstrasse Road
The extension from the Henauerstrasse road was built correspondlingly to the surroundings. Together with the spillway tunnel it is able to cope with a 100-year flood.
Keyword 100-year Flood
The flood protection system along the Uze was developed against high water that, in theory, happens once every hundred years. To avoid damages, the spillway tunnel steps into action earlier. On the other hand, there are cases that can happen even less than every 100 years. In such seldom cases, damages are expected despite the flood protection system, but would be much less serious because of it.
Keyword Flood of 1970
On June 27, 1970, a storm transformed the Uze and its inflow into a wild, ripping current that caused severe flooding in Oberuzwil and Niederuzwil.
From 4.30pm to 6pm, after hours of hot and humid temperatures, a storm arose with an incredible force with hail and torrential rain hitting the area of Bichwil, Oberuzwil, Uzwil and Niederuzwil. The usually harmless streams of water turned into ripping currents, destroying bridges, riverbanks, barrages, trees, roots and cars. They made their way through the towns, leaving a trail of destruction behind them. Major damages were done to private homes, the Marienfried clinic and buildngs in the industrial area.
The outdoor swimming facility was completely flooded. The Büelhof bridge was torn away. The total cost of damages, adapted to inflation, represents a current value of around 10 million francs. This, of course, does not include the irretrievable memorabilia that was also destroyed.
Additional Hints
(No hints available.)